Eine völlig neue nationale Kartserie auf die Beine zu stellen ist eine große Aufgabe, wie konnte das innerhalb von weniger als einem Jahr geschehen?
„Jeder Anfang ist schwierig, das war uns bereits vom ersten Tag an klar. Trotzdem wussten wir, dass sich nach einem erneuten Richtungswechsel des ADAC etwas verändern muss. Dass der Zeitraum dafür kurz war, ist nicht optimal, das ändert aber nichts an der hohen Qualität der Organisation, die mit viel Mühe und Fleiß auf die Beine gestellt wurde. Zudem profitieren wir davon, dass die IAME Series Germany nicht völlig neu ist. Bereits zu Anfang der 2010er Jahre gab es die ersten X30-Rennen in Deutschland, woraufhin sich die IAME Series Germany entwickelte, die bis zum heutigen Tag einen jahrelangen Erfahrungsschatz vorweisen kann und zudem von professionellen Partnern unterstützt wird. Die Teilnehmer waren mit der bisherigen Plattform unzufrieden, schnelles Handeln war angebracht, das haben wir getan und können ein fertiges Konzept präsentieren.”Der Start geht schleppend voran, was wird dagegen getan?
„Eine der größten Herausforderungen ist es, eine neue Serie zu etablieren. Die zögerliche Entwicklung überrascht nicht, die Erwartungen lagen aber durchaus höher. Viele Teilnehmer haben Angst davor, sich in einer Serie einzuschreiben, die trotz ihrer Attraktivität eventuell nicht stattfindet. Für uns ist aber ganz klar, dass die IAME Series Germany und Shifter Series Germany 2026 stattfinden werden, wir führen die Serie durch. Auch wenn die Teilnehmerfelder noch nicht so weit gefüllt sind, wie vorgestellt sind, können wir den Teilnehmern die Angst davor nehmen, sich vergeblich einzuschreiben. In bereits knapp zwei Wochen wird es los gehen, alle Vorkehrungen sind getroffen und wir freuen uns auf den Auftakt.”Gehört die Shifter Series Germany zum IAME-Markenpokal?
„Das ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Die Shifter Series und die IAME Series Germany fahren zwar am selben Wochenende, sind aber unabhängig voneinander. Alle Motorenhersteller wie TM, LKE, Vortex, IAME und weitere sind in der Shifter Series Germany herzlich willkommen. Das hat sich angeboten, da neben den X30-Klassen die KZ2 und KZ2 Masters die größten Starterfelder aufweisen und auch die Teams in allen Kategorien an den Start gehen möchten. Daneben versuchen wir auch die IAME Mini Swift einzuführen. Der Start ist schwierig, denn schnell werden die Teilnehmer von den etwas langsameren Rundenzeiten im Vergleich zu den Mini 60-Motoren abgeschreckt. Dabei werden die Vorteile leider völlig übersehen: Der Motor ist eindeutig einfacher zu handhaben und kostengünstiger, was insbesondere beim Einstieg in den Kartsport ein großer Pluspunkt sein sollte. Zunächst müssen die Kinder das Kartfahren lernen, erst danach macht es Sinn, auf schnellere und teurere Klassen umzusteigen.”Warum sollte man sich für die IAME Series Germany entscheiden?
„Wir konkurrieren seit diesem Jahr mit den OKN-Motoren. Im Grundsatz sind diese auch eine tolle Idee, leider ist das Fahrerfeld aber so eng zusammengerückt, dass Kleinigkeiten viel entscheidender geworden sind. Diese Kleinigkeiten sind in den Klassen der OKN Junioren und Senioren das sehr kostenaufwändige Tunen der Motoren, das gerade im IAME-Markenpokal wegen des Einheitsmaterials verhindert werden soll. Das Problem ist aus den vergangenen Jahren sehr gut bekannt. Die ehemals ausgetragenen Klassen der KF und OK, die beide in Deutschland aufgrund des Teilnehmermangels ausgestorben sind, scheiterten an den Kostenexplosionen. Wer konkurrenzfähig in den offenen Klassen sein wollte, musste immer weitere Tuningstufen mitgehen, andauernd neues Material kaufen und erstickte schnell an den Kosten. Das resultierte darin, dass entweder auf die Kosten geachtet wurde, man aber nicht konkurrenzfähig war oder nach wenigen Saisons mit dem Kartsport aufhören musste, da es zu teuer wurde. Ganz zu schweigen davon, dass die absoluten Top-Motoren nur wenigen vorbehalten wurden. Die IAME-Mono-Brand-Serie stellt das Gegenteil dazu dar und kann unter anderem darauf ihren Erfolg stützen. Die X30-Klassen bestanden immer weiter während die Konkurrenzprodukte kamen und gingen.”Was hebt die Shifter Series Germany von vergleichbaren Serien ab?
„Wir haben auf das Feedback der Fahrer gehört und uns dementsprechend aufgestellt. Ein toller Kalender, ein gut durchdachter Zeitplan und eine einfachere Handhabung – alles das, was meiner Meinung nach in die falsche Richtung lief, wurde betrachtet und verbessert. Darauf sind wir sehr stolz und hoffen, dass wir die Teilnehmer überzeugen können. Insbesondere die KZ2 Masters hatten mit einigen Problemen zu kämpfen und ihre Bedürfnisse wurden nicht richtig eingeschätzt, dieses Problem sind wir angegangen. Jetzt müssen wir die Masters Piloten nur davon überzeugen, sie werden schnell die Professionalität und Fortschritte erkennen, wenn sie sich auf eine Teilnahme einlassen.”Weiter Informationen gibt es im Web auf www.iameseriesgermany.de.




