Samstag, 27. November 2021
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Rallye Dakar
11.01.2011

Vierfach-Sieg von Volkswagen: Al-Attiyah neuer Führender

Auf der bisher schwersten Etappe der Rallye Dakar sorgten die Volkswagen-Teams mit einem Führungswechsel für Hochspannung. Wie schon am Freitag holten die vier Race Touareg-Teams auch auf der achten Wertungsprüfung von Antofagasta nach Copiapó einen Vierfach-Tagessieg.

In der seit dem Minenwunder berühmtesten chilenischen Stadt erzielte das Duo Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) bereits den dritten Tagessieg. Auf seinem Lieblingsterrain in tiefem Sand löste Al-Attiyah dadurch die Vorjahressieger Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) als Führende der Gesamtwertung ab. Der Araber liegt jetzt 5.14 Minuten vor dem Spanier.

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Zunächst hatte Nasser Al-Attiyah, der als Vortagessieger die Strecke eröffnen musste, hinter Sainz gelegen. Erst nach dem zehnten von 13 Wegpunkten wandelte der Rallye-Profi aus Katar einen 1.58-Minuten-Rückstand in 6.36 Minuten Vorsprung um. Hinter Sainz und Al-Attiyah beendeten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) den Tag als Dritte vor ihren Volkswagen Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA). Damit rückten beide in der Gesamtwertung um jeweils eine Position vor: De Villiers ist Dritter. Miller, der die Prüfung zu Beginn angeführt hatte, ist nun Fünfter der Rallye.

Während Volkswagen der siebte von bislang acht möglichen Etappensiegen gelang, fiel der stärkste Herausforderer weiter zurück. Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW findet sich mit 1:33 Stunde Rückstand auf Rang vier der Gesamtwertung wieder.

Auf der heutigen Tagesetappe haben die Teams die mit 508 Kilometern bislang längste Prüfung der Rallye absolviert. Lediglich die noch ausstehenden Wertungsprüfungen am 13. und 14. Januar werden noch länger ausfallen. Im ersten Teil der Etappe mussten die Teams viele Zufahrtswege von Bergbauminen bewältigen und passierten das Observatorio Paranal – die Kulisse des James-Bond-Films „Ein Quantum Trost“. Insgesamt war es eine Art kleine „Dakar“ in einer Etappe: Die Wertungsprüfung zwischen Antofagasta und Copiapó bot jede Menge Abwechslung im Terrain. Einerseits Schotterpassagen, die Materialschonung erforderte, andererseits ausgewaschene Sandpassagen, trockene Flussbetten und Canyons, die die Fähigkeiten der Navigatoren prüften. Mehrere Dünengürtel bildeten das Tüpfelchen auf dem i bei der bislang härtesten Prüfung der Rallye Dakar 2011.

Magazin - 8. Etappe (Antofagasta - Copiapo)