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Rallye Allgemein
09.04.2013

Für Walter Röhrl fließen sogar Tränen

Der vom Charity-Club Kiwanis angekündigte Auftritt der deutschen Rallye-Legende bei der Lavanttal-Rallye am kommenden Wochenende löst einen unfassbaren Hype aus – Fast 1.000 Bewerber betteln um rund 14 Mitfahrten. Doppelten Grund zur Freude hat momentan DI Hannes Primus.

Nach Abwägung der Reaktionen ist dem Organisationschef des Kiwanis Clubs Lavanttal nämlich neben seiner kürzlichen Ernennung zum Landtagsabgeordneten offensichtlich der Deal seines Lebens geglückt. Schon seit Bekanntwerden der Top-Meldung, dass Walter Röhrl heuer nach Wolfsberg kommt und dort im Rahmen der Lavanttal Rallye zu Gunsten beeinträchtigter Kinder Mitfahrgelegenheiten im knapp 500 PS starken Audi Quattro S1 anbieten wird, laufen bei Kiwanis die Telefone heiß.

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„Es ist unfassbar. Da spielen sich zum Teil Dramen ab. Jeder will einmal neben der Legende selbst und im legendären Auto sitzen“, erzählt Primus, der ein dreiviertel Jahr seiner Zeit investiert hat, um den deutschen Doppel-Weltmeister (1980, 1982) nach Kärnten zu locken. „Wir haben Anrufe aus Deutschland, der Schweiz, sogar aus Amsterdam gibt es Interessenten. Die Leute betteln am Telefon um ihre Berücksichtigung, manche weinen sogar, wenn wir ihnen sagen müssen, dass es keine Möglichkeit mehr gibt.“ Denn für die 12 bis 14 Mitfahrgelegenheiten, die Walter Röhrl am Samstag zu Mittag auf dem Rundkurs Eitweg anbietet, gibt es bereits fast 1.000 Anfragen.

Primus: „Um den größtmöglichen Ertrag zur Hilfe für beeinträchtigte Kinder des Lavanttals zu erzielen, haben wir beschlossen, für eine Runde 900,- Euro zu verlangen.“ Am Ende sollen davon im Idealfall 10.000,- bis 15.000,- Euro für einen wohltätigen Zweck durch Kiwanis übrig bleiben. „Der Reinerlös wird nicht als Geld sondern nur als Produkt ausgegeben. Für einen benötigten Rollstuhl zum Beispiel oder wie letztes Jahr als wir 40.000,- Euro aus einer Aktion in den Umbau eines Autos für ein schwerbehindertes Kind investiert haben“, betont Hannes Primus.

Walter Röhrl – es wird sogar ein eigenes Röhrl-Bier in Wolfsberg geben – wird selbstverständlich auch für Autogramme zur Verfügung stehen. Die Lavanttal Rallye wird der 66-jährige Regensburger zur Gänze als Fahrer des Vorausautos begleiten. Sollte der Audi Quattro S1 aus dem Hause des Deutschen Walter Ihle aus irgend einem Grund (z. B. salznasse Straße) nicht eingesetzt werden können, steht ein Porsche 911 parat. Diesen hat der ehemalige historische Staatsmeister und diesjährige Rallye-Teilnehmer Johannes Huber ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt.
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