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F1 Academy
22.05.2026

Kann Emma Felbermayer an der Spitze bleiben?

Fast zwei Monate nach dem Saisonauftakt wird die Saison 2026 der F1 Academy an diesem Wochenende (22. bis 24. Mai 2026) fortgesetzt, wenn das Feld nach Montreal reist.

Der Circuit Gilles-Villeneuve sorgte bereits im vergangenen Jahr für einige der spannendsten Rennen der Saison – und diesmal dürfte noch mehr Action geboten werden. Bevor es auf der Strecke losgeht, werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Themen des Kanada-Wochenendes.
 

Drei Chancen auf den Erfolg

Die kanadischen Fans sorgten bereits beim Debüt der Serie im vergangenen Jahr für eine beeindruckende Atmosphäre. Diesmal erwartet sie sogar ein besonders umfangreiches Rennwochenende, denn das neue Drei-Rennen-Format feiert seine Premiere. Grund ist der Ausfall des Rennens in Saudi-Arabien. Die Ausbeute könnte im Titelkampf entscheidend werden: Maximal 65 Punkte stehen für die Fahrerinnen bereit, für die Teams insgesamt 145.

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Das Format, das auch beim vorletzten Saisonlauf in Austin durchgeführt wird, erweitert den Zeitplan um ein zusätzliches „Opening Race“ am Samstagmorgen. „Schnell sein und konstant bleiben“ lautet damit das Motto im Qualifying, denn die Startaufstellung für das Opening Race wird anhand der zweitschnellsten Runde vom Freitagabend bestimmt.

Dadurch steigt die Herausforderung auf dem Circuit Gilles-Villeneuve zusätzlich. Selbst für erfahrene Fahrerinnen ist die Strecke anspruchsvoll und bietet zahlreiche Fehlerquellen. Bereits im vergangenen Jahr kam es in der ersten Schikane zu mehreren Zwischenfällen, während die berüchtigte „Wall of Champions“ niemals unterschätzt werden darf.

Alle drei Rennen in Montreal werden über jeweils 17 Runden ausgetragen.

Auch die Wettervorhersage deutet auf wechselhafte Bedingungen hin, die zusätzlich für Chaos sorgen könnten. Während am Freitag im Freien Training und Qualifying sowie beim Opening Race am Samstag sonniges Wetter erwartet wird, besteht für die beiden verbleibenden Rennen eine hohe Regenwahrscheinlichkeit. Das dürfte die Fahrzeugbeherrschung zusätzlich auf die Probe stellen und Fahrerinnen aus dem Mittelfeld die Chance geben, die Reihenfolge durcheinanderzubringen.
 

Kann Larsen zurückschlagen?

Ein Wochenende, das zunächst nach einem Erfolg aussah, endete für Alba Larsen in Shanghai letztlich enttäuschend. Nach ihrer ersten Startreihe in der F1 Academy schien die Ferrari-Pilotin auf dem Weg zum Sieg zu sein.

Am Ende verließ sie China jedoch mit lediglich vier Punkten. Ein riskantes Manöver gegen Emma Felbermayr im Reverse-Grid-Rennen ging schief und beschädigte ihren Frontflügel. Im Hauptrennen schnappte sich Larsen zwar direkt am Start die Führung von Polesetterin Alisha Palmowski, doch ein misslungener Restart nach der Safety-Car-Phase führte dazu, dass sie in der letzten Kurve durchs Kiesbett rutschte.

Mit Rang acht rettete die Dänin immerhin noch einige Punkte. Vor dem zweiten Saisonlauf liegt sie allerdings bereits 27 Zähler hinter Tabellenführerin Emma Felbermayr zurück. Montreal war für Larsen im vergangenen Jahr ein gutes Pflaster: Zwei fünfte Plätze in drei Rennen sprechen dafür. Diesmal braucht sie jedoch mehr. Um ihre Titelhoffnungen am Leben zu halten, wären ein erstes Podium oder sogar ein Sieg enorm wichtig.
 

Können Felbermayr und Rodin in Montreal erneut glänzen?

Emma Felbermayr galt vor Saisonbeginn eher als Außenseiterin, doch die Audi-Pilotin machte mit ihren Leistungen schnell auf sich aufmerksam.

Der Saisonauftakt war zweifellos ihr bislang stärkstes Wochenende in der Serie. Nach ihrem ersten Top-3-Ergebnis im Qualifying setzte die 19-Jährige im Reverse-Grid-Rennen mehrere entschlossene Überholmanöver und wurde Dritte. Im Hauptrennen folgte anschließend eine nahezu fehlerfreie Vorstellung: Felbermayr profitierte vom schlechten Start Palmowskis sowie Larsens Fehler beim Restart und kontrollierte das Rennen an der Spitze souverän.

Montreal ist sowohl für Felbermayr als auch für ihr Team Rodin Motorsport eine willkommene Rückkehr, nachdem sie dort im vergangenen Jahr ihren ersten Sieg gefeiert hatte. Teamkollegin Ella Lloyd überzeugte damals zudem mit drei zweiten Plätzen.

Während Felbermayr ihre Führung in der Fahrerwertung festigen möchte, hofft Rodin Motorsport darauf, dass Lloyd ebenfalls dauerhaft in den Kampf um die Podestplätze eingreifen kann, um auch sie in den Titelkampf zu bringen.
 

Rookies auf der Suche nach dem nächsten Schritt

Mit sechs zurückkehrenden Fahrerinnen im Feld wird es für die Rookies schwierig, dauerhaft an der Spitze mitzukämpfen. Dennoch haben einige Nachwuchspilotinnen bereits beim Saisonauftakt auf sich aufmerksam gemacht.

Payton Westcott hinterließ unter den Neulingen bislang den stärksten Eindruck. Die Mercedes-Fahrerin erreichte im Hauptrennen einen starken dritten Platz. Natalia Granada schrieb derweil im Reverse-Grid-Rennen Geschichte: Die Nachwuchspilotin stand nicht nur bei ihrem Debüt in der Serie direkt auf dem Podium, sondern absolvierte gleichzeitig überhaupt erst ihr erstes Rennen in einem Formel-Fahrzeug.
Auch Lisa Billard, Megan Bruce und Ava Dobson konnten bereits ihre ersten Punkte sammeln und wollen diesen Schwung nun mit nach Montreal nehmen.

Der zweite Saisonlauf dürfte für die Rookies allerdings deutlich anspruchsvoller werden. Mit Ausnahme von Mathilda Paatz fahren alle Nachwuchspilotinnen erstmals auf dem Circuit Gilles-Villeneuve. Da es vor dem Qualifying lediglich eine Freie-Trainings-Session gibt und zuvor keine Testfahrten auf der Strecke stattfanden, müssen sich die Fahrerinnen schnell anpassen und rasch das nötige Tempo finden. Gleichzeitig eröffnet das neue Drei-Rennen-Format zahlreiche Chancen, um sich in Szene zu setzen.
 
 
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