Samstag, 19. September 2020
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Porsche Carrera Cup
14.05.2010

Junge Wilde freuen sich auf Premiere

Nach dem turbulenten Saisonstart mit drei jungen Fahrern auf dem Podium reist der Tross des Carrera Cup Deutschland zum ersten Auslandsrennen der Saison nach Valencia.

Der 4,005 Kilometer lange Circuit Ricardo Tormo, auf dem am 23. Mai der zweite Lauf des schnellsten deutschen Markenpokals ausgetragen wird, steht in dieser Saison erstmals im Kalender. Auftaktsieger Nicholas Tandy freut sich auf die Premiere. „Ich war noch nie in Valencia und bin unheimlich gespannt auf die Strecke“, sagt der 25-jährige Brite vom Team Konrad Motorsport. „Dass sie auch viele andere Fahrer noch nicht kennen, könnte für mich als Neuling ein Vorteil sein.“

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Auch der Tabellenzweite Niclas Kentenich (Farnbacher Racing – PZN) aus Neuss zählt mit seinen 21 Jahren zu den jungen Wilden des Markenpokals, der in dieser Saison mit dem neuen, 450 PS starken Porsche 911 GT3 Cup ausgetragen wird. Nur ein Jahr älter ist Martin Ragginger, der Dritte des Auftaktrennens. Der Österreicher vom Team Schnabl Engineering startet voller Zuversicht zum zweiten Lauf, denn er hat in Valencia bereits ein Rennen bestritten. „Die Strecke ist flüssig und sehr anspruchsvoll“, sagt er. „Sie hat einige schnelle Ecken und richtige Mutkurven, zum Beispiel die nach Start und Ziel.“ Der ehemalige Porsche-Junior erwartet ein hart umkämpftes Rennen: „Es wird ganz schön zur Sache gehen. Die Autos liegen dicht beieinander und die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten.“

Die will auch der zweimalige Carrera-Cup-Sieger Uwe Alzen (Betzdorf) vom Team Herberth Motorsport PZ Olympiapark nutzen. Nach seinem vierten Platz beim Saisonstart hofft der Porsche-Markenpokal-Routinier diesmal auf einen Podiumsplatz. Als Neunter war Harald Schlegelmilch (Konrad Motorsport) in Hockenheim der bestplatzierte der drei hoffnungsvollen Nachwuchsfahrer, die im Carrera Cup Deutschland als „Porsche Motorsport Talent“ gefördert werden. Der 22-jährige Lette setzte sich beim ersten Schlagabtausch gegen den 18-jährigen Starnberger Ferdinand Stuck (Farnbacher Racing – PZN), Sohn der Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck, und den 23-jährigen Bochumer Tim Sandtler (MRS Team PZ Aschaffenburg) durch. Ferdinand Stuck kennt Valencia von einem eintägigen Test. Sein Urteil: „Ziemlich schnell, total cool. Ich bin gut zurechtgekommen.“

Der TV-Sender Motorvision überträgt das Rennen in Valencia am 23. Mai live ab 10.15 Uhr (Wiederholung um 20.30 Uhr). Eine Zusammenfassung zeigt Sport1 am 26. Mai um 22.15 Uhr. Weitere Magazinberichte senden n-tv (25. Mai um 16.05 und 0.40 Uhr) sowie DMAX (30. Mai um 11.30 Uhr).

Fahrerwertung nach 1 von 9 Läufen
1. Nicholas Tandy (GB), 20 Punkte
2. Niclas Kentenich (D), 18
3. Martin Ragginger (A), 16
4. Uwe Alzen (D), 14
5. Robert Renauer (D), 12

Teamwertung nach 1 von 9 Läufen
1. Konrad Motorsport, 27 Punkte
2. Herberth Motorsport PZ Olympiapark, 26
3. Schnabl Engineering, 20