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Rallye Allgemein
12.04.2013

Viel Pech beim Cup-Auftakt für Jörg Broschart

Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus: Beim offiziellen Auftakt des ADAC Opel Rallye Cups im Erzgebirge mussten Jörg Broschart und Marcel Piro Rückschläge in Kauf nehmen. 120 WP-Kilometer mit den unterschiedlichsten Bedingungen galt es zu absolvieren und auch wenn die beiden Saarländer mit Rang neun in der Junior-Wertung nicht zufrieden waren, so sind sie jetzt umso mehr für die kommenden Veranstaltungen angespornt.

Reifenroulette war angesagt im Erzgebirge. Ständig wechselnde Bedingungen machten es für die Piloten schwer, die perfekten Pneus zu finden. „Das sind Monte Carlo-Voraussetzungen, teilweise nass, dann trocken und gleich wieder Schnee und Eis auf einer Wertungsprüfung, das macht die Wahl nicht einfacher. Es wird das Ziel sein, den besten Kompromiss zu finden“, so Broschart vor dem Start am Freitagabend.

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Fehlerfrei startete das Team von NextGear Rallysport in die Veranstaltung und auch am Samstag gab es zunächst keinen Grund zu größerer Beunruhigung. „Die Leistungsdichte ist hoch. Wir liegen immer zwischen Platz fünf und zehn. Das ist okay, aber ausbaufähig für die Zukunft“, meinte Co-Pilot Piro. Mit dem ersten Rückschlag hatten die beiden Junioren auf dem traditionsreichen Rundkurs Grünhain zu kämpfen. „Wir haben vor der Prüfung auf Intermeds gewechselt, da wir die Info bekommen haben, dass die Prüfung schneefrei sei und nur nass. Das war auch die richtige Entscheidung, aber hinten haben wir die neuen Reifen nicht mehr angefahren bekommen“, erklärte Broschart den Ausrutscher in einer Bergab-Passage.

Der schwarz-bunte Opel Adam drehte sich in einer der ersten Kurven und durch das Rangieren verlor das Team mehr als eine halbe Minute. „Klausi“, wie das Einsatzgefährt zuvor getauft wurde, überstand das Manöver ohne Blessuren und bis zur zehnten WP konnte das Trio noch einmal mit konstant schnellen Zeiten im vorderen Cup-Drittel zeigen, was in ihm steckt.

Auf WP 10 wurde die Aufholjagd jäh gestoppt. Kurz nach dem Start handelte sich das Team einen Plattfuß ein, der zunächst unbemerkt blieb. In der nächsten Kurve drehte sich Klausi dann aber umso spektakulärer und verweigerte zunächst auch seinen Dienst: „Das Auto wollte nicht mehr anspringen und wir ließen bestimmt noch einmal zwei Minuten auf der Prüfung liegen“, so Broschart und Piro ergänzt: „Das an sich ist schon frustrierend, aber auf Grund des Plattfußes fehlt uns jetzt die passende Bereifung für die schnee- und eisbedeckte nächste WP!“. Es kam wie es kommen musste und trotz fehlerfreier Fahrt handelten sich die beiden einen weiteren Zeitverlust auf die Cup-Spitze ein, denn ohne Winterreifen war in den Schneemassen nichts anzufangen.

Eine letzte, problemfreie Sektion sicherte am Samstag den elften Platz in der Wertung des ADAC Opel Rallye Cups und den neunten Platz in der Juniorenwertung. „Wir hatten uns zwar mehr erhofft, aber trotz der Probleme noch in der Top-10 der Juniorenwertung zu landen, ist schon okay – schließlich können wir mit Recht behaupten, in einem wahnsinnig stark besetzten Cup unterwegs zu sein, in dem jeder kleinste Fehler sofort Plätze kostet“, fasste Broschart zusammen.

Im heimischen Saarland steht nun die Analyse der Rallye sowie die Vorbereitung auf die nächste – hoffentlich schneefreie – Veranstaltung im Sulinger Land, dem zweiten Lauf zum ADAC Opel Rallye Cup an.
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