Freitag, 25. September 2020
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Sportwagen Allgemein
08.11.2010

Tolles Finale eines fantastischen Rennjahres!

Wieder ein toller Erfolg für das Team Felbermayr-Proton: Beim 1000 Kilometer-Rennen in Zhuhai (China) erreichten Marc Lieb und Richard Lietz im Porsche 911 GT3 RSR den zweiten Platz. Platz vier ging an den zweiten Elfer mit Martin Ragginger, Christian Ried und Gianluca Roda. Damit sicherte man sich die Teamwertung im erstmals ausgetragenen Intercontinental Le Mans Cup.

Dabei hatte das Rennen auf dem 4,319 Kilometer langen Zhuhai International Circuit für Startfahrer Marc Lieb wenig verheißungsvoll begonnen: Bereits in der ersten Runde gab es einen Kontakt mit dem AF Corse Ferrari von Gianmaria Bruni. Dabei wurde links vorne das Reifenventil beschädigt und durch den resultierenden Boxenstopp fiel der Proton-Elfer bis auf den letzten Platz zurück. Mit einer sehenswerten Aufholjagd schafften Marc Lieb und Richard Lietz aber schnell wieder den Anschluss an die Spitze. Noch vor Halbzeit des Rennens lagen die Felbermayr-Proton-Piloten aber wieder auf dem dritten Platz. Kurz darauf gingen sie auch am vor ihnen fahrenden Ferrari vorbei.

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„Zum Sieg hat es leider nicht mehr gereicht, aber das ist trotzdem ein toller Tag für Porsche“, sagte Richard Lietz. „Natürlich war es schon etwas frustrierend, als Marc aus der ersten Runde mit einem abgerissenen Reifenventil zurück an die Box kam. Aber wir haben uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen und haben uns mit einer super Aufholjagd wieder nach vorne gearbeitet. Das hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem natürlich, weil unsere Aufholjagd auf dem Podium endete.“ Marc Lieb meinte: “Das war ein nahezu perfektes Jahr für unser Team. Heute waren wir sehr schnell unterwegs, nur in der Anfangsphase hatten wir leider etwas Pech.“

Der zweite 911 GT3 RSR des Teams belegte den vierten Platz - und das trotz des völlig missglückten unnötigen Überholmanövers eines Peugeot-Prototypen, der Martin Ragginger ins Kiesbett beförderte. Ragginger musste an die Box und verlor fast zehn Minuten. Bei Felbermayr-Proton herrschte trotzdem große Freude. „Das war ein fantastisches Jahr für unser Team. Erst der Sieg in Le Mans, dann der Gewinn der Le Mans Series und jetzt auch noch das beste Team im Intercontinental Le Mans Cup – viel mehr geht eigentlich nicht“, sagte Teamchef Christian Ried.

„Um so erfolgreich sein zu können, muss alles passen. Das war bei uns der Fall. Wir hatten keinen einzigen technischen Ausfall und fast immer die schnellsten Boxenstopps. Obwohl wir nie aus der Pole-Position starteten, haben wir drei Rennen gewonnen. Das geht nur mit einem guten Auto, starken Fahrern und einem tollen Team.“ Einer der ersten Gratulanten war Porsche-Motorsport-Chef Hartmut Kristen: „Ich freue mich ganz besonders, dass Felbermayr-Proton die Teamwertung gewonnen hat.“