Mittwoch, 20. November 2019
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Automobilsport
29.12.2010

Martin Ragginger blickt auf seine längste Saison zurück

Drei verschiedene Rennserien, drei 24-Stunden-Klassiker und drei Gastrennen. Noch nie zuvor hat Martin Ragginger so viele Rennen in einer Saison bestritten, wie im Jahr 2010 – insgesamt waren es 25.

Neben der Le Mans Series, dem Porsche Carrera Cup und der VLN Langstreckenmeisterschaft war der 22-jährige Österreicher noch bei den drei 24h-Klassikern Daytona, Nürburgring und Spa dabei und bei je einem Gastrennen vom Porsche Supercup, der FIA GT3 und der American Le Mans Series am Start. Für seine Leistungen wurde Ragginger sogar am Saisonende von der FIA mit dem Titel „Talent of the Year“ in der Central European Zone geehrt.
„Die Saison war wirklich sehr lang und teilweise auch sehr hart. Ich habe mich dabei aber nie übernommen. Ich hatte genügend Regenerationszeit und bin auch jedes Rennen mit höchster Konzentration angegangen. Ich möchte mich natürlich bei meinen Teams und bei meinen Kollegen bedanken, die mir dies alles ermöglicht haben und auch immer an mich geglaubt haben. Ohne sie wäre das nie möglich gewesen“, sagt Martin Ragginger.

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An einem Rennwochenende flog er sogar zwischen Budapest/Ungarn (Le Mans Series) und Zandvoort/Niederlande (PorscheCarrera Cup) hin und her, um bei beiden Rennen dabei sein zu können. „Das warwirklich etwas Außergewöhnliches. Ich habe die Transferzeiten immer wieder zum Schlafen genutzt und war bei meinen Einsätzen dann wieder top fit.“
 
An einem Rennwochenende flog er sogar zwischen Budapest/Ungarn (Le Mans Series) und Zandvoort/Niederlande (PorscheCarrera Cup) hin und her, um bei beiden Rennen dabei sein zu können. „Das warwirklich etwas Außergewöhnliches. Ich habe die Transferzeiten immer wieder zum Schlafen genutzt und war bei meinen Einsätzen dann wieder top fit.“

Die Rennsaison begann für Ragginger mit dem 24h-Klassiker Daytona, bei dem er nach einem Getriebeschaden am Porsche 911 GT3 Cup vom Team Alex Job Racing den 12. Platz belegte. Im freien Training fuhr der Österreicher zuvor noch die Bestzeit und auch im Rennen führte er zusammen mit Teamkollege Dominik Farnbacher das Feld an, bis das Duo 40 Runden lang aufgrund der Reparatur zuschauen musste.

Auch beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring hatte Ragginger großes Pech. Im Porsche 911 GT3 R Hybrid von Manthey Racing lag er bis zwei Stunden vor Rennende in Führung, ehe ein Motorschaden die große Überraschung verhinderte. Ganz anders erging es dem Walser beim 24-Stunden-Rennen in Spa. Durch den Gesamtsieg in den belgischen Ardennen im Porsche 911 GT3 RSR vom Team BMS Scuderia Italia zusammen mit den Porsche-Werksfahrern Jörg Bergmeister, Romain Dumas und Wolf Henzler gewann das Quartett auch den Titel im FIA GT2 European Cup.

In der Le Mans Series feierte Ragginger ebenfalls große Erfolge. Mit seinem Team Felbermayr-Proton und seinem Stammkollegen Christian Ried belegte er im Porsche 911 GT3 RSR den dritten Platz in der Gesamtwertung. Beim anschließenden erstmals ausgetragenen Intercontinental Le Mans Cup in Zhuhai/China wurde das Duo Vierter. 

Im Porsche Carrera Cup lief es für Ragginger eher durchwachsen. Mit drei Podiumsplätzen nach vier Rennen erwischte er zwar einen guten Start, danach kam aber eine Durststrecke, weil er aufgrund der Le Mans Series zunächst abwesend war und anschließend unter anderem von technischen Defekten zurückgeworfen wurde. Beim Finalrennen auf dem Hockenheimring zeigte Ragginger dann nochmals seine Stärke und belegte den vierten Platz – in der Meisterschaft wurde er Fünfter.