Mittwoch, 18. September 2019
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VLN
08.12.2012

Mike Jäger blickt auf durchwachsene Saison zurück

Mit ein bisschen Wehmut blickt Mike Jäger auf die VLN-Saison 2012 zurück. „Es ist sicherlich nicht alles so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hatte. Trotzdem war es ein gutes Jahr.“ Auch wenn sein geplanter Einsatz im Audi R8 beim letzten Lauf wegen des Wetters nicht zustande kam, freute er sich, zum Ende der Saison einmal an einer „anderen Liga“ schnüffeln zu dürfen.

Jetzt laufen die Planungen für 2013, wobei Jäger im kommenden Jahr deutlich kürzer treten wird. „Die Mannschaft von Audi Experience ist etwas ganz anderes, als ich bisher in der VLN erlebt habe“, Mike Jäger war von der Professionalität der Mannschaft beeindruckt, „das ist schon was ganz anderes.“

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Fahren konnte er den Audi R8 LMS Ultra, außer ein paar Runden im freien Training am Freitag bei strömendem Regen, dann leider nicht, weil das zehnte Rennen aufgrund von Schneefalls gar nicht erst gestartet wurde. „Das war richtig aus Sicherheitsgründen den Lauf abzusagen. Trotzdem ist es für mich natürlich schade. Ich wäre gerne ein paar Rennrunden im R8 gefahren.“ Jäger hofft, dass sich die Chance in Zukunft noch einmal ergibt.

Rückblickend war die Saison für den Kaiserslauterer eher durchschnittlich. Der zu Saisonbeginn eingesetzte BMW war zwar schnell, musste aber immer wieder mit technischen Problemen kämpfen. „Das war wirklich schade, denn wir hätten die Klasse immer wieder gewinnen können.“ Doch Mike Jäger nahm sich die Enttäuschung nicht zu Herzen. Im Gegenteil Im Scirocco GT24 von LMS Engineering zeigte Jäger, was er auf der Nürburgring-Nordschleife leisten kann. „Der Scirocco ist einfach ein tolles Rennauto, aber eins für richtige Männer.“

2013 wird Jäger allerdings nicht weiter im Scirocco sitzen. „Aus privaten und beruflichen Gründen werde ich in der kommenden Saison etwas kürzer treten“, kündigt er schon jetzt an. Ich werde aller Voraussicht nach ein paar RCN-Rennen bestreiten und stehe als Ersatzfahrer für meine alte Mannschaft von S.Pace-Racing zur Verfügung. Auch das 24-Stunden-Rennen ist bisher nicht geplant. Sollten sich spontane Möglichkeiten ergeben, frage ich einfach bei den mir bekannten Teams an.

„Ich weiß schon jetzt, dass ich nicht bei jedem Termin vor Ort sein kann.“ Außerdem wird ihn sein Beruf deutlich mehr einnehmen. „Um schnell fahren zu können, muss ich den Kopf frei haben und in den letzten Rennen habe ich bereits bemerkt, hier an meine Grenzen gestoßen zu sein. Wenn Du den Stress des Alltags nicht ablegen kannst und mit ins Rennfahrzeug nimmst, benimmst du dich unverantwortlich. Ich denke, dass alle dies die Allermeisten nachvollziehen können. Ein Jahr später bin ich bestimmt wieder mit vollem Einsatz zurück.“