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Formel 4
15.04.2026

mathilda racing überzeugt beim Auftakt der Formel 4 CEZ

Mathilda Racing ist mit einer geschlossenen und starken Teamleistung in die zentraleuropäische Formel-4-Meisterschaft (F4 CEZ) gestartet und konnte beim Auftakt auf dem Red Bull Ring in Österreich gleich mehrere Platzierungen in den Top 10 verbuchen. Besonders überzeugte Mathilda Paatz: Die Nachwuchspilotin war nicht nur beste der sechs Fahrerinnen im Feld, sondern fuhr am Sonntag in beiden Rennen auf die Plätze sieben und neun. Teamkollegin Jade Jacquet zeigte bereits am Samstag ihr großes Potenzial und sicherte sich mit Rang fünf in ihrer Qualifying-Gruppe eine starke Ausgangsposition, wurde in den Rennen jedoch vom Pech ausgebremst.

Der deutsche Rennstall aus Köln ging beim Saisonauftakt der Formel 4 CEZ in der Steiermark mit den beiden vielversprechenden Nachwuchspilotinnen an den Start: Mathilda Paatz, Tochter von Teamchef Michael Paatz und Namensgeberin des Teams, ist Teil der Aston Martin Aramco Formula One Team Driver Academy und tritt 2026 für das Formel-1-Team auch in der F1 Academy an. Teamkollegin Jade Jacquet, die beim Auftakt der Formel 4 CEZ den zweiten Formel-4-Boliden im markanten VAICO-Design pilotierte, gehört zur Williams F1 Team Driver Academy und startet ebenfalls in der F1 Academy.

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Paatz und Jacquet waren beim Auftakt der F4 CEZ allerdings nur zwei von insgesamt sechs Fahrerinnen im Starterfeld der 42 Talente: Ella Häkkinen, Tochter des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Mika Häkkinen, ist bereits im Nachwuchsprogramm von McLaren, während Alexia Danielsson von more.thanequal gefördert wird. Beide Fahrerinnen sollen mit der Formel 4 CEZ auf die F1 Academy vorbereitet werden. Michalina Sabaj und Ginevra Panzeri rundeten die Liste der schnellen Damen ab.

Der Samstag verlief für mathilda racing aber mit gemischten Gefühlen: Während Jacquet ein starkes Qualifying absolvierte und sich in ihrer Gruppe auf dem fünften Platz qualifizierte, haderte Paatz noch mit der Feinabstimmung ihres Boliden, sodass schlussendlich nur der zehnte Platz in der Gruppe zu Buche stand, was einen Startplatz außerhalb der Top 10 bedeutete. Die 17-jährige Kölnerin musste in den drei Rennen deshalb Schadensbegrenzung betreiben und sich durch das Feld nach vorne kämpfen. Während im ersten Rennen am Samstag noch nicht ganz das perfekte Setup gefunden war und deshalb nur der zwölfte Platz heraussprang, lief es in den beiden Läufen am Sonntag umso besser.

Paatz beendete das zweite Rennen auf dem siebten Platz. Auch im dritten Rennen überzeugte die Deutsche mit sehenswerten Überholmanövern und lag erneut auf der siebten Gesamtposition, als das Rennen vorzeitig abgebrochen wurde. Aufgrund der Wertung eine Runde vor Rennabbruch wurde sie jedoch auf den neunten Platz zurückgesetzt. Ungeachtet dessen unterstrich die 17-Jährige eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit und war sowohl in beiden Sonntagsrennen als auch in der Gesamtbetrachtung des Wochenendes die erfolgreichste Pilotin im Feld. In der Gesamtwertung belegt die Deutsche nach dem Auftakt den elften Gesamtrang, aber mit einem Rückstand von nur 14 Punkten auf den fünften Platz.

Für Teamkollegin Jade Jacquet verliefen die Rennen weniger glücklich, obwohl ihr Potenzial klar erkennbar war: Im ersten Rennen am Samstag würgte die Französin beim Start den Motor ab, fiel an das Ende des Feldes zurück und kam auf dem 22. Gesamtrang ins Ziel. Im zweiten Rennen lag die 16-Jährige bis kurz vor Schluss aussichtsreich in den Top 10, ehe sie nach einem Fahrfehler durch das Kiesbett rodelte und auf den zwölften Platz zurückfiel. Das dritte Rennen beendete Jacquet auf dem 25. Rang, nachdem sie sich bei einem Zweikampf mit der Konkurrenz den Frontflügel beschädigt hatte.

"Wir beenden das erste Wochenende der Formel 4 CEZ mit soliden Ergebnissen und vielen wichtigen Erkenntnissen, auch wenn wir uns insgeheim noch etwas mehr erhofft hatten", erklärt Teamchef Michael Paatz. "Bei Mathilda ist das Qualifying unglücklich verlaufen, mit einer besseren Startposition wäre sogar ein Angriff auf das Podium realistisch gewesen. Jade hat mit ihrem starken Qualifying gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt, hatte in den Rennen jedoch etwas Pech. Wenn wir alles optimal zusammenbringen, können beide Fahrerinnen deutlich weiter vorne mitmischen."

Die zentraleuropäische Formel-4-Meisterschaft gastiert vom 29. bis 31. Mai auf dem Salzburgring. Auf der schnellen Traditionsstrecke will Mathilda Paatz die nächsten Schritte nach vorne machen, die Podestplätze ins Visier nehmen und sich auch in der Gesamtwertung nach vorne schieben. Wer den zweiten Formel-4-Boliden im markanten VAICO-Design pilotieren wird, ist aktuell noch offen.
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