Montag, 28. November 2022
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HJS Rallye
31.10.2022

HJS AvD DMSB Rallye Cup: Die Vor-Entscheidungen sind gefallen

Nach dem jeweils letzten Vorlauf zum HJS AvD DMSB Rallye Cup in den Regionen Nord und Süd am 29. Oktober 2022 stehen die Sieger fest. Mit einem erneuten Klassensieg bei der 53. Atlantis Rallye rund um Kaltenkirchen bauten Mike Melzer und Co-Pilot Marcel Strauch im Suzuki Swift Sport (NC4) ihre Führung im Norden weiter aus. Wie im vergangenen Jahr geht Melzer als Sieger der Nord-Wertung ins gemeinsame Finale am 12. November 2022 bei der ADAC rthb Rallye Hessisches Bergland.

Er nimmt 44,80 Punkte aus den fünf gewerteten Läufen mit und liegt so in der absoluten Spitzengruppe vor dem Finale. „Es ist natürlich sehr schön, dass wir im Norden wieder gewonnen haben, aber unser Ziel ist diesmal ein anderes: Wir wollen die Cup-Gesamtwertung gewinnen,“ lautet die klare Ansage Melzers. Weniger gut verlief die Atlantis für die direkten Verfolger. Christoper Berghahn / Sarah-Marleen Storch verpassten durch einen Ausfall im Ford Fiesta Rally4 (RC4) die Chance, sich punktemäßig dicht an Melzer heranzuschieben. Mit nun 33,33 Zählern haben sie durch die doppelten Punkte beim Finale zumindest rechnerisch noch die Chance auf den Titel. Den dritten Rang im Norden belegt John Semmelhaack, der durch den Sieg in der Klasse NC6 gemeinsam mit Dominik Neumann im Audi S3 nun 22,08 Punkte gesammelt hat. Der Gesamtsieg in Kaltenkirchen ging an das dänische Duo Michael Sorensen / Erik Kristensen die im Škoda Fabia R5 sieben der insgesamt acht Bestzeiten fuhren. Zweiter wurde der Vorjahressieger Dennis Rostek, der gemeinsam mit Nico Otterbach in der Rally2-Variante des Fabia den Dänen die Bestzeit in der siebten WP abluchsen konnte. Platz drei ging an Martin Schütte / Kerstin David in ihre Mitsubishi Lancer Evo.

Trotz Ausfall: Familie Limpert gewinnt im Süden

Auch wenn der Einsatz bei der ADAC Saarland Rallye rund um Losheim nach einem Ausritt vorzeitig endete: Der Sieg in der Region Süd geht mit 45,99 Punkten aus den fünf gewerteten Läufen an das Vater-Sohn Gespann Hans und Max Limpert im BMW 320is (NC3). Dahinter schoben sich mit einem weiteren Klassensieg beim Heimspiel Alexander ‚Kazi‘ Kazmierzak und Marc André Lautz. Im Opel Corsa aus der seriennahen Klasse NC8 feierten sie mit einem Rückstand von knappen 0,5 Zählern nicht nur die optimale Ausgangsposition für das Cup-Finale, sie sicherten sich gleichzeitig den Titel in der Saarländischen Rallye-Meisterschaft. „Es war eine wirklich schwierige Veranstaltung, um so schöner ist es, vor heimischer Kulisse und mit der Anfeuerung der vielen Fans wieder die Klasse gewonnen zu haben. Den Saarländischen Titel haben wir jetzt sicher, jetzt geht es um die DRC-Krone. Das wird sehr spannend, vielleicht ist das Glück ja auf unserer Seite.“ Durch einen weiteren Sieg in der Klasse NC 2 schoben sich Kevin Müller / Marcel Janson im Toyota GR Yaris mit nun 42,25 Zählern dicht an die Cup-Spitze heran und verschafften sich so eine optimale Voraussetzung für das Finale. Michael Look / Daniela Weinert im VW Golf (NC8, 37,16 Punkte) und Sven Glass / Jana Hufgard im Opel Kadett GSI (NC3, 35,86 Punkte) haben durch die doppelten Punkte beim Finale ebenfalls noch rechnerische Chancen in die Cup-Spitze vorzudringen. Der Sieg im Saarland ging nach einem klassischen Start-Ziel-Sieg mit allen sechs möglichen Bestzeiten an Georg Berlandy /Tina Annemüller bei ihrer Testfahrt im neu erworbenen Škoda Fabia R5. Die Vorjahressieger Hanno Brocker / Stefan Grundmann belegten hinter dem RC2-Boliden im Mitsubishi Lancer den zweiten Platz. Uwe Gropp und Co Niklas Lutter komplementierten im Peugeot 208T16 R5 das Podium.
 
Nach der Deutschen Rallye-Meisterschaft ist der HJS DMSB Rallye Cup die zweite Liga im deutschen Rallyesport. Die Vorläufe der kompakten Eintages-Veranstaltungen werden in zwei Regionen ausgetragen, die Entscheidung fällt beim gemeinsamen Endlauf. Die Punkte werden in den jeweiligen Wertungsklassen vergeben, so dass auch Teilnehmer in kleineren Fahrzeugen berechtigte Chancen auf den Sieg im HJS DMSB Rallye Cup haben. Die bestplatzierten Teams erhalten Preise im Wert von über 10.000 Euro.
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