X30 Euro Series
30.06.2026
Emilio Bernd überzeugt bei IAME Euro Series in Wackersdorf
Bereits in den freien Trainings setzte Emilio ein deutliches Ausrufezeichen. Über sämtliche Sessions hinweg gehörte er regelmäßig zu den schnellsten Fahrern und etablierte sich konstant in den Top-Ten. Diese starke Form bestätigte er im Zeittraining am Freitag eindrucksvoll. Mit Rang neun sicherte er sich eine hervorragende Ausgangsposition für die anstehenden Vorläufe.
Noch besser lief es in den Heats. Im ersten Vorlauf kämpfte sich Emilio in einem spannenden Rennen bis auf den vierten Platz nach vorne und unterstrich damit seine Ambitionen. Mit zusätzlichem Selbstvertrauen ging er in den zweiten Heat und konnte sich sogar nochmals steigern. Mit Platz drei feierte er sein bislang bestes Ergebnis des Wochenendes.
Der dritte Vorlauf verlief dagegen deutlich turbulenter. Zahlreiche Zweikämpfe und Rangeleien prägten das Rennen. Trotz einer erneut kämpferisch starken Leistung überquerte Emilio die Ziellinie zunächst auf Rang fünf. Eine nachträgliche Fünf-Sekunden-Zeitstrafe warf ihn jedoch auf Platz 13 zurück. Dennoch reichte die konstante Leistung aus allen Vorläufen für einen starken siebten Gesamtrang nach Abschluss der Heats – eine weitere Verbesserung gegenüber dem Zeittraining.
Am Samstag stand der Superheat auf dem Programm. Auch hier zeigte Emilio eine überzeugende Vorstellung und belegte den achten Platz. Mit etwas mehr Rennglück wäre sogar noch ein besseres Ergebnis möglich gewesen.
Entsprechend motiviert ging der junge Pilot das Finale an. Das Ziel war klar: ein Platz unter den besten Fünf. In der extrem ausgeglichenen X30-Senior-Klasse entscheiden jedoch oft kleinste Details über Sieg oder Niederlage. Mehrere intensive Zweikämpfe kosteten Emilio wichtige Positionen, sodass er das Rennen schließlich auf Rang 16 beendete.
Das Endergebnis spiegelt jedoch keineswegs die tatsächliche Leistungsfähigkeit des jungen Fahrers wider. Ein Blick auf die gefahrenen Rundenzeiten zeigt, dass Emilio über weite Strecken schneller unterwegs war als das Spitzenfeld und das Tempo für ein Top-Ergebnis zweifellos vorhanden war.
Trotz des unglücklichen Finalausgangs zieht Emilio Bernd gemeinsam mit seinem Betreuer Estephan Metin ein positives Fazit. Die gezeigte Geschwindigkeit über das gesamte Wochenende bestätigt, dass die Richtung stimmt und das Potenzial für Spitzenresultate auf internationaler Bühne vorhanden ist.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits in den kommenden Wochen richtet Emilio den Fokus auf die letzten Rennen der Saison. Dort möchte der 14-Jährige seine starken Leistungen bestätigen und die Meisterschaften, in denen er aktuell die Gesamtwertung anführt, erfolgreich nach Hause bringen.





