Donnerstag, 24. September 2020
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CIK/FIA
04.10.2010

Jake Dennis und Niklas Tiihonen gewinnen Titel

Der Brite Jake Dennis hatte beim Finale der CIK-FIA U18 Weltmeisterschaft im französischen Val d’Argenton das beste Händchen und fuhr trotz der schlechtesten Punktausbeute in dieser Saison den Titel ein. In der Academy Trophy drehte Niklas Tiihonen den Spieß um und siegte mit einem hauchdünnen Vorsprung. Bester Deutscher war Hubertus-Carlos Vier.

Als Zweiter ging Jake Dennis (Top Kart) am Sonntagmorgen in die Finalrennen und hatte damit eine bessere Ausgangsposition als sein direkter Meisterschaftskontrahent Teemu Suninen (Maranello) aus Finnland. Doch die Entscheidung fiel schon in der ersten Kurve. Suninen wurde in eine Kollision verwickelt und musste seine Titelträume im Aus begraben.

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„Ich habe gesehen, dass Teemu im Aus stand.“, erklärt Jake Dennis in der Pressekonferenz am Abend. „Von diesem Moment an habe ich versucht nicht zu viel zu riskieren. Ich hatte heute nicht genug Speed um zu gewinnen und wusste, dass mir ein Platz in den Top Ten ausreichen würde. Ich würdige diesen Titel Racing Steps Foundation, ohne deren Unterstützung ich nicht hier wäre. Des Weiteren gilt Terry Fullerton ein großer Dank für seine Hilfe. Ich bin einfach überglücklich erster U18 Weltmeister zu sein.“ Mit dem Gewinn der Meisterschaft, ist Top Kart auch Markenweltmeister. Für seinen Erfolg geehrt, wird Dennis im Rahmen der FIA Annual Gala. Dort wird er dann auf gleicher Bühne mit den Meistern aus der Formel 1, WRC, WTCC und GT WM stehen.

Neben dem Titelgewinn von Dennis, gab es noch einen weiteren historischen Erfolg. Erstmalig siegte ein Pilot aus Thailand in einer Kart Weltmeisterschaft. Tanart Sathienthirakul (Intrepid) war nach Pech in Spanien, in Frankreich der schnellste Mann im Feld. Aus der Pole-Position ins Finale gestartet ließ er sich die Führung nicht mehr nehmen und siegte vor Matias Köykkä (Maranello), der sich den Vizetitel sicherte. Dritter wurde Stefan Riener (Intrepid), aus der 20. Position gestartet, kämpfte sich der Österreicher mit einer beachtlichen Vorstellung durch das internationale Feld. Pechvogel des Wochenendes war Teemu Suninen. Nach seinem Ausfall im Finale rutschte er im Championat noch bis auf Position vier ab.

Bester Deutscher wurde Hubertus-Carlos Vier (Mach1) auf Platz 23 im 49 Mann starken Feld.

Academy Trophy : Tiihonen siegt zum richtigen Zeitpunkt
Der Franzose Anthoine Hubert führte die Academy Trophy vor dem Finale in Frankreich an und wollte vor heimischem Publikum den Titel einfahren. Am Ende kam es für ihn aber anders. Der Finne Niklas Tiihonen dominierte das Feld in den Heats und ging aus der Pole-Position in das erste Finale. In diesem musste er jedoch die Führung an den Argentinier Federico Paoloni abgehen. Der Südamerikaner erhielt im Nachhinein aber eine Zeitstrafe und wurde nur als Neunter gewertet. Damit stand wieder Tiihonen vor Hubert als Sieger fest. Hubert wusste, dass auch im Finale ein direkter Platz hinter Tiihonen zum Titelgewinn ausreichen würde.

Vom Start weg bestimmte Tiihonen das Tempo an der Spitze und machte den Doppelsieg perfekt. Weniger gut verlief das Rennen für Hubert, lange Zeit auf Position zwei musste er sechs Runden vor Schluss den Norweger Oystein Helgheim und den Griechen Filipos Kalesis passieren lassen. Anthonie Hubert sah das Ziel als Vierter und büßte den Titel auf der Zielgeraden ein.

„Ich bin unglaublich glücklich!“, strahlt Tiihonen im Ziel. „Es ist eine Ehre in dieser Serie zu gewinnen. Alle Piloten sind mit dem gleichen Material gefahren, dadurch rückt die Leistung eines einzelnen noch mehr in den Vordergrund.“, der Finne weiter.

Weniger Glück hatte der Deutsche Michael Waldherr. Nach einem technischen Problem in Spanien, verpasste er auch in Frankreich auf Position 21 und 26 die Punkteränge. In der Meisterschaftswertung belegte er letztlich Platz 17.