Mittwoch, 28. Oktober 2020
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ATS Formel 3 Cup
26.10.2010

Wertvolle Ausbildung im ATS Formel-3-Cup

Die Aufstiegschancen für erfolgreiche Piloten aus dem ATS Formel-3-Cup werden von Jahr zu Jahr besser. Nach der überaus erfolgreichen Saison 2010 haben zahlreiche Fahrer der schnellsten deutschen Formel-Rennserie vielversprechende Testangebote erhalten. Wie beispielsweise der Sieger des Finales, Willi Steindl.

In der Motorsportarena Oschersleben hatte Willi Steindl sein erstes Formel-3-Rennen gewonnen und anschließend sofort die Einladung zu den offiziellen Wintertests der GP3 im Team RSM Mücke Motorsport erhalten. „Es war tatsächlich so, dass Peter Mücke in Oschersleben auf mich aufmerksam wurde und sofort die Einladung zum Testen kam. Offensichtlich beobachten die externen Teamchef die Akteure im ATS Formel-3-Cup ganz genau“, berichtet der Österreicher.

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Im portugiesischen Estoril und anschließend in Jerez in Spanien saß Willi Steindl erstmals im GP3-Auto. „Es war schon erstaunlich, wie schnell Willi mit dem GP3-Renner zurechtkam. Er war bei allen Testsitzungen vorn dabei“, urteilte Peter Mücke. Der Berliner führt seinen Rennstall in der GP3 gemeinsam mit dem ehemaligen Formel-1- und jetzigen DTM-Piloten Ralf Schumacher.

„Schon auf den ersten Metern haben ich mich im Auto wohlgefühlt“, bestätigte Willi Steindl. „Lediglich der Umgang mit der Handkupplung ist gewöhnungsbedürftig, dafür kann man das Auto aber sehr gefühlvoll bewegen, es hat ein sehr ruhiges Fahrverhalten.“ Insgesamt waren 30 Fahrzeuge bei den Wintertest unterwegs, die mit namhaften Fahrern aus aller Welt besetzt waren. So befand sich das komplette Feld, anhand der einzelnen Rundenzeiten gemessen, meist innerhalt einer einzigen Sekunde. „Es zählt hier jedes Tausendstel, das du aus dem Auto herausquetscht“, stellte Steindl schnell fest.

Am Ende der mehrtägigen offiziellen Tests in Estoril und Jerez konnte der 18-Jährige aus Kirchberg bei Kitzbühl stolz darauf verweisen, dass er keine einzige Testsession schlechter als Platz 15 abgeschlossen hatte - meist bewegte er sich zwischen Platz fünf und Platz acht.

„Meine Erfahrung, die ich im ATS Formel-3-Cup gesammelte habe und vor allem die Ausbildung im Team Van Amersfoort Racing hat mir sehr genutzt. Ich war in der GP3 gleich auf einem guten Level. Dies zeigt auch das hohe Niveau im ATS Formel-3-Cup. Wer in dieser Serie schnell ist, kann überall bestehen und vorne mitreden“, so Willi Steindl.