Für Gabbay/Schreyer ist es der erste Erfolg überhaupt in der ADAC GT4 Germany. Berndt/Robinson konnten mit Platz zwei ihre Tabellenführung weiter ausbauen. Rang drei ging nach einem starken Fight an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Damit standen dieselben sechs Piloten wie am Vortag auf dem Podium.
Gabbay begann das Rennen auf dem so spektakulären Straßenkurs in Nürnberg bereits von der Pole-Position aus. Er gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes ein wenig ab. Lediglich Mannschaftsgefährte Berndt konnte dem Israeli folgen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten prägten die beiden Porsche-Piloten die erste Rennhälfte und hatten bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von rund zehn Sekunden angehäuft. Das Duell um die Spitze dauerte zunächst noch weiter an, als mit Maximilian Schreyer und Lachlan Robinson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.
Dann gab es aber den Rückschlag für Berndt/Robinson. Die Rennleitung ahndete ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse – und beorderte Robinson als Konsequenz zweimal in die sogenannte Penalty-lap, was einen Zeitverlust von in etwa zehn Sekunden bedeutete. Somit konnte Schreyer zu einem ungefährdeten Sieg fahren, der für ihn und Alon Gabbay auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Berndt/Robinson stellten dennoch Platz zwei klar und fahren somit als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende Juli in der Motorsport Arena Oschersleben.
Noch spannender ging es im Duell um Platz drei zu. Toyota-Pilot Lucas Cartelle und ADAC GT4 Germany-Rekordsieger Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) kämpften in der Schlussphase rundenlang Rad-an-Rad und entzückten so die zahlreich angereisten Zuschauer. Über das Wochenende kamen 118.000 Zuschauer an den Norisring, sodass sowohl am Samstag als auch am Sonntag alle Plätze restlos ausverkauft waren. Letztendlich setzte sich Cartelle durch und konnte sich gemeinsam mit Teamkollege Hudson Schwartz über das zweite Podium in Folge freuen. Piana und Partner Benjamin Sylvestersson (19/FIN) festigten mit Platz vier den Bronze-Rang in der Tabelle.
Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) sowie Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport, alle BMW). Platz acht holten sich Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche, die in der ersten Rennhälfte noch auf der dritten Position unterwegs waren. Das Duo siegte somit auch in der PRO-AM-Wertung. Neunte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Stiefelhagen konnte sich dadurch auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4.
Stimmen nach dem Rennen
Alon Gabbay – Sieger für AVIA W&S Motorsport„Es ist wirklich grandios, hier zu gewinnen. Ich bin zudem sehr stolz auf Maximilian, denn es ist erst sein zweites Jahr im GT4-Sport. Heute haben wir es gerockt. Zwei Podien am Norisring machen mich überglücklich.“
Maximilian Schreyer – Sieger für AVIA W&S Motorsport
„Das Wochenende war einfach nur mega – und ich bin sprachlos. Nach Platz zwei gestern konnten wir nun den Sieg feiern. Vielen Dank an das ganze Team und Alon für die harte Arbeit. Der Norisring lag uns bereits letztes Jahr ganz gut. Nun freuen wir uns auf die nächsten Rennwochenenden.“
Denny Berndt – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Final Platz zwei nachdem wir von der zweiten Position losgefahren waren, geht sicherlich in Ordnung. Leider hatten wir ein Problem mit dem Armaturenbrett, sodass wir bei der Einfahrt in die Boxengasse keinen Speedlimiter hatten. Das machte es heute ein wenig schwierig. Unsere grundsätzliche Pace war aber gut. Platz zwei sind klasse Punkte für die Meisterschaft.“
Lachlan Robinson – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Ich bin so glücklich wie man eben sein kann. Ohne Anzeigen auf dem Armaturenbrett war es nicht einfach, durch das Rennen zu kommen. Wir sind die gesamte Saison richtig gut unterwegs – und genauso wollen wir auch in Oschersleben weitermachen. Wir denken aber noch nicht zu sehr in Richtung Titel, da noch viele Rennen anstehen und somit noch einiges passieren kann.“
Lucas Cartelle – Platz drei für CRT
„Die letzten zehn Runden machten richtig Spaß, als ich mit Gabriele Piana um das Podium kämpfte. Mit Platz drei konnten wir viele Punkte in der Gesamtwertung einfahren. Toyota und das Team haben uns hier eine regelrechte Rakete hingestellt – dafür vielen Dank.“
Hudson Schwartz – Platz drei für CRT
„Ich fühle mich großartig. Mein Stint war wirklich tricky, insbesondere da es auch leicht zu regnen begann. Ich versuchte, so viele Konkurrenten wie möglich zu überholen und das Auto auf der Strecke zu halten. Danke an alle für das super Resultat.“
| Pos | Nr | Fahrer | Team | Fahrzeug | Gesamtzeit | Gap |
| 1 | 30 | Maximilian Schreyer/Alon Gabbay | AVIA W&S Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 1:01:00.104 | |
| 2 | 31 | Lachlan Robinson/Denny Berndt | AVIA W&S Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 1:01:05.391 | 5.287 |
| 3 | 87 | Lucas Cartelle/Hudson Schwartz | CRT | Toyota GR Supra GT4 EVO2 | 1:01:09.449 | 9.345 |
| 4 | 51 | Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson | FK Performance Motorsport | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:10.044 | 9.940 |
| 5 | 4 | Jan Philipp Springob/Philipp Gogollok | COSY Racing by ESM | Aston Martin Vantage AMR GT4 EVO | 1:01:15.240 | 15.136 |
| 6 | 77 | Phillip Wiskirchen/Linus Hahne | ME Motorsport | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:18.093 | 17.989 |
| 7 | 49 | Luca Link/Luis Moser | FK Performance Motorsport | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:19.265 | 19.161 |
| 8 | 32 | Tim Horrell/Hendrik Still | AVIA W&S Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 1:01:23.578 | 23.474 |
| 9 | 66 | Leon Bauchmüller/Lukas Stiefelhagen | ME Motorsport | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:25.068 | 24.964 |
| 10 | 26 | Marek Böckmann/Roman Fellner-Feldegg | PROsport Racing | Mercedes-AMG GT4 | 1:01:26.189 | 26.085 |
| 11 | 8 | Alexander Connor/Marius Schmid | BWT Mücke Motorsport | Mercedes-AMG GT4 | 1:01:32.530 | 32.426 |
| 12 | 10 | Daniel Drexel/Simon Birch | razoon - more than racing | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:35.746 | 35.642 |
| 13 | 85 | Kyam Potez/Jonathan Engström | JP Motorsport | Mercedes-AMG GT4 | 1:01:14.143 | 14.039 |
| 14 | 20 | Jack James/Hamish Forrest | razoon - more than racing | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 1:01:18.565 | 18.461 |
| 15 | 91 | Jesper Brunhoj Jensen/Laurenz Rühl | Wimmer Werk Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 1:01:38.032 | 37.928 |
| 16 | 50 | Victor Nielsen/Gianni van de Craats | FK Performance Motorsport | BMW M4 GT4 Evo | 1:01:15.602 | 15.498 |
| 17 | 92 | Egor Litvinenko/Oskar Dix | Wimmer Werk Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 56:06.922 | -4:53.182 |
| NC | 33 | Nicolas Guillaume/Frederic Zebis | AVIA W&S Motorsport | Porsche 718 Cayman GT4 RS CS | 39:56.480 | -21:03.624 |
| NC | 97 | Erik Bertilsson/Alexzander Kristiansson | KRT Racing | Ginetta G56 GT4 EVO | 32:51.595 | -28:08.509 |





