Montag, 6. April 2020
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Seat Leon SC
20.09.2011

Elia Erhart baut Meisterschaftsführung weiter aus

Nach Platz eins und vier beim vorletzten Rennwochenende in Oschersleben steht Elia Erhart kurz vor dem Gesamtsieg im Seat Leon Supercopa. Mit 42 Punkten führt der Mittelfranke die Meisterschaftstabelle souverän an.

Elia Erhart demonstrierte in der Motorsport Arena Oschersleben erneut seine Klasse. Mit 33 erbeuteten Meisterschaftszählern sammelte er mehr Punkte als alle anderen Supercopa-Piloten. Im Qualifying hätte sich der Nachwuchsrennfahrer vom Team “Aust Motorsport“ beinahe auch den Extra-Punkt für die Pole-Position gesichert. Er lag bis wenige Minuten vor Trainingsende an der Spitze, bis ihn ein Kontrahent um 14 Tausendstelsekunden auf Platz zwei verdrängte. „Die Zeit zu einem Konter fehlte“, erklärte der 23-jährige im Anschluss und gab sich optimistisch für das Rennen. „Startplatz zwei ist in Oschersleben sogar ein kleiner Vorteil, da man auf der inneren Linie für die erste Kurve ist.“

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Im zwölften Wertungslauf am Samstagnachmittag spielte Elia Erhart seinen Trumpf aus. Als die fünf roten Startlampen erloschen, reagierte er blitzartig und beschleunigte den Pole-Setter beim Sprint auf der Startgeraden aus. In der engen ersten Kurvenkombination setzte sich der fränkische Tourenwagenpilot durch und nahm von nun an die Flucht auf. „Das war das entscheidende Manöver“, so Elia Erhart. „So konnte ich eine Lücke herausfahren und mir ein wenig Luft verschaffen.“ Zeit zum Ausruhen hatte er aber keine. Der Tabellenführer fuhr stets am Limit und sicherte sich zudem die schnellste Rennrunde. „Man muss voll konzentriert bleiben“, schildert er. „Sonst passieren Fehler und die Verfolger rücken auf.“ Elia Erhart ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und feierte nach 18 Runden mit über drei Sekunden Vorsprung seinen zweiten Saisonsieg.

Am Sonntag starten im Seat Leon Supercopa die ersten Sechs vom Samstagsrennen in umgekehrter Reihenfolge. Für Elia Erhart bedeutete dies beim 13. Wertungslauf Startposition sechs. Er zeigte einmal mehr einen hervorragenden Start und verbesserte sich im Verlauf der ersten Runde auf die vierte Position. Im Folgenden wartete er auf die Chance für eine Attacke auf Position drei. In der sechsten Runde gab es jedoch am Ende der Start-Ziel-Geraden einen großen Schreckmoment. Elia Erharts Hintermann verbremste sich kapital und raste mit großem Tempoüberschuss in den roten Seat-Rennboliden. „Ich konnte mein Fahrzeug gerade so abfangen“, erzählt der Röttenbacher. „Ich hatte Glück, dass ich weiter fahren konnte.“ Denn der Wagen mit der Startnummer 11 war jetzt stark beschädigt. Außerdem büßte der Mittelfranke durch diesen Zwischenfall einen Platz ein. Er ließ nicht locker und fuhr weiter auf der letzten Rille. Allerdings hatte er für weitere Positionsverbesserungen keine Möglichkeit mehr: „Unter diesen Umständen bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden.“ Im Nachhinein wurde der Sieger aus der Wertung genommen, da bei der obligatorischen technischen Nachuntersuchung am Fahrzeug eine Reglementwidrigkeit gefunden wurde. Somit rutschte Elia Erhart auf Rang vier vor.

Vor dem Abschlussrennwochenende auf dem Hockenheimring vom 21. bis 23. Oktober führt Elia Erhart die Meisterschaft mit 42 Punkten Vorsprung deutlich an. Bei 43 zu vergebenen Zählern scheint der Gesamttriumph nur noch reine Formsache zu sein. „Beim Finale mache ich den Sack zu“, gibt sich der schnelle Nachwuchspilot zuversichtlich. Bevor in vier Wochen die letzten beiden Rennen im badischen Motodrom stattfinden, steht am 6. Oktober an selbiger Stelle ein offizieller Seat-Test auf dem Programm. Weitere öffentliche Auftritte hat Elia Erhart am 26. September beim Nürnberger Pressebowling und am 28. September bei einer Präsentation des neuen “ADAC Fahrsicherheitszentrum Nordbayern“ in Schlüsselfeld.