Donnerstag, 28. Januar 2021
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Formel 1
18.11.2010

Bridgestone verabschiedet sich mit einem spannenden Finale

Das letzte Rennen für Bridgestone in der Formel 1 war so spannend wie selten zu vor: Sowohl Fernando Alonso, als auch Mark Webber, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel gingen mit Chancen auf den Titel in das Finale.

Als jüngster Formel 1-Fahrer aller Zeiten erkämpfte sich der Hesse Sebastian Vettel schließlich in Abu Dhabi den ersten Weltmeistertitel seiner Karriere – mit nur vier Punkten Vorsprung vor Alonso. Jenson Button, der Champion von 2009, erreichte nur den dritten Platz. Für das Red-Bull-Team war die Saison 2010 ein erfolgreiches Jahr: schon beim Grand Prix in Brasilien konnten sie sich den Weltmeistertitel in der Konstrukteurswertung der Formel 1 sichern.

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Die 61. FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft war für Bridgestone die vorläufig letzte Rennsaison. Das Unternehmen kann auf eine lange Erfolgsgeschichte in der Königsklasse des Motorsports zurückblicken: seit dem Einstieg in die Formel 1 vor 14 Jahren wurden auf Bridgestone Reifen 175 Siege, 242 Grand Prix und 22 WM-Titel (11 Fahrer- und Konstrukteurstitel) erzielt.

Den ersten Schritt in die Welt des Motorsports machte Bridgestone bereits 1976 beim Nihon Grand Prix in Japan. Sein offizielles Formel 1-Debüt feierte das Unternehmen 1997 beim Großen Preis von Australien. Michael Schuhmacher fuhr die meisten Siege und Pole Positions auf Bridgestone Reifen ein und stellte mit sieben WM-Fahrertiteln, davon fünf in Folge mit Bridgestone und Scuderia Ferrari, einen bis heute ungeschlagenen Rekord in der Formel 1 auf.

Seit 2007 war Bridgestone alleiniger Reifenlieferant für alle elf Teams der Formel 1. In 14 Jahren hat das Unternehmen 700.000 Formel 1-Reifen produziert – pro Saison 40.000-60.000 Stück. Allein zum Finale in Abu Dhabi wurden 2.000 Potenza Reifen mit Trockenspezifikationen „Medium" und „Super Soft" sowie Intermediates/Regenreifen an die Rennstrecke geliefert.

Bridgestone Deutschland ist exklusiver Reifenpartner des ADAC Fahrsicherheits-Zentrums Hessen-Thüringen. Die in Japan produzierten Reifen wurden zum Headquarter von Bridgestone Motorsport nach England und von dort aus mit einer Flotte von zwölf 32-Tonner-LKW zu den weltweiten Grand Prix-Strecken gebracht. Bei jedem Rennwochenende waren rund 60 Mitarbeiter von Bridgestone Motorsport im Einsatz, die dafür sorgten, dass alle Formel 1- Teams mit Reifen der richtigen Spezifikationen versorgt wurden.

Nach 14 Jahren Engagement steigt Bridgestone als Reifenlieferant aus der Formel 1 aus, um die eigenen Ressourcen stärker auf die Entwicklung innovativer Technologien und strategischer Produkte auszurichten. Dabei stehen die Themen Sicherheit und Umweltfreundlichkeit im Vordergrund. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen direkt von seiner Beteiligung an der „Königsklasse" des Motorsports profitiert. Die Erfahrungen, die Bridgestone in der Formel 1 gesammelt hat, konnten in Innovationen bei Design und Herstellung von Reifen umgesetzt werden. Ferner hat das Engagement in der Formel 1 zu einer höheren Bekanntheit und zu einer deutlichen Steigerung der Wahrnehmung von Bridgestone als weltweit führendes Unternehmen der Reifenindustrie geführt. Nach Erreichen dieser Ziele will Bridgestone nun seine Technologie und die Entwicklung der Marke auf das nächste Level heben.