Dienstag, 27. September 2022
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FIA ETCC
03.05.2013

Podiumsplätze zwei und drei am Slovakiaring

Ein überaus erfolgreiches Rennwochenende verbuchte das Ravenol Team SAN bei den Läufen drei und vier zur FIA ETCC am Slovakiaring. Bei strahlendem Sommerwetter und vor eindrucksvoller Zuschauerkulisse fuhren beide Piloten mit ihren Ford Fiesta 1.6 16V auf dem 5,922 km langen, anspruchsvollen Kurs auf das Siegerpodest der S1600-Klasse.

Der erst 16-jährige Italiener Romeo Luciano glänzte dabei auf Platz zwei vor seiner 29-jährigen Teamkollegin Ulrike Krafft. Beide schoben sich damit auch in der Meisterschaftswertung nach vorne – Ulrike mit 24 Punkten auf die Zweite und Romeo mit nur einem Punkt Rückstand auf die dritte Position.

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Schon im freien Training und im Qualifying zeigte der Youngster Luciano, dass er seinen spektakulären Überschlagunfall von Monza gut weggesteckt hat. Mit seinem neuen Fiesta und der für ihn unbekannten Rennstrecke kam er auf Anhieb bestens zurecht. Runde um Runde tastete er sich behutsam nach vorne und markierte dann im Qualifying mit 2:33,403 Minuten hinter Kevin Krammes die zweitbeste Zeit. Ulrike holte sich mit 2:34,048 Minuten den dritten Startplatz. Nach dem fliegenden Start zum ersten Rennen geriet das Teilnehmerfeld wegen eines Massencrashs in der ersten Kurve, bei dem sechs S2000- und Single-Make-Fahrzeuge im Kiesbett landeten, zunächst arg durcheinander. Dadurch fielen Romeo auf den Dritten und Ulrike auf den fünften Platz zurück. Zur Räumung der Strecke wurde anschließend das Rennen über vier Runden hinter dem Safety-Car geführt.

Nach dem Neustart in Runde fünf konnten beide SAN-Piloten hinter dem Führenden Krammes zügig ihre Ausgangspositionen zwei für Luciano und drei für Krafft zurückerobern, die sie bis ins Ziel ungefährdet behielten. „Ich hatte mir bei einem harten Bremsmanöver einen Reifenschaden eingefangen und konnte daher Romeo nicht mehr attackieren“, kommentierte Ulrike nach dem Rennen. „Schade für Ulrike, aber immerhin Glück für mich und somit auch für das Team“, meinte der junge Italiener sichtlich stolz über Platz zwei.

Beim darauffolgenden Rennen mit stehendem Start nutzte Ulrike ihre Chance und katapultierte ihren Fiesta zwischen Krammes und Luciano auf die zweite Position. Runde um Runde fuhr das Trio dicht hintereinander dem übrigen Feld auf und davon. Ab der sechsten Runde bis zum Zieleinlauf lautete dann die Reihenfolge wie im Rennen zuvor Krammes vor Luciano und Krafft. „Mir fehlte auf einmal der dritte Gang und ich musste Romeo passieren lassen. Aber trotzdem freue ich mich natürlich über den dritten Podiumsplatz“, kommentierte Ulrike später leicht enttäuscht den teaminternen Überholvorgang. „Nach meinem Pech in Monza war das Glück heute voll auf meiner Seite und darüber bin ich einfach nur überglücklich“, freute sich Romeo riesig über sein hervorragendes Ergebnis in seiner jungen Karriere.
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