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DTM
18.06.2011

Stimmen nach dem Qualifying auf dem EuroSpeedway

Zwei Audi-Piloten in Reihe zwei, fünf Audi in den Top acht und ein starkes DTM-Comeback von Tom Kristensen - die Stimmen aus dem Audi-Lager nach dem Qualifying auf dem Lausitzring.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef)
"Bis in die Top acht ist es für uns gut gelaufen. Wir haben fünf Audi in den Top acht, was eine gute Teamleistung unterstreicht. In der letzten Sektion des Qualifyings war es für uns ganz einfach nicht möglich, die Pace von Mercedes zu gehen. Zwei Autos in der zweiten Startreihe und fünf in der Top acht ist eine gute Basis für das Rennen. Es wird sicherlich schwer werden, aber wir werden alles versuchen. Tom (Kristensen) hat gezeigt, wie stark er ist. Er war fast zwei Jahre weg und fährt gleich wieder an der Spitze mit."

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Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), Startplatz 3
"Es ist schön, wieder vorne dabei zu sein. Startplatz drei ist okay, aber am Ende waren wir viel zu langsam. In den ersten Qualifying-Abschnitten lief es gut, aber auf gebrauchten Reifen hatten wir in Q4 keine Chance. Das ist natürlich etwas frustrierend, wenn man zuvor so nahe an der Spitze war. Ich glaube, wir hatten einfach nicht die optimale Abstimmung für weniger Grip. Ich werde morgen im Rennen alles geben, um auf das Podium zu kommen und gut zu punkten."

Martin Tomczyk (Schaeffler Audi A4 DTM), Startplatz 4
"Ich kann natürlich zufrieden sein. Platz vier ist eine gute Startposition. Wir haben gesehen, dass wir mit den neuen Reifen hier konkurrenzfähig sind. Was das vierte Qualifying anbelangt, muss man ehrlich sein: Hut ab, Mercedes war auf gebrauchten Reifen konkurrenzfähiger und fuhr Zeiten, die wir nicht fahren konnten. Sie waren uns zumindest im Zeittraining einen Tick überlegen. Am Sonntag heißt es Attacke, um die Dominanz von Mercedes zu brechen."

Oliver Jarvis (Audi Sport performance cars A4 DTM), Startplatz 6
"So ein enges Qualifying! Kleine Fehler machten heute einen großen Unterschied. Ich bin über P6 etwas enttäuscht, aber ich kann noch lächeln, denn wir kämpfen vorne mit. Und das ist wichtig."

Tom Kristensen (E-POSTBRIEF Audi A4 DTM), Startplatz 7
"Audi Sport und das Team Abt - es ist einfach supercool mit ihnen. Aber wir dürfen nicht vergessen, warum ich hier bin: um Mike Rockenfeller zu ersetzen. Ich höre, dass es ihm viel besser geht und ich hoffe, dass er schnell wieder möglichst fit ist. Ich kam erst am Freitagmorgen hierher und war nicht mehr in der DTM seit Hockenheim beim Finale 2009. Hier fährt man inzwischen mit anderen Reifen. Es geht darum, die Sektorzeiten zusammenzubringen. In Q2 fuhr ich wirklich gute Sektoren. Das hätte ich auch im nächsten Qualifying versucht, aber mein Auto sprang etwas in Kurve eins. Das beeinträchtigte meine Linie ein wenig. Und in meiner zweiten Runde hatte ich ein bisschen zu viel Übersteuern. Aber es war bis zum Ende ein gutes Qualifying."

Filipe Albuquerque (TV Movie Audi A4 DTM), Startplatz 8
"Ich habe gemischte Gefühle. Ich bin zufrieden erstmals in Q3 zu sein, aber ich war mit meiner letzten Runde nicht glücklich. Ich hätte mehr leisten können. Wenn man am Limit fährt  und hier und da einen kleinen Fehler macht, ist man schnell draußen. Ich habe Druck gemacht, um in Q4 zu kommen. Wir werden von Rennen zu Rennen besser. Ich hoffe, diese Fortschritte setzen sich weiter fort."

Timo Scheider (AUTO TEST Audi A4 DTM), Startplatz 9
"Das Team und ich sind am Morgen ein Risiko eingegangen und haben eine andere Abstimmung probiert. Wir haben uns dann wieder umentschieden und das genommen, was die anderen Jungs gefahren haben. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Wir haben sehr viel Zeit im letzten Sektor verloren. Das ist natürlich sehr enttäuschend."

Miguel Molina (Red Bull Audi A4 DTM), Startplatz 11
"Die Qualifyings sind sehr eng. Unser Auto war gut, alles lief ganz gut. Aber am Ende musste ich etwas vom Gas, denn wir hatten Verkehr in der letzten Kurve. Das machte den Unterschied."

Edoardo Mortara (Playboy Audi A4 DTM), Startplatz 12
"Ich habe heute zu viele Fehler gemacht. Der zwölfte Platz ist nicht das, was wir uns nach der Bestzeit in Q1 erhofft hatten. Es war mein Fehler, dass ich es nicht in Q3 geschafft habe. Mein Team hat einen super Job gemacht, ich hatte ein tolles Auto. Danke dafür an das Team Rosberg und Audi. Ich hoffe jetzt auf ein gutes Rennen und denke, wir haben das Potenzial dafür."

Rahel Frey (Glamour Audi A4 DTM), Startplatz 18
"Wir kannten die Strecke vom Test. Aber der Lausitzring zählt nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Wir verlieren knapp eine Sekunde, das ist akzeptabel. Aber wir müssen im Rennen kämpfen, um den Anschluss zu finden. Ich werde weiterhin mein Bestes geben. Wir wollten am Freitag Longruns fahren, aber da kam leider meine Übelkeit dazwischen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): "Es freut mich sehr für Mattias (Ekström), dass er wieder zu seiner Leistung zurückgefunden hat. Mehr war nicht möglich. Er war bereits zwei Runden auf seinen Reifen unterwegs und damit am Limit. Was mich besonders freut, ist die Leistung von Tom Kristensen. Er hat sich super wieder eingefunden - so, als wenn er nie weg gewesen wäre. Man sieht, dass er ein absoluter Profi ist. Und er ist sehr locker und entspannt. Jetzt können wir am Sonntag angreifen. Wir können unsere Vordermänner attackieren. Das ist manchmal sogar ein Vorteil in der DTM. Letztendlich können wir mit dem Mannschaftsergebnis ganz zufrieden sein."

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): "Auf dem Lausitzring haben wir schon immer eine Mercedes-Dominanz gesehen. Deshalb ist das Ergebnis mit der zweiten Reihe umso mehr wert. In Q3 haben wir gesehen, dass alle Jungs etwa innerhalb von einem Zehntel lagen. Wenn man dann so weit nach vorn kommt wie Martin (Tomczyk), ist das schon toll. Mit Rahel (Frey) sind wir wieder auf Platz 18, wo wir eigentlich nicht sein wollen. Sie hat am Freitag allerdings auch Trainingszeit verloren."

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): "Positiv war, dass wir gezeigt haben, dass das Tempo bei beiden Fahrern gut war. Im ersten Qualifying belegten wir die Plätze eins und zwei. Was mich besonders freut: Jetzt ist Filipe (Albuquerque) einmal bester Rookie. Er kam unter die ersten acht. Damit sind auf jeden Fall am Sonntag Punkte möglich. Edo (Mortara) hat sein Auto einfach ein bisschen überfahren. Das kann passieren, beide Fahrer sind neu in der DTM. Wichtig ist, dass das Tempo stimmt. Es kommt noch einiges."