Sonntag, 29. November 2020
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ADAC GT Masters
15.09.2011

Titelkandidaten bringen sich in Position

Die Meisterschaftskontrahenten im ADAC GT Masters nehmen vor dem vorletzten ADAC Masters Weekend 2011 im niederländischen Assen (16. bis 18. September) langsam Kontur an. Drei Fahrerpaarungen mit BMW ALPINA B6, Lamborghini Gallardo und Audi R8 haben sich an der Tabellenspitze leicht abgesetzt. Doch dahinter lauert eine breit aufgestellte Verfolgergruppe, die noch rechnerische Titelchancen hat. Vier Rennen vor dem Saisonende sind sich die Titelaspiranten aber in einem Punkt einig: Der Titelkampf 2011 bleibt spannend bis zur letzten Runde.
 
ABT Sportsline maximiert die Chancen mit Fahrertausch
Die Mannschaft von ABT Sportsline startet mit doppelten Chancen in den Meisterschaftskampf und macht den Titelkampf im Endspurt so noch spannender. Luca Ludwig (22, Bonn) und Christopher Mies (22, Heiligenhaus) - aktuell gemeinsam Tabellendritte mit 26 Punkten Rückstand - starten in den letzten vier Saisonläufen auf unterschiedlichen Audi R8. Ludwig teilt sich das Cockpit bei den beiden noch ausstehenden ADAC Masters Weekends mit Jens Klingmann (21, Leimen), Mies startet gemeinsam mit Christer Jöns (24, Ingelheim). Mit dem Platztausch stellt das amtierende Siegerteam der Teamwertung maximale Chancen im Titelkampf sicher. „Es wird sicher sehr schwierig werden, den Rückstand noch aufzuholen, aber es ist nicht unmöglich“, so der letztjährige ADAC GT Masters-Vizemeister Christopher Mies zu seinen Chancen. Der Vorjahressieger in Assen hofft in den Niederlanden auf die Trendwende: „In Assen war ABT Sportsline in den letzten Jahr immer stark. Ich hoffe, dass dies auch in dieser Saison so ist.“
 
BMW ALPINA-Fahrer setzen auf Hamstertaktik
Beim letzten Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz übernahmen Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler zum dritten Mal in der Saison 2011 die Tabellenführung und liegen derzeit 17 Punkte vor ihren engsten Verfolgern, Ferdinand (20, A) und Johannes Stuck (24, A) im Reiter-Lamborghini Gallardo. Doch der ehemalige DTM-Pilot Margaritis weiss, dass die vier nächsten Rennen hart werden. Im BMW ALPINA-Lager ist daher Punkten die oberste Devise. „Das wird eine unheimlich enge Angelegenheit. Wir liegen zwar an der Tabellenspitze, aber so groß ist der Vorsprung von 17 Punkten nicht und wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen. Wir müssen die Punkte immer im Auge behalten und uns in Assen in beiden Rennen möglichst weit vorne positionieren, um maximale Punkte mitzunehmen.“
 
Johannes Stuck glaubt an Titelentscheidung beim Finale
Die Verfolger des giftgrünen BMW ALPINA der Tabellenführer, Ferdinand und Johannes Stuck, erlebten zuletzt in der Lausitz ein rabenschwarzes Wochenende und blieben punktelos. Johannes Stuck lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Der älteste Sohn von Rennsportlegende Hans-Joachim „Striezel" Stuck glaubt, dass die Titelentscheidung bis zum Finale offen bleibt. „Wer wirklich um den Titel fährt, werden wir erst am 1. Oktober um 13.00 Uhr in Hockenheim wissen, also bei der Zieldurchfahrt des vorletzten Rennens. Der Titelträger muss auch nicht aus dem Kreis der ersten drei der aktuellen Tabelle kommen. Alle Fahrer, die in den vorderen Positionen liegen, haben noch gute Karten. Das Bild an der Spitze kann sich schnell ändern. Denn auch unsere Gegner müssen erst einmal die Zielflagge sehen, und so mancher Konkurrent kann in den letzten Rennen noch eine gute Serie haben.“
 
In der Verfolgergruppe hoffen starke Mercedes-Teams auf ihr Glück
Die Pole Position der Verfolgergruppe hat MS RACING-Fahrer Florian Stoll (30, Rickenbach). Mit seinem ersten Gesamtsieg im Mercedes-Benz SLS AMG hat sich Stoll auf Platz vier in der Tabelle gefahren und führt damit die Verfolgergruppe an. Zu der zählen auch die Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT mit Dominik Baumann (18, A)/Hari Proczyk (35, A) und Christiaan Frankenhout (29, NL)/Andreas Wirth (26, Heidelberg) sowie der Flügeltürer des PRIMAJOB Team HEICO mit Lance David Arnold (25, Duisburg)/Andreas Zuber (27, UAE). „Realistisch gesehen ist es natürlich sehr schwierig, noch den Titel zu holen“, sagt Stoll. „Mit Platz vier in der Tabelle und der Position als bestplatzierter Mercedes-Fahrer in der Serie bin ich momentan sehr zufrieden. Es wäre toll, wenn ich die Saison unter den Top 5 abschließen könnte. Aber theoretisch sind in den letzten vier Rennen an die Sieger insgesamt noch 100 Punkte zu vergeben, da ist noch alles möglich.“
 
ADAC GT Masters live im TV
Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übertragen. Der Sportsender SPORT1 sendet Highlights des ADAC GT Masters aus Assen im ADAC Masters Weekend-Magazin am 23. September um 17.30 Uhr.