Donnerstag, 28. Januar 2021
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VLN
24.11.2010

Erfolgreiches Lehrjahr für Kappeler

Nach insgesamt zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) ist es Zeit für den ersten Jahresrückblick des Team Kappeler Motorsport aus Bad Saulgau.

Zwar war die Motorsportsaison 2010 für Thomas Kappeler nicht seine erste, aber dennoch ein Premieren-Jahr: Zum ersten mal in seiner Rennfahrerlaufbahn ging der junge Kfz-Mechaniker mit eigenem Auto und Team an den Start einer hart umkämpften Breitensportserie – der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, kurz VLN. Das Team setzte sich ausnahmslos aus Freunden und Bekannten zusammen, die unentgeltlich und aus purer Freude am Motorsport helfend Hand anlegten. Mit dem Auto hatte Kappeler bereits im vergangenen Jahr Freundschaft geschlossen als er beim ehemaligen Fahrzeugbesitzer als Gaststarter Rennen fuhr. Nach dem Kauf des BMW M3 wurde dieser jedoch gehörig umgekrempelt. Mit einem anderen Motor ausgestattet konnte das junge Team rund um Thomas Kappeler in einer kleineren Klasse an den Start gehen.

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Bei den insgesamt zehn Läufen zur Langstreckenmeisterschaft verzichtete das Bad Saulgauer Team nur einmal auf einen Start. Aus Sicherheitsgründen sagte der Teamchef den dritten Lauf ab. Technische Probleme die das Team im Fahrerlager nicht in den Griff bekam veranlassten Kappeler zu seiner Entscheidung. Bei den Verbleibenden neun Rennen dominiert der weiße BMW M3 wenigstens fast alle Trainingssitzungen: Sieben Mal stand Kappeler Motorsport mit dem BMW auf Platz eins der Klasse SP5, ein vierter und ein fünfter Platz ergänzen die guten Trainingsleistungen der vergangenen Saison. Fortuna war jedoch ein seltener Beifahrer an Bord des schnellen BMW M3 von Kappeler Motorsport. Insgesamt vier Ausfälle musste das Team hinnehmen, alle aufgrund technischer Mängel. Und immer erwischte es das Team in Führung liegend.

Bei den verbleibenden fünf Rennen konnte Thomas Kappeler der Konkurrenz allerdings zeigen wer Herr „auf“ dem Ring ist. In den Rennen 5, 6 und 7 fuhr das Team jeweils einen ungehinderten Start-Ziel-Sieg ein, in Rennen 8 und 9 landete der Kappeler BMW jeweils auf dem vierten Rang der Klasse SP5. Die junge Truppe rund um Teamchef und Fahrer Thomas Kappeler ließ sich auch durch die Rückschläge nicht die Freude nehmen. Im Gegenteil: Mit jedem Ausfall wuchs die Bereitschaft das Letzte zu geben um der Konkurrenz davon zu fahren. Die Siege waren von einem ungeheuren Teamgeist geprägt. Thomas Kappelers persönliches Resümee der Saison 2010: „Für uns war es das Lehrjahr in dem wir dreimal gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind. Die technischen Ausfälle haben wir nahezu komplett in den Griff bekommen – über den Winter optimieren wir den Wagen weiter, so dass wir 2011 standfest antreten können und noch öfter vor der Konkurrenz ins Ziel kommen. Der Erfolg von Kappeler Motorsport geht in erster Linie an die Unterstützung unserer Sponsoren. Ohne diesen Beistand hätten wir nicht starten, geschweige denn den Wagen kaufen und präparieren können. Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist der ausgeprägt Teamgeist und der unwahrscheinliche Zusammenhalt. Alle arbeiten freiwillig, ohne Bezahlung und geben dennoch ihr Bestes um anschließend einen Sieg feiern zu können. Eine tolle Saison liegt hinter uns, ich bin sicher, dass eine noch erfolgreichere vor uns liegt. Ich freue mich auf das Rennjahr 2011, auf die Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren und dem gesamten Team.“