Samstag, 28. Mai 2022
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ROTAX MAX Challenge
18.09.2013

Erfolgreicher RMC-Abschluss für Team Kartsport-Klimm

Über 120 Piloten reisten zum Endlauf der ROTAX MAX Challenge auf den Hunsrückring nach Hahn, um sich die letzten Punkte der RMC-Saison 2013 zu sichern. Was hier in den einzelnen Rennen an Spannung und Dramatik gezeigt wurde, ergab einen Showdown ohnegleichen.

Das jüngste Teammitglied Tobias Krücken belegte im Zeittraining der Klasse MICRO den fünften Platz im Zeittraining. Im Prefinale kämpfte er verbissen und lieferte sich mit seinen Mitstreitern tolle Duelle. Leider wurde er in eine Kollision verwickelt, wodruch er als Sechster abgewinkt wurde. Zum Finale erschien Krücken zu spät am Vorstart und durfte daraufhin nicht an diesem Lauf teilnehmen.

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Marius Rauer, in der Klasse JUNIOR-Cup am Start, setzte seine in der Vergangenheit gezeigte, hervorragende Performance auch in Hahn um. In der mit 23 Startern hart umkämpften Klasse belegte Marius im Qualifying den fünften Platz, den er auch über das gesamte Prefinale nicht wieder abgab. Im ablschießenden Finale, in dem es auch noch um die Meisterschaftsentscheidung ging, katapultierte sich Marius letztlich auf einen hervorragenden zweiten Platz. In der Gesamtwertung der Meisterschaft ergab sich für ihn somit der siebte Platz.

In der MAX-Cup – mit 28 Startern die größte Klasse des Wochenendes – gingen mit Jannik Hezler und Bryan Adamski zwei Fahrer für das Team auf Punktejagd. Auch Jannik konnte sich vom fünfetn Platz in der Qualifikation auf einen vierten Rang im Prefinale verbessern. Im Finale zeigte er spannende Positionskämpfe und sah am Ende auf Platz fünf liegend die Zielflagge. In der Gesamtwertung belegte Jannik aufgrund seiner konstant guten Ergebnisse den sechsten Gesamtplatz. Bryan, im Zeittraing auf P19 liegend, verbesserte sich im Prefinale um vier Positionen, musste im Finale zwei davon wieder abgeben und belegte in der Gesamtwertung somit den 21. Platz.

Jochen Merker und Sascha Thissen starteten im insgesamt 13-köpfigen Feld der Klasse DD2-Master. Jochen, der bereits samstags aufgrund eines kapitalen Schadens eine Nachtschicht einlegen musste, beendete sein Zeittraining auf dem respektablen siebten Platz. Leider schlug bei ihm im Prefinale der Technikteufel zu, sodass er sein Kart vorzeitig abstellen musste und im Finale nicht mehr starten konnte.

Sascha, der im Zeittraining aufgrund eines platten Hinterreifens keine gewertete Zeit aufweisen konnte, startete im Prefinale somit vom 13. und letzten Startplatz. Er holte sich einen Konkurrenten nach dem anderen und wurde zum Ende des Rennens auf einem sensationellen vierten Platz abgewinkt. Im Finale konnte er sich um eine weitere Position verbessern und stand somit als Dritter auf der Siegertreppe.

Mit Kevin Landwehr, Lukas Müller, Jannik Mahl, Marcel Schirmer und Denis Thum waren fünf Starter in der Klasse DD2-World für das Team am Start. Kevin, der erst seit Ampfing zum Kader gehört, beendete seine Qualifikation auf dem elften Platz. Im Prefinale landete er nach einer Kollision am Ende des Feldes, arbeitete sich im Prefinale aber noch auf den 20. Platz vor und verbesserte sich im abschließenden Finale um drei weitere Positionen. Lukas, dessen Motor im Zeittraining anfing zu schwächeln, holte Platz 21 im Zeittraining. Im Prefinale ließ er nichts anbrennen und katapultierte sich auf den zehnten Rang, den er auch im Finale halten konnte. Lukas' zwölfter Platz im Endstand der Meisterschaft ist, in seinem ersten Jahr in der RMC ein absolut hervorragendes Ergebnis.

Auch der Motor von Jannik zeigte sich in der Qualifikation nicht von seiner besten Seite. Er brachte im Zeittraining in der vierten Runde sein Kart zurück in die Boxengasse. Nachdem der Fehler gefunden war und Jannik im Prefinale von der letzten Startposition bis auf Platz zwölf nach vorne fahren konnte, toppte er dieses Ergebnis im Finale um vier weitere Positionen und wurde als Achter abgewinkt. Mit dem damit erreichten zehnten Platz in der Gesamtwertung konnten er und auch das Team sehr zufrieden sein. Auch er war das erste Jahr mit seinem DD2 in der RMC unterwegs.

Marcel, der immer für einen der vorderen Plätze gut ist, belegte im Zeittraining leider nur P13. Im Prefinale schlug das Pech noch einmal zu: Er kollidierte mit einem Konkurrenten und überfuhr als 18. die Ziellinie. Im Finale, das bedeutend besser für ihn lief, machte er durch seine souveräne Fahrweise Platz um Platz gut und sah auf Rang neun liegend die karierte Flagge. Dieses Ergebnis reichte für den hervorragenden dritten Podestplatz in der Gesamtwertung der Klasse DD2-World.

Denis Thum, der als Titelaspirant angereist war, musste aufgrund einer gebrochenen rechten Hand freitags noch einen Gips tragen, sodass es ihm nicht möglich war alle freien Trainings am Samstag mitzufahren. Nach nur zwei gefahrenen freien Trainings setzte er sich beim sonntäglichen Zeittraining auf die unglaubliche erste Position, die er auch im Prefinale souverän halten konnte. Beim letzten Finale des Tages konnte er sich zur Rennhalbzeit erneut an der Spitze etablieren, bevor er im Duell mit seinem Titelrivalen den Kürzeren zog und am Ende auf dem vierten Platz abgewinkt wurde. Somit war der Traum vom Gesamtsieg ausgeträumt und Denis blieb letztlich der Vizetitel.

„Die ROTAX Max Challenge 2013 war gespickt mit Höhen und Tiefen für unsere Fahrer und unser Team. Trotzdem war die Saison  überaus erfolgreich für uns alle,“  so Teamchef Bernd Klimm. „Sechs Top-Ten Platzierungen in den Endständen der verschiedenen Klassen und als Highlight der Saison ein Vizemeistertitel in der Klasse DD2-World von Denis und einem dritten Platz in der selben Klasse durch Marcel waren schon fast nicht mehr zu überbieten,“ so Klimm weiter. „Dass Denis trotz gebrochener Hand im Zeittraining und Prefinale den ersten Platz holte, macht ihn für uns zum moralischen Sieger seiner Klasse. Die Saison ist vorbei, aber nach der Saison ist vor der Saison. Wir wünschen auf diesem Weg allen Weltfinal-Teilnehmern viel Erfolg und bedanken uns bei unseren Fahrern, den Schraubern und Betreuern, den Eltern und allen anderen, die im Hintergrund für unser Team gearbeitet haben,“ so Klimm abschließend.
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