Freitag, 13. Dezember 2019
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ADAC Formel Masters
29.09.2012

Kirchhöfer feiert vorzeitigen Meisterschaftsgewinn

Zweiter Hockenheim-Sieg sichert Marvin Kirchhöfer den Meistertitel im ADAC Formel Masters. Gustav Malja nach Platz drei Vize-Champion.

Die spannendste Meisterschaft in der Geschichte des ADAC Formel Masters ist vorzeitig entschieden: Marvin Kirchhöfer (18, Leipzig, Lotus) krönte sich beim Saisonfinale in Hockenheim mit seinem zweiten Sieg im zweiten Rennen zum neuen Champion. Titelrivale Gustav Malja (16, SWE, Neuhauser Racing) fuhr auf den dritten Platz, kann aber die Meisterschaft mit 15 Punkten Rückstand rechnerisch nicht mehr gewinnen. Kirchhöfer tritt die Nachfolge von Pascal Wehrlein an, der nach seinem Triumph in der ADAC Formelschule in die Formel 3 Euro Serie aufstieg.

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"Auf der letzten Runde blickte ich auf der langen Geraden in den Rückspiegel und sah, dass Thomas Jäger hinter mir war - damit war klar: ich bin Meister", sagte Kirchhöfer nach dem Titelgewinn in seinem Debütjahr in der Nachwuchsserie. Vom ersten Meister, Armando Parente 2008, einmal abgesehen, ist Kirchhöfer der einzige Champion, der den Meistertitel in seiner ersten Saison in der Rennserie gewinnen konnte.

Der Lotus-Pilot erzielte in 23 Rennen acht Siege und fuhr 15 Mal auf das Podium. Hinter ihm überquerte Thomas Jäger als Zweiter die Ziellinie vor seinem Neuhauser-Teamkollegen Malja. Der Schwede hätte den zweiten Platz benötigt, um seine Chancen auf den Titel im abschließenden Lauf zu wahren.

Jeffrey Schmidt (18, SUI, Lotus) fuhr auf den vierten Platz. Der Schweizer kann am Sonntag noch den dritten Gesamtrang in der Meisterschaft einfahren, da der derzeit drittplatzierte Jason Kremer (17, Bonn, Mücke Motorsport) nicht über Platz elf hinaus kam. Schmidts Rückstand auf Kremer beträgt im Moment acht Punkte.

Indy Dontje (19, NED, Lotus) und Beitske Visser (17, NED, Lotus) kamen auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Florian Herzog (19, Dresden, Mücke Motorsport) wurde als Neuntplatzierter bester Pilot des Teams Mücke Motorsport hinter Alessio Picariello (19, BEL, G&J / Schiller-Motorsport) und Sebastian Balthasar (16, Köln, G&J / Schiller-Motorsport). Roy Nissany (17, ISR, Mücke Motorsport) komplettierte die Punkteränge.

Stimmen der Top-Drei Fahrer

Marvin Kirchhöfer, Sieger: 
"Ich bin unbeschreiblich glücklich, in meinem ersten Jahr die Meisterschaft im ADAC Formel Masers gewonnen zu haben - ich kann es kaum in Worte fassen. Auf der letzten Runde blickte ich auf der langen Geraden in den Rückspiegel und sah, dass Thomas Jäger hinter mir war - damit war klar: ich bin Meister. Es wirkte vielleicht wie ein leichtes Rennen, aber ab einem gewissen Punkt hörte ich Geräusche in meinem Auto, die ich noch nie zuvor wahr genommen hatte - das Unterbewusstsein spielte mir einen Streich."

Thomas Jäger, Zweiter: "Der Start verlief im zweiten Rennen besser, doch über die Distanz konnte ich den Speed von Marvin Kirchhöfer nicht mitgehen und musste mich mit Platz zwei begnügen. Bis zur letzten Runde war mir nicht bewusst, dass Gustav, der um die Meisterschaft mitfuhr, direkt hinter mir lag. Er hätte den Meistertitel verdient, das gleiche gilt auch für Marvin. Ich gratuliere ihm recht herzlich. Er hat in diesem Jahr in allen Bedingungen überzeugt und eine konstant, gute Leistung abgerufen."

Gustav Malja, Dritter: "Ich bin sehr enttäuscht. Natürlich ist es kein Weltuntergang, aber ich hatte mir fest vorgenommen, den Meistertitel im ADAC Formel Masters zu gewinnen. Der Start war vermutlich der Schlüssel: Ich kam nicht richtig weg und verlor einige Positionen. Im Verlauf des Rennens arbeitete ich mich nach vorne und hatte meinen Teamkollegen Thomas Jäger im Blick. Bis zur letzten Kurve glaubte ich daran, ihn noch überholen zu können und damit den Kampf um die Meisterschaft offen zu halten. Leider hat das nicht geklappt, deshalb möchte ich Marvin zum Titelgewinn gratulieren."