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29.06.2024

Porsche-Werksfahrer Joshua Rogers rückt an die Tabellenspitze vor

Mit seinem zweiten Finalsieg in Folge hat Titelverteidiger Joshua Rogers die Führung in der Fahrerwertung der ESL R1 übernommen. Der Simracer aus dem Werksteam Porsche Coanda Esports Racing setzte sich auch auf der virtuellen Road Atlanta gegen seine Gegner durch. Seinen Teamkollegen Charlie Collins und Dayne Warren war der Sprung in die Runde der besten Zwölf ebenfalls gelungen. Einen Lauf vor dem Esports World Cup in Riad liegt Rogers mit 117 Punkten vor seinen Konkurrenten Kevin Ellis jr. (UK, 116) und dem Slowenen Kevin Siggy (107).

Der Weg ins Finale verlief für drei der vier Porsche-Werksfahrer geradlinig: Collins erreichte im Viertelfinale Rang zwei, Rogers fuhr von der Pole-Position auf Platz drei, Warren gewann seinen Lauf. Mitchell deJong verpasste das Weiterkommen wegen einer Kollision. Im Halbfinale gewann Rogers erneut das Qualifying. Er fiel nach einem Gerangel jedoch auf Platz fünf zurück, während Collins als Dritter ins Ziel kam. Damit waren beide ebenso weiter wie Warren, der sich in seinem Semifinale auf Rang sechs behaupten konnte.

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In das Finale startete Rogers von Position vier. Schon in der ersten Kurve rückte er auf Rang zwei vor. In Runde drei übernahm er die Führung und baute sie aus. Am Ende überquerte der Australier die Ziellinie mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden auf den Tschechen Jiří Toman. Damit freute er sich über seinen 33. Sieg bei einem Lauf zur ESL R1. Collins ging als Siebter ins Rennen. Ein Kontakt mit Markenkollegen Enzo Bonito warf ihn auf den vorletzten Platz zurück. Hiervon profitierte Warren. Er war nach einem Problem im Qualifying als Letzter gestartet, rückte aber bis auf die siebte Position vor.


Stimmen nach dem Rennen

Nina Braack (D, Leiterin Esports bei Porsche Motorsport): „Mit seinem zweiten Sieg hat Joshua wieder eine tolle Performance gezeigt – damit führen wir jetzt die Meisterschaft an. Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir drei Fahrer ins Finale gebracht. Das zahlt sich auch für die Gesamtwertung aus und bringt uns in eine gute Ausgangsposition für den Esports World Cup in Riad.“

Jörn Jens (D, Performance Coach Porsche Coanda Esports Racing): „Die Road Atlanta zeichnet sich durch Bodenwellen und viele hohe Randsteine aus. Das ist für unseren digitalen 911 GT3 R etwas schwierig. Deswegen mussten unsere Fahrer ein höheres Risiko gehen – sonst wären wir im Mittelfeld gelandet. Am Ende haben wir erstmals in dieser Saison drei Fahrer ins Finale gebracht. Das ist auch im Bezug auf die Punkteausbeute ein Vorteil.“

Joshua Rogers (AUS, Porsche Coanda Esports Racing): „In den Qualifyings habe ich starke Ergebnisse erzielt, in den Rennen aber zunächst Plätze verloren. Das war nicht mein Plan. Vor allem der Fehler im Halbfinale ärgert mich. Aber als es im Finale zählte, passte alles zusammen. Der Meisterschaftsführung messe ich eine geringere Bedeutung zu – die Entscheidung fällt beim World Cup. Im letzten Rennen auf dem Weg dahin möchte ich so viele Punkte wie möglich sammeln, um mich in eine gute Ausgangsposition zu bringen.“
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