Donnerstag, 26. November 2020
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Le Mans Series
15.09.2011

Durchwachsene Bilanz für Hankook Team Farnbacher

 

Auch beim vierten von fünf Läufen zur Le Mans Series (LMS) in Silverstone kam das Hankook Team Farnbacher ins Ziel. Allerdings hatte man sich mehr Punkte erhofft.Die Lichtenauer Mannschaft war optimistisch zu dem ehemaligen Flugfeld in England gereist, in dem bereits seit 1950 Formel-1-Rennen ausgetragen werden, ist der Kurs mit seinen vielen schnellen Kurven normalerweise prädestiniert für den Mittelmotor-Ferrari 458 Italia.

In den freien Trainings arbeiteten Dominik Farnbacher und Allan Simonsen praktisch ausschließlich am Setup, ohne auf Zeitenjagd zu gehen. Dennoch fand man sich zumeist innerhalb der Top 5, was zu Optimismus für das Qualifying führte.

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Der Däne Simonsen war in Silverstone an der Reihe und qualifizierte sich in nur zwei gezeiteten Runden auf den 4. Rang. Die Zeit wurde gleich zu Beginn gefahren, da Regen drohte. Und mehr Runden wollte man nicht fahren, da mit den gleichen Reifen das Rennen gestartet werden muss. Doch der Regen kam mit Verspätung und die Bahn wurde immer schneller: Der Hankook-Ferrari wurde bis auf Rang 13 durchgereicht. Sicher ein enttäuschendes Ergebnis, aber auch nicht ausschlaggebend für ein Rennen über 6 Stunden.

Doch dick kam es dann in der ersten Rennstunde: Der Ferrari hatte keinen Grip auf der Hinterachse, eine Aufholjagd war unmöglich. Gerade als das Rennen soweit war, dass ein vorgezogener Boxenstopp Sinn machen würde, kam das Safety-Car heraus, was bedeutet, das Auto wird in der Box festgehalten, bis das Safety-Car mit dem Feld wieder vorbei ist. Das kann eine ganze Runde, in jedem Fall aber viel Zeit kosten. Dennoch kamen einige Konkurrenten an die Box: Doch leider vergaß die Rennleitung, die Boxenampel auf Rot zu stellen. Dadurch hatten die Teams statt dem  Nachteil einen geschenkten Vorteil. „Das war sehr ärgerlich, wir haben uns richtig verhalten und werden dafür noch bestraft, oder besser gesagt, die anderen machen einen Fehler und werden belohnt“ war Dominik Farnbacher enttäuscht.

Nach dem ersten Stopp wurde eine weichere Mischung der Hankook-Reifen montiert und von dem Moment an lief das Auto einwandfrei und konnte die Rundenzeiten der Spitze ebenfalls locker fahren. Doch die Gegner waren enteilt, am Schluss gab es einen 8. Rang und zwei magere Punkte in der Meisterschaft.

Teamchef Horst Farnbacher: „Das, was in der Box passiert ist, ist sicher ärgerlich. Im Nachhinein gesehen wäre es somit sogar besser gewesen, früher die weichen Reifen aufzuziehen, dann hätten wir insgesamt weniger Zeit verloren. Das gute ist, dass das Auto problemlos lief, keinen einzigen Kratzer hat und die Zeiten ab der zweiten Stunde absolut konkurrenzfähig waren. Nun werden wir alles geben, um in Estoril unseren zweiten Platz in der Meisterschaft zu halten!“

Das Finale der LMS 2011 findet bereits in zwei Wochen auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs in Estoril vor den Toren der portugiesischen Hauptstadt Lissabon statt.