Freitag, 30. Oktober 2020
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Wintercup Emsbüren
16.12.2011

Philipp Bachor - unbelohnte Top-Leistung

Der Winterpokal im Emsbüren am vergangenen Wochenende machte seinem Namen Ehre, ein Winterpokal zu sein. Eisige Kälte und Regen bestimmten das ganze Wochenende und sorgten für die entsprechenden Wetterkapriolen und Probleme bei allen Teilnehmern.

Auf Philipp Bachor vom Liqui Moly Kart Team, wartete eine besondere Aufgabe, er probierte ein neues Chassi von Tecno-Importeur FAE und zeigte sich schnell zufrieden mit dem neuen Renngerät. Bereits am Samstag testete man ausgiebig und probierte zahlreiche Einstellungen auf nasser Fahrbahn und gegen Abend war auch noch ein kurzes Trockentraining möglich.

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Zuversichtlich startete Philipp Bachor am Sonntag in das Tagesgeschehen, beim freien Training glänzte er bereits mit guten Zeiten und man sah sich recht zuversichtlich für das Qualifaying, welches mit unterschiedlichen Fahrbahnverhältnissen für das nötige Feingefühl sorgen sollte. Slicks oder Regenreifen war die Frage. Philipp entschied sich wie die andere Hälfte der Teilnehmer für Regenreifen, was sich leider als ein Fehler herausstellen sollte. Gegen Ende des Qualifayings trocknete die Bahn mehr und mehr ab und Philipp geriet immer mehr ins Nachsehen und schaffte leider nur Startplatz elf von 18 Teilnehmern für das erste Rennen der Rotax Max Junioren.

Im ersten Wertungslauf zeigte Philipp Bachor  einmal mehr seine Qualitäten und kämpfte sich stark fahrend, Runde um Runde bis zur dritten Position vor. In der letzten Runde, den dritten Platz schon vor Augen, löste sich vorne links der Achsschenkel, Philipp verlor die Kontrolle über sein Rennkart und schlug heftig in die Reifenstapel ein. Dabei verletzte er sich seine Hand und musste zunächst ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Noch als Zehnter gewertet, startete er dann am Nachmittag in den Finallauf. Wie im ersten Rennen, machte Philipp Position um Position gut, bis er wieder an dritter Stelle liegend, das Podest vor Augen, einer Kollision ausweichen musste. Dabei wurde er so stark behindert, dass der hinter ihm liegende Fahrer überholen konnte und Philipp wieder das Nachsehen hatte und nur auf dem vierten Platz liegend die Ziellinie überquerte.

In der Tageswertung bedeutete das für Philipp Bachor nur der fünfte Platz. Philipp Bachor hat an diesem Wochenende eine Top-Leistung gezeigt, aber wie man so schön sagt „that´s racing“ zwei mal am Podest geschnuppert aber unbelohnt für eine starke Leistung. Der einzigste Trost für Philipp Bachor, in der Gesamtwertung konnte er sich um einen Platz verbessern und liegt nun in der Meisterschaft der Rotax Max Junioren auf dem zweiten Platz. Trotzdem ist Philipp Bachor auf Kurs. Das anvisierte Ziel unter die ersten Drei in der Meisterschaft zu fahren, ist machbar. Wir sind gespannt und freuen uns auf das vierte Rennwochenende im Januar 2012. Wenn dann mal alles klappt, sollte Philipp Bachor auch mal mit einem Podestplatz belohnt werden.