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ADAC GT Masters
14.06.2011

Andreas Wirth bestplatzierter Mercedes-Pilot

Der Ausflug nach Belgien zum ADAC GT Masters-Rennen in Zolder hat sich für Andreas Wirth gelohnt. In den beiden Rennen am Pfingstwochenende auf der ehemaligen Formel 1-Strecke sammelte der 26-Jährige gemeinsam mit Teamkollege Christiaan Frankenhout im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Heico Motorsport mehr Punkte als zuvor in dieser Saison. Im Rennen am Sonntag verpasste Wirth das Podium nach einer starken Aufholjagd als Vierter nur knapp, am Samstag belegte Wirth den siebten Rang.

Das Zeittraining in Belgien gestaltete sich schwierig für Mercedes-Pilot Wirth. Nach zwei trockenen freien Trainings entlud sich pünktlich zum Zeittraining am Freitag ein Wolkenbruch über Zolder und sorgte für schwierige Streckenverhältnisse. Wirth qualifizierte den weiß-blauen Mercedes dennoch für den neunten Startplatz im ersten Rennen. Bis zum Ende des 60-minütigen Rennens auf trockener Piste am Samstag kämpften sich Wirth und Frankenhout bis auf Position sieben nach vorne. Dennoch war Wirth nach dem Rennen nicht komplett zufrieden. „Es war sehr schwierig heute. Das Reglement gewährleistet für alle Fahrzeuge Chancengleichheit. Leider hat man heute im Rennen gesehen, dass einige Fahrzeuge eine sehr vorteilhafte Einstufung erhalten haben und von Seiten der Organisation Handlungsbedarf besteht. Wenn wir alleine fahren, sind wir von den Rundenzeiten sehr gut dabei, in Zweikämpfen ist es aber sehr schwierig.“

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Im Rennen am Sonntag zeigten Wirth und Frankenhout eine starke Aufholjagd. Von Startplatz 19 fuhren die Mercedes-Piloten bis auf Position vier nach vorne und verpassten das Podium nur um 0,4 Sekunden. In den letzten Runden setzte Andreas Wirth den drittplatzierten Mercedes unter Druck und begeisterte die Zuschauer mit einem packenden Duell. Obwohl Wirth klar schneller war, fand er keinen Weg vorbei an seinem Markenkollegen. „Auf einer Strecke wie Zolder ist es schwer jemanden zu überholen, der das gleiche Auto fährt und an den gleichen Stellen beschleunigt und den gleichen Topspeed hat. Auch wenn man klar gesehen hat, dass ich der schnellere Fahrer gewesen bin. Mit der tollen Aufholjagd von Startplatz 19 bis auf Position vier können wir dennoch sehr zufrieden sein, das ist ein hochakzeptables Ergebnis. Wir haben uns keine Fehler erlaubt und unser Auto war heute im Rennen toll. Nun hoffe ich, dass die Chancengleichheit zum nächsten Rennen fair umgesetzt wird und sich näher an der tatsächlichen Leistung der Fahrzeuge orientiert. Auf das nächste Rennen auf dem Nürburgring freue ich mich besonders. Im letzten Jahr habe ich dort einen Doppelsieg eingefahren.“

In der Fahrerwertung des ADAC GT Masters liegt Andreas Wirth nach drei von acht Veranstaltungen auf dem siebten Rang und ist damit der bestplatzierte Fahrer des neuen Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Das nächste Rennen des ADAC GT Masters findet vom 8. bis 10. Juli im Rahmen des Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring statt und markiert mit einer erwarteten Kulisse von rund 170.000 Zuschauern eines der Saisonhighlights.