Mittwoch, 17. April 2024
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Extreme E
19.02.2024

SUN Minimeal erlebt ein lehrreiches Debüt

Auch der zweite Tag des Saisonauftakts der Extreme E 2024 in Saudi-Arabien fiel für das neue SUN Minimeal Team in die Kategorie „Lehrstunde“. Wie bereits am Vortag legten Teamchef und Pilot Timo Scheider (45) sowie seine schwedische Teampartnerin Klara Andersson (23) auf dem selektiven Wüstenkurs unweit von Jeddah eine vielversprechende Pace an den Tag. Doch erneut ließen diverse Probleme eine Top-Platzierung beim Debüt der neuen Mannschaft rund um den zweimaligen DTM-Champion Scheider nicht zu.

Nach Rang 7 im Qualifying startete Scheider stark ins „Redemption Race“ genannte kleine Finale, das allerdings nach einem Überschlag einer Konkurrentin abgebrochen werden musste. Dank des hohen Sicherheitsstandards des batterieelektrischen ODYSSEY21-Prototypen ging der spektakuläre Zwischenfall glücklicher Weise glimpflich aus. Nach dem Restart übergab Scheider den SUN Minimeal-Boliden auf Rang 2 an Teampartnerin Andersson, die sich nach harter Gegenwehr dem zweimaligen DTM-Champion und Ex-Rallyecross-Weltmeister Mattias Ekström geschlagen geben musste. So stand für das SUN Minimeal Team am Ende der siebte Gesamtrang zu Buche.

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„Ich denke, das war für mich das schwierigste Rennwochenende in der Extreme E überhaupt“, gestand Timo Scheider. „Wir haben viele Teile am Fahrzeug ausgetauscht, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Aber wirklich schlauer sind wir noch nicht. So enttäuschend das Ergebnis hier in Saudi-Arabien war, so positiv ist für mich die Erkenntnis, dass die neue Mannschaft sehr gut funktioniert. Trotz nur einer Stunde Schlaf letzte Nacht waren alle heute wieder voll motiviert und fokussiert. Ich kann allen nur für ihren unermüdlichen Einsatz danken!“

„Das Wochenende war wirklich hart“, seufzte Klara Andersson. „Das ganze Team arbeitet mit maximalem Einsatz, um herauszufinden, woran es gelegen hat. Alle sind enttäuscht, aber keiner lässt den Kopf hängen, keiner gibt auf. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir unsere Probleme lösen und umso stärker zurückkommen werden. Wir geben weiter Gas!“

Die Teams der Extreme E erwartet nun eine längere Pause bis zum zweiten Kräftemessen der Saison am 13./14. Juli. Der europäische Austragungsort wird noch bekanntgegeben. Der Fahrplan von Teamchef Scheider: „Nach der knappen und mitunter etwas hektischen Vorbereitungszeit wird es uns guttun, den Saisonauftakt in Ruhe aufzuarbeiten und ausgiebig zu testen, um dann im Juli richtig durchzustarten. Ich hege keinen Zweifel, dass die gesamte Mannschaft das Potenzial hat, um auch in diesem harten Konkurrenzumfeld vorne mitzumischen.“
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