Dienstag, 25. Januar 2022
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PCHC
04.06.2013

Launischer Sommerbeginn beim PCHC-Auftritt in der Eifel

Beim dritten Lauf der Porsche Club Historic Challenge auf dem Nürburgring holten sich Thomas Tittmann (Porsche 964 Carrera 2) und Martin Rohwetter (Porsche 964 RS 3,8) die Gesamtsiege. Mate Eres fuhr im Porsche 964 RSR 3,8 gleich zweimal als Gesamtzweiter aufs Treppchen. Die verbliebenen Podestplätze schnappten sich Ralf Schmaus und Ralf Bender (beide Porsche 964 Cup).

Schwierige Wetterbedingungen in der Eifel sorgten zunächst dafür, dass die Teilnehmer das komplette Programm am Sonntag zu absolvieren hatten. Das früh angesetzte Zeittraining am Sonntagmorgen entschieden Thomas Tittmann und Werner Mößner für sich. Fast zwei Sekunden war der weiße 964er schneller als der zweitplatzierte Cup-Porsche von Ralf Schmaus und Enrico Schenke. Mit einem guten Start verteidigte Thomas Tittmann die Führungsposition gegenüber Ralf Schmaus und Mate Eres. Damit war der Drops im Grunde gelutscht und Tittmann brachte den ersten Gesamtsieg souverän ins Ziel. „Das ist mein erster Gesamtsieg. Ich freue mich natürlich riesig über das tolle Rennen. Das Rennen lief vom Start weg sehr gut für mich“, so Thomas Tittmann.

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Martin Rohwetter gewinnt zweites Rennen

Dementsprechend nervös zeigte sich Teamkollege Werner Mößner vor dem zweiten Rennen. Der erste Start von der Spitze des Feldes ist immer etwas Nervenaufreibendes. Zunächst hatte Werner Mößner auch die Nase vorne, doch von hinten drückten schon Ralf Bender sowie Enrico Schenke (Porsche 964 Cup) und der letztjährige Meister Sven Klapputh im Porsche 968 CS. Im Verlauf der ersten Runde setzte sich zunächst Bender in Führung und eine Runde später waren sowohl Mate Eres als Martin Rohwetter vorbei.

In der dritten Runde übernahm Rohwetter, der im ersten Rennen noch wegen technischer Probleme aufgebeben musste, die Spitze. Teamkollege Mate Eres setzte sich dahinter, wobei Rohwetter am Ende mit über einer Minute Vorsprung klar die Oberhand behielt. „Das Wochenende hat zunächst gar nicht gut angefangen. Zum zweiten Rennen haben wir dann das Auto hinbekommen. Das Ergebnis war dann dementsprechend. Gesamtsieg und Klassensieg sind dann wenigstens noch eine Entschädigung für das Pech zu Beginn“, berichtete Rohwetter.

Zweimal auf Gesamtrang zwei sah Mate Eres die Zielflagge. Hinter Thomas Tittmann wurde Mate Eres im ersten Durchgang mit 6,764 Sekunden Rückstand als Gesamtzweiter abgewinkt. Der Pilot von Bliss Autosport hatte nach zwei Umläufen die zweite Position von Ralf Schmaus geschnappt, der noch als Gesamtdritter aufs Treppchen durfte. Damit holte sich Eres zudem den Sieg in der Klasse 7 vor Christian Mussler (Porsche 964 Carrera 2). Im zweiten Rennen verwies Eres diesmal Ralf Bender auf den dritten Platz. „Ich bin richtig glücklich. Das erste Mal zweimal dreißig Minuten durchgefahren und dabei ein super Ergebnis geholt. In den ersten Rennen bin ich dieses Jahr technisch bedingt immer ausgefallen. Jetzt gab es endlich zweimal ein perfektes Rennen und dazu zweimal auf dem Podium. Ich bin heute einfach nur richtig glücklich“, freute sich Mate Eres.

Ralf Bender fährt erstmals aufs Treppchen

Zufrieden durfte auch Ralf Bender sein, der nicht nur erstmals auf dem Gesamttreppchen stand, sondern auch erste Führungskilometer schnuppern durfte. Zwar zogen am Ende Martin Rohwetter und Mate Eres noch vorbei, doch das war angesichts des tollen Ergebnisses eher zweitranging. Nach dem vierten Platz im ersten Rennen brachte der dritte Gesamtrang zudem auch den Sieg in der Klasse 6 vor Werner Mößner (Porsche 964 Carrera 2), Enrico Schenke (Porsche 964 Cup), Günther Weber (Porsche 964 Carrera 4) und René Lorenz (Porsche 993). „Das war jetzt ein gutes Ergebnis. Das Auto ist sehr gut gelaufen. Ich bin sehr gut aus der ersten Runde gekommen und konnte ausnutzen, dass sich andere vor der Mercedes Arena verbremst hatten und ich kam als Erster rein. Die beiden 3,8er konnte dann aber nicht auf Dauer halten. Aber Gesamtdritter auf dem Podest ist dann ein schönes Ergebnis“, zog Ralf Bender ein positives Resümee.

Pech hatte nach einem starken fünften Gesamtplatz im ersten Rennen der bis dato Meisterschaftsführende Thomas Hähner. Während der Porsche 968 CS-Pilot das erste Rennen in der Klasse 4 vor Eberhard Katz und Asim Demir (beide Porsche 968 CS) noch als Sieger beendete hatte, war in Durchgang zwei in der vorletzten Runde Schluss. Doch mehr als der zweite Platz in der Klasse 4 wäre wohl nicht drin gewesen. Der letztjährige Meister Sven Klapputh zeigte, dass er den Titel gemeinsam mit Eberhard Katz zurecht geholt hatte. Als hervorragender Gesamtvierter fuhr der Leonberger über den Zielstrich. Die weiteren Plätze in der Klasse belegten Asim Demir, Norbert Schuster und Andreas Pöhlitz.