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ADAC GT Masters
26.04.2011

Farnbacher ESET Racing mit Potenzial im ADAC GT Masters

Es war nicht der erhoffte Saisonauftakt von Farnbacher ESET Racing im ADAC GT Masters am Osterwochenende (23. bis 25. April 2011) in Oschersleben. Unter dem Strich geht man aber mit positiven Reaktionen in die nächsten Rennen.

“Der Ferrari F458 Italia GT3 hat ein sehr gutes Potenzial, was wir in Zukunft nutzen können“, so Dominik Farnbacher nach den zwei 60 Minuten-Rennen auf dem 3,696 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde.

Jedem im Team war klar, dass es kein leichter Saisonstart werden würde. Erst kurz vor dem Rennen wurde der bärenstarke GT3 aus Italien geliefert und die freien Trainingssessions waren der erste Roll Out für das Team. So beschränkte sich das Fahrerduo Niklas Kentenich (22, Neuss) und Dominik Farnbacher (26, Lichtenau) erst einmal auf das Kennenlernen des Fahrzeugs.

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Im Qualifying war man dann aber schon gut aussortiert und fuhr mit Platz vier und 15 die ersten guten Resultate im Feld der 40 Sportwagen ein. Bei Gegnern wie Mercedes Benz SLS AMG GT3, Audi R8 LMS, Lamborghini Gallardo GT3, Corvette Z06 oder Dodge Viper Competition Coupé ganz bestimmt ein gutes Ergebnis.

Start zum Rennen 1 war pünktlich um 12.00 Uhr am Ostersonntag. Wie in der letzten Saison werden auch 2011 wieder alle Rennen live vom TV-Sender „kabel eins“ übertragen. Nach gutem Start hielt sich Dominik Farnbacher zunächst in der Spitzengruppe, doch mit Reifenproblemen kam man nicht gut über die Distanz und erhoffte sich mehr für Rennen 2 am Ostermontag.

Und in diesem Lauf zeigte man, dass jeder Rennkilometer für die Entwicklung wichtig ist. Nachdem Niklas Kentenich schon einige Plätze gut gemacht hatte, übergab er beim Pflichtboxenstopp an Dominik Farnbacher, der schon auf Platz sechs lag, als es zwei Runden vor Schluss zu einer Begegnung mit einem Audi R8 LMS kam. Dessen Fahrer fuhr dem Ferrari ans hintere rechte Rad und drehte ihn. Bis auf Platz 13 fiel der Lichtenauer zurück und erkämpfte sich am Ende noch Platz 11. Sicherlich enttäuschend, da ohne diesen unnötigen Rempler viele Punkte möglich gewesen wären!

Dominik Farnbacher: „Wir werden jetzt in dem brandneuen Auto einige Kinderkrankheiten aussortieren. Wir müssen ohne Traktionskontrolle fahren und mit den Reifen gibt es noch Abstimmungsschwierigkeiten. Das ist aber ganz normal zu Beginn der Saison. Bei Tests werden wir den Ferrari weiter entwickeln und dann auf dem Sachsenring neu angreifen.“

Was das ADAC GT Masters angeht, so war Dominik Farnbacher zufrieden: „Es ist eine super Serie mit hervorragend professioneller Organisation und starken Fahrerpaarungen. Was ich allerdings so nicht erwartet hätte, war die Fahrweise. Es gab sehr viele Zweikämpfe, die nicht immer gut ausgingen. Das kannte ich bei Langstreckenrennen bisher so nicht. Aber auch das ist kein Problem.“

Bereits in drei Wochen geht es weiter. Dann ist man vom 13. bis 15. Mai 2011 zu Gast auf der legendären Berg- und Talbahn vom Sachsenring.
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