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FIA Formel 3 EM
09.03.2013

18 Fahrer in einer Sekunde – William Buller ganz vorne

Am zweiten Testtag der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf der 4,655 Kilometer langen Formel-1-Strecke vor den Toren von Barcelona setzte sich William Buller (ThreeBond with T-Sport, 1:40,812 Minuten) an die Spitze des Klassements. Vor den Augen von Daniel Juncadella, dem Formel-3-Europameister von 2012, verwies der Brite seine Landsleute Jordan King (Carlin, 1:40,997 Minuten) und Harry Tincknell (Carlin, 1:41,021 Minuten) auf die folgenden Plätze.

William Buller fuhr seine Bestzeit bereits am Vormittag und zog schon beim Mittagessen ein positives Fazit: „Der Test lief richtig gut, ich kann mich nicht beklagen. Für mich ist es in diesem Jahr vor allem eine technische Herausforderung, mit dem in Europa relativ neuen Nissan-Motor zu fahren. Aber die Zusammenarbeit mit den Japanern macht viel Spaß. Ich versuche nun sogar, mir ein paar Worte Japanisch anzueignen“, sagte der Brite.

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Während Buller über viel Formel-3-Erfahrung verfügt, geht Jordan King in seine Rookie-Saison. Das hielt den Carlin-Piloten aber nicht davon ab, sich die zweite Position in der Tageswertung zu sichern. „Noch bin ich dabei, sowohl das Team als auch das Formel-3-Auto kennenzulernen. Ich denke, dass die Formel Renault 2.0, aus der ich komme, eine sehr gute Schule für die Formel 3 ist. Aber ich weiß auch, dass ich noch viel Raum für Verbesserungen habe, vor allem muss ich noch konstanter werden“, sagte King.

Kings Leistung wurde auch von seinem erfahrenen Teamkollegen Harry Tincknell gelobt: „Meine Teampartner verfügen zwar nicht über die große Erfahrung, aber sie sind schnell. Ich denke, unsere Mannschaft ist auf dem Papier schwächer als in der Realität.“ Tincknell wurde von King um 0,024 Sekunden geschlagen und fand sich auf dem dritten Rang wieder. „Wichtig war für uns, dass wir unser Programm ohne Probleme durchziehen konnten. Dass ich zudem noch auf einem der vorderen Plätze gelandet bin, ist ein schöner Bonus.“

Hinter Sven Müller (ma-con, 1:41,159 Minuten) reihte sich Tom Blomqvist (Eurointernational, 1:41,191 Minuten) ein, als schnellster Pilot des Nachmittags. Nicholas Latifi (Carlin, 1:41,195 Minuten) bestätigte mit seinem sechsten Platz die Einschätzung seines Teampartners Harry Tincknell und sorgte dafür, dass sich drei der vier Carlin-Piloten unter den ersten sechs Fahrern klassierten.

Dennis van de Laar (Van Amersfoort Racing, 1:41,208 Minuten), Raffaele Marciello (Prema Powerteam, 1:41,308 Minuten), Antonio Giovinazzi (Double R Racing, 1:41,374 Minuten) und Luis Felipe Derani (Fortec Motorsports, 1:41,379 Minuten) komplettierten die Top Ten. Dabei stellte der Italiener Giovinazzi, der als Champion der Formula Pilota China in die FIA Formel-3-Europameisterschaft aufstieg, fest: „Das Niveau hier ist unglaublich hoch für meinen ersten Schritt im europäischen Motorsport. Aber ich bin mit meinen Testleistungen durchaus zufrieden, wenngleich ich am Nachmittag nach einem Unfall kurz vor der Mittagspause nicht mehr fahren konnte.“

Wie eng es in der FIA Formel-3-Europameisterschaft in diesem Jahr zugehen könnte, zeigen die Abstände im Klassement. Vom Erstplatzierten William Buller bis zum auf Rang 18 notierten Roy Nissany (Mücke Motorsport, 1:41,812 Minuten) lag gerade einmal eine Sekunde. Mitchell Gilbert (Mücke Motorsport, 1:41,984 Minuten) beendete seinen zweiten offiziellen Testtag in der Formel-3-Europameisterschaft auf Position 23, obwohl sein Rückstand auf den Führenden nur 1,172 Sekunden betrug. „Das Level ist hier natürlich sehr hoch, aber viel entscheidender finde ich, dass hier sehr viele Fahrer auf diesem hohen Niveau unterwegs sind. Wenn man eine Sekunde auf den Führenden verliert, dann ist man nicht Fünfter oder Achter, sondern vielleicht sogar nur Zwanzigster. Aber diese beiden Tage in Barcelona waren nur ein Test, die Resultate sagen nicht unbedingt viel aus. Erst am ersten Rennwochenende sieht man, wo man wirklich steht“, sagte Gilbert.

Nach den ersten beiden offiziellen Testtagen stehen am 18. und 19. März in Monza noch weitere Testfahrten auf dem Programm, bevor am gleichen Ort eine Woche vor Ostern die ersten drei Saisonrennen ausgefahren werden.