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Rallye WM
09.02.2023

M-Sport Ford freut sich auf das Rallye-WM-Spektakel

Nach dem Auftakt der Rallye-Weltmeisterschaft bei der berühmten "Monte" oberhalb von Monaco blickt M-Sport Ford am kommenden Wochenende seinem nördlichsten Gastspiel des Jahres entgegen: Die Rallye Schweden ist die einzige echte Winterveranstaltung im Kalender der furchtlosen Driftakrobaten. Seit dem Umzug des Events nach Umea am Bottnischen Meerbusen wartet der Klassiker wieder mit stabileren Schnee- und Eisverhältnissen auf.

Für die Ford Puma Hybrid Rally1-Piloten Ott Tänak und Pierre-Louis Loubet bedeutet dies: spektakuläre Fahrmanöver am Rande des physikalisch Vorstellbaren, bei denen sie ihre über 368 kW (500 PS) starken, Spike-bereiften Turbo-Hybrid-Allradler mit höchster Präzision und Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über spiegelglatte Pisten prügeln. Völlig zu Recht zählt die Rallye Schweden für Fans und Fahrer zu den aufregendsten und faszinierendsten Events der Saison.

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Ott Tänak gehört dabei klar zu den Favoriten auf ein Topresultat. Gemeinsam mit seinem Copiloten und Landsmann Martin Järveoja konnte der Este die Winterspiele im skandinavischen Königsreich 2019 für sich entscheiden und dabei seine Schnelligkeit mit sechs Wertungsprüfungs-Bestzeiten unter Beweis stellen. Ähnliches hat sich der 35-Jährige von Donnerstagabend bis Sonntagmittag auch für die insgesamt 15 Wertungsprüfungen der bevorstehenden Rallye Schweden vorgenommen. Sie erstrecken sich über eine Länge von insgesamt 382,14 Kilometer. Testfahrten in der Östersund-Region verliefen in der vergangenen Woche erfolgreich. Um die Vorbereitungen abzurunden, ging Tänak unmittelbar vor der "Schweden" in seiner Heimat bei der Otepää Talveralli an den Start. Sein Ziel: So viel Erfahrung mit dem für ihn noch neuen Ford Puma Hybrid Rally1 auf losem Untergrund zu sammeln, wie möglich.
Pierre-Louis Loubet verfolgt in den Schnee- und Eiskanälen der sehr speziellen Rallye Schweden eine gänzlich andere Aufgabe: Der 25-Jährige soll auf dem für ihn noch ungewohnten Geläuf vor allem Erfahrung sammeln. Für den Korsen, dem der Belgier Nicolas Gilsoul den Aufschrieb "vorbetet", ist es erst der zweite Auftritt bei dieser Veranstaltung. Sein Debüt gab er 2017 am Steuer eines Rally2-Fahrzeugs, bis ein Motorschaden ihn vorzeitig aus dem Wettbewerb riss. Mit einem Ford Fiesta Rally2 von M-Sport stehen der Este Robert Virves und sein portugiesischer Beifahrer Hugo Magalhaes in der Teilnehmerliste. Virves hat 2022 die Junior-Weltmeisterschaft für sich entschieden und freut sich nun auf den ersten von vier Starts mit dem rund 300 PS starken Turbo-Allradler auf WM-Ebene, die ihn für den Titelgewinn belohnen. In der WRC3-Klasse haben 13 Fiesta-Rally3-Teams genannt. Neun davon kämpfen um die diesjährige Junior-WM. Mit 16 Fahrzeugen zählt Ford auch in dieser Saison wieder zu den beliebtesten Marken der Rallye Schweden.

"Als einzige echte Winter-Rallye gehört die ,Schweden' für uns jedes Mal zu den Höhepunkten der Saison", betont M-Sport-Teamchef Richard Millener. "Wenn die Witterungsverhältnisse passen, dann gibt es kaum etwas Spektakuläreres als Fahrer, die bei aberwitzigem Tempo ihre Rallye-Autos an den Schneewänden anlehnen. Auch wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen sollten, ist für reichlich Action gesorgt, denn dann kommt es vor allem auf cleveres Reifen-Management an. Die Bedingungen ändern sich oftmals über Nacht, das macht die Aufgabe für uns noch schwieriger. Speziell wenn die Wertungsprüfungen an den Nachmittagen zum zweiten Mal auf dem Programm stehen, können sich die Streckenbedingungen markant ändern. Wir haben versucht, uns hierauf bei den zweitägigen Testfahrten in Östersund bestmöglich vorzubereiten, wo wir vergleichbare Verhältnisse vorgefunden haben. Zudem hat Ott am Wochenende noch eine kleinere Rallye in seiner Heimat unter die Räder genommen. Nach der Rallye Monte Carlo konnten wir bereits einige Abstimmungen am Puma Hybrid Rally1 modifizieren, das sollte sich positiv auswirken. Pierre-Louis Loubet steht vor einer ganz neuen Herausforderung, auf Schnee- und Eispisten fehlt ihm noch Erfahrung. Allerdings hat er im vergangenen Jahr gezeigt, wie schnell er auf losem Untergrund sein kann - auch wenn die Temperaturen in Schweden etwas niedriger sind als in Griechenland oder auf Sardinien."
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