Rallye WM
22.04.2026
Toyota reist als Führender zur Rally Islas Canarias
Juha Kankkunen (Stellvertretender Teamchef): „Die Rally Islas Canarias ist eine sehr schöne Veranstaltung. Ich bin diese Rallye selbst schon viele Male gefahren, und die Straßen machen wirklich großen Spaß. Die Leidenschaft für den Rallyesport ist enorm, wie wir alle erlebt haben, als die WRC im vergangenen Jahr erstmals hier zu Gast war, und wir freuen uns sehr auf die Rückkehr zur 50. Ausgabe. Im letzten Jahr hatten wir eine sehr starke Leistung und belegten die Plätze eins bis vier. Ich bin mir sicher, dass es dieses Mal zwischen den verschiedenen Fahrzeugen enger zugehen wird – ähnlich wie zuletzt in Kroatien –, dennoch bin ich ziemlich zuversichtlich. Sowohl Taka als auch Sami fahren derzeit sehr stark und mit viel Selbstvertrauen, und diese Rallye könnte ihnen gut liegen. Elfyn und Oliver haben am Sonntag in Kroatien ebenfalls ihre Geschwindigkeit gezeigt, was für die Kanaren vielversprechend ist. Außerdem haben wir mit Sébastien Ogier wieder einen ganz besonderen Fahrer im Team, daher denke ich, dass wir gute Chancen haben.“
Die Fahrer des GR YARIS Rally1 belegen aktuell die ersten vier Plätze der Gesamtwertung. Elfyn Evans liegt sieben Punkte hinter Katsuta auf Rang zwei, während Oliver Solberg mit weiteren sechs Punkten Rückstand Dritter ist. Sami Pajari aus dem Team TGR‑WRT2 folgt auf Platz vier, 29 Punkte hinter der Spitze, nachdem er bei den vergangenen drei Läufen jeweils auf dem Podium stand. Komplettiert wird das Teamaufgebot durch den amtierenden Weltmeister Sébastien Ogier, der nach zwei Starts in dieser Saison derzeit Sechster der Gesamtwertung ist und bei der Rally Islas Canarias wieder ins Geschehen eingreift.
Im WRC2 startet Yuki Yamamoto aus dem TGR WRC Challenge Program seine Punktejagd, nachdem er bei seinem Comeback in Kroatien einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen hat. Er ist einer von insgesamt acht Fahrern, die mit dem GR Yaris Rally2 in dieser Klasse antreten. Zum Aufgebot zählen außerdem der spanische Hoffnungsträger Alejandro Cachón, das paraguayische Duo Diego Domínguez / Andrea Lafarja, der Kanarische Meister Enrique Cruz, Philip Allen aus Nordirland, der Österreicher Johannes Keferböck sowie der französische WRC2‑Debütant Adrien Mosca.
Obwohl die Rally Islas Canarias erst 2025 ihr Debüt im WRC‑Kalender feierte und damit einen spanischen Lauf in die Weltmeisterschaft zurückbrachte, handelt es sich in diesem Jahr bereits um die 50. Ausgabe der Traditionsveranstaltung.
Im Gegensatz zum häufig verschmutzten, beschädigten und rutschigen Asphalt der Kroatien‑Rallye bieten die kurvenreichen Straßen durch das bergige Gelände Gran Canarias in der Regel sehr hohen Grip. Der Asphalt, der teilweise aus vulkanischem Gestein besteht, erinnert in seinem Charakter an permanente Rennstrecken. Dennoch ist der Spielraum für Fehler gering: Viele Wertungsprüfungen sind auf der einen Seite von Leitplanken und auf der anderen von Felswänden gesäumt. Der abrasive Belag erhöht zudem den Reifenverschleiß.
Auch wenn die Insel vor der nordwestafrikanischen Küste als sonniges Urlaubsziel bekannt ist, können wechselhafte Wetterbedingungen vom Atlantik her jederzeit Einfluss nehmen.
Das Rallyezentrum befindet sich erneut in der Inselhauptstadt Las Palmas, mit dem Servicepark im Gran Canaria Stadium. Dort wird am Donnerstagabend auch eine Super Special Stage ausgetragen, die den Auftakt der Veranstaltung bildet. Die gleiche Prüfung beschließt nach zwei Schleifen mit jeweils drei Bergwertungsprüfungen den Freitag. Am Samstag, dem längsten Tag der Rallye, stehen zwei Durchgänge einer weiteren Drei‑Prüfungs‑Schleife auf dem Programm. Den Abschluss am Sonntag bilden zwei wiederholte Wertungsprüfungen.





