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Formel 1
04.11.2013

Siebter GP-Sieg in Folge für Vettel und Renault

Mit einem niemals gefährdeten Start-Ziel-Sieg setzte der neue und alte Formel 1-Weltmeister* Sebastian Vettel exakt eine Woche nach der Titelverteidigung seine Erfolgssaison in Abu Dhabi in bekannter Souveränität fort. Am Steuer seines Red Bull-Renault sicherte sich der 26-jährige Deutsche bereits den elften Grand Prix-Sieg des laufenden Jahres und den siebten in Folge.

Damit stellte der vierfache Champion einen Rekord seines Landsmanns Michael Schumacher ein. Während das Team Red Bull Racing dank des zweiten Platzes für Mark Webber den dritten Doppelerfolg der Saison feiern durfte, freute sich Motorenpartner Renault über den 50. Sieg eines RS27-Achtzylinders. Zudem rundete Romain Grosjean im Lotus-Renault auf Rang vier das hervorragende Resultat für den französischen Automobilhersteller ab.

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Auch die Pole-Position des Qualifying-Schnellsten ging an einen V8-Motor von Renault. Mark Webber musste sich nach dem Start aber seinem Teamkollegen Vettel sowie Nico Rosberg geschlagen geben. Während der frischgebackene Vierfach-Weltmeister in Windeseile einen beträchtlichen Vorsprung auf seine Verfolger herausfahren konnte und diesen bis ins Ziel verteidigte, setzte sich der Australier in Runde 20 gegen den zweiten Deutschen durch. Seine aufstrebende Form der zweiten Saisonhälfte unterstrich Romain Grosjean auch auf dem 5,554 Kilometer langen Yas-Marina-Circuit. Nach drei Podiumsplatzierungen hintereinander brachte der 27-jährige Franzose seinen Lotus-Renault nach einer fehlerfreien Vorstellung auf Rang vier ins Ziel.

Für seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen war das Rennen bereits in Kurve 1 beendet: Der Finne kollidierte mit einem vorausfahrenden Fahrzeug und beschädigte dabei die Lenkung seines Boliden. Räikkönen hatte den Grand Prix von Platz 22 aus in Angriff nehmen müssen. Die Punkteränge hat das Williams F1-Team erneut nur knapp verpasst. Der Venezuelaner Pastor Maldonado erreichte das Ziel weniger als drei Sekunden hinter Adrian Sutil auf Rang elf. Valtteri Bottas konnte mit seinem Williams-Renault während des Rennens sogar bis in die Top-Ten vordringen. Am Ende musste sich der Finne jedoch mit Platz 15 begnügen.

Im Kampf der neuen Formel 1-Teams behielt Caterham einmal mehr die Nase vor Marussia. Giedo van der Garde setzte sich dabei als 18. gegen Charles Pic durch. Während Infiniti Red Bull Racing und Renault bereits seit einer Woche in der Konstrukteurswertung* nicht mehr eingeholt werden können und dadurch den vierten WM-Titel in Folge sicher haben, liegt Rang zwei für Lotus noch immer in Reichweite. Der im britischen Enstone beheimatete Partner-Rennstall von Renault belegt nach 17 von 19 Saisonrennen mit 297 Punkten den vierten Platz hinter Mercedes (334) und Ferrari (323).

„Glückwunsch an Red Bull Racing für ein weiteres perfektes Resultat – es hat uns sehr gefreut, unseren Beitrag zu diesem Doppelsieg leisten zu können. Sebastian Vettel hat dies bei seiner kurzen Ansprache auf dem Podium sehr treffend zusammengefasst: Red Bull und Renault bilden ein großartiges Team. Nachdem wir bereits vor einer Woche in Indien beide WM-Titel zu unseren Gunsten entschieden haben*, freut es mich umso mehr, dass wir uns dem Ende der V8-Ära in der Formel 1 auch weiterhin mit solchen Erfolgen nähern. Für uns stellte dieser Triumph den 50. Sieg unseres RS27-Achtzylinders im Grand Prix-Sport dar. Und ich glaube, dies war noch nicht der Schlussakkord einer beeindruckenden Geschichte …“, sagt Motoren-Ingenieur Rémi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams.

Und weiter: „Auch Lotus hat einmal mehr eine starke Vorstellung abgeliefert und den erneuten Sprung aufs Podium mit Romain Grosjean nur knapp verpasst. Williams ist zum zweiten Mal in Folge haarscharf an WM-Punkten vorbeigeschrammt. Aber die Formel 1-Rennen im texanischen Austin sowie im brasilianischen Interlagos zählten für uns und unsere Partner in der Vergangenheit stets zu den besonders viel versprechenden WM-Läufen – also drücken wir ihnen die Daumen, dass sie diese Saison mit starken Ergebnissen bei den finalen Grands Prix abschließen.“

* Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA.
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