Trotz konkurrenzfähiger Pace verhinderten technische Probleme, eine Startplatzstrafe und ein ungewöhnlicher Zwischenfall im zweiten Rennen das erhoffte Spitzenresultat.
Gute Geschwindigkeit trotz schwierigem Auftakt
Bereits beim offiziellen Test am Mittwoch verlor das Team aufgrund eines technischen Defekts wertvolle Fahrzeit. Dennoch gehörte Markus Pommer von Beginn an zu den schnellsten Fahrern im Feld. Auch in den beiden freien Trainings zeigte sich der Heilbronner mit dem Duqueine D09 zufrieden.„Wir konnten am Mittwoch leider nicht das komplette Programm absolvieren und wurden dadurch etwas zurückgeworfen. Trotzdem war unsere Pace von Beginn an sehr gut. Auch in den freien Trainings war ich mit dem Auto zufrieden und wir konnten unser Programm weitgehend wie geplant abarbeiten“, erklärt Pommer.
Aufholjagd im ersten Rennen
Das Qualifying für das erste Rennen bestritt Pommers Teamkollege Mads Kjelde Larsen. Aufgrund einer noch vom Nürburgring stammenden Startplatzstrafe musste der Däne das Rennen aus dem hinteren Teil des Feldes aufnehmen.Nach dem Fahrerwechsel begann Pommer eine starke Aufholjagd und schloss mit schnellen Rundenzeiten zu den vorausfahrenden Fahrzeugen auf. Der zuvor entstandene Rückstand war jedoch zu groß, um noch entscheidend in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen zu können.
Zusätzlich erschwerten unterschiedliche Mindeststandzeiten bei den Pflichtboxenstopps die Aufholjagd. Einige Konkurrenten mussten bis zu 15 Sekunden kürzer an der Box stehen.
„Meine Pace im ersten Rennen war sehr gut und ich konnte deutlich auf die Fahrer vor mir aufholen. Der Abstand war aber einfach zu groß. Wenn andere Fahrzeuge zusätzlich wesentlich kürzere Standzeiten haben, lässt sich das auf der Strecke kaum noch kompensieren.“ Am Ende beendeten Pommer und Larsen den ersten Lauf auf dem siebten Platz.
Defekt verhindert Angriff auf die Pole-Position
Durch die starke Rennpace motiviert, ging Pommer in das zweite Qualifying. Nach seiner deutlichen Pole-Position beim vorherigen Rennwochenende auf dem Nürburgring war auch in Monza die erste Startreihe das erklärte Ziel.Bereits in seiner ersten schnellen Runde lag er auf dem zweiten Platz. Als leichter Regen einsetzte und er zum nächsten Angriff ansetzte, trat jedoch ein Defekt an der vorderen Karosserie auf.
„Nach meiner ersten Pushrunde lag ich bereits auf Platz zwei. Dann ist vorne am Fahrzeug etwas gebrochen. Wir haben später festgestellt, dass die Fahrzeugnase locker war. Dadurch hat das ganze Auto extrem vibriert. Ich musste sofort an die Box fahren und konnte das Qualifying nicht fortsetzen.“
Da Pommer nur eine schnelle Runde absolvieren konnte, musste er das zweite Rennen vom letzten Startplatz aufnehmen.
Öl auf der Windschutzscheibe beendet die Aufholjagd
Pommer erwischte einen guten Start und bereitete die nächste Aufholjagd vor. Wenige Minuten vor Öffnung des Boxenstoppfensters verlor das unmittelbar vorausfahrende Fahrzeug jedoch große Mengen Öl.Innerhalb kürzester Zeit war die Windschutzscheibe des Duqueine so stark verschmutzt, dass Pommer praktisch keine Sicht mehr hatte. Er musste das Tempo deutlich reduzieren und früher als geplant zum Fahrerwechsel an die Box kommen.
„Ich habe überhaupt nichts mehr gesehen. In dieser Situation geht die Sicherheit vor. Eigentlich war geplant, dass ich möglichst lange draußen bleibe, aber der frühe Boxenstopp war alternativlos.“
Diese Situation war auch für den erfahrenen Piloten völlig neu: „Ich bin inzwischen deutlich mehr als 300 Rennen gefahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Noch nie musste ich wegen fehlender Sicht früher an die Box kommen.“ Am Ende belegten Pommer und Larsen im zweiten Rennen den neunten Platz.
Voller Angriff beim Saisonfinale
Besonders enttäuschend verlief der Sonntag, da Pommer und das Team gerade im zweiten Rennen mit einem Angriff auf die Spitzenpositionen gerechnet hatten.„Die Geschwindigkeit für ein Topresultat war vorhanden. Leider kamen mehrere Dinge zusammen, die normalerweise nicht passieren. Das waren auch Defekte, für die das Team nichts konnte. Manchmal hat man einfach ein Wochenende, an dem alles gegen einen läuft.“
Trotz der Enttäuschung richtet Pommer den Blick bereits auf das noch ausstehende Saisonfinale.
„Wir können es nicht mehr ändern. Jetzt bleibt uns noch ein Rennwochenende, und dort werden wir noch einmal voll angreifen.“





