Freitag, 1. Juli 2022
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GT World Challenge
18.05.2022

ACHTERBAHN DER GEFÜHLE FÜR CHRISTOPHER HAASE IN MAGNY COURS

Das zweite Rennwochenende der „Fanatec GT World Challenge Europe powered by AWS Sprint Cup“ fand am vergangenen Wochenende im französischen Magny Cours statt. Auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke südlich von Paris war auch die italienisch-deutsche Mannschaft von „Tresor by Car Collection“ mit zwei Fahrzeugen am Start, einen der zwei Audi R8 LMS evo II teilten sich wie gehabt Simon Gachet und Audi Sport-Pilot Christopher Haase. Für Gachet war es ein echtes Heimrennen, der Franzose kennt die Strecke in- und auswendig.

Bereits in den freien Trainings lief es für das Duo äußerst zufriedenstellend, man hatte rasch ein gutes Set-Up gefunden und konnte sich auf die Feinabstimmung sowie das Üben von Boxenstopps und Fahrerwechseln konzentrieren. Im ersten Qualifying setzte Simon Gachet die Voraussetzungen optimal um, der Youngster holte mit überragender Performance die Pole-Position für den ersten Lauf am Samstagabend. Im Rennen selbst konnte Gachet dann nach tollem Start die Führung bis zum Pflichtboxenstopp behalten. Leider dauerte der Stopp aber ein wenig länger, wodurch die Führung zur Audi-Schwestermannschaft WRT wechselte. Gegen Rennende konnte der zweitplatzierte Christopher Haase den Angriff des zu diesem Zeitpunkt schnellsten Piloten Raffaele Marciello nicht abwehren, wodurch Marciello als Zweiter und Haase als Dritter die Ziellinie überquerten. Die Freude im Team war trotzdem riesengroß, immerhin war es das erste Podium für die noch junge „Tresor by Car Collection“ Mannschaft und auch die erste Top-Drei-Platzierung des Jahres für Gachet und Haase.

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Im zweiten Qualifying am Sonntag lief es für das Team dann leider nicht ganz so gut, Christopher Haase sicherte bei schwierigen Streckenbedingungen den zwölften Startplatz, das Schwesterauto mit Mattia Drudi und Luca Ghiotto kam auf Position 17. Unmittelbar nach dem Start sah die Sache allerdings schon wieder anders aus, wie Christopher Haase erzählt: „Ich hatte einen Mega-Start, war nach den ersten beiden Kurven schon auf Platz sieben, und am Ende der ersten Runde lag ich auf dem sechsten Rang. Da war klar, dass wir erneut auf das Podium fahren können, wenn alles optimal läuft.“ Doch dann gab’s fünf Minuten vor dem Öffnen des Pit-Stop-Fensters ein technisches Problem, das die Fahrt von Haase massiv verlangsamte. „Ich hab’s zwar noch an die Box geschafft, aber dort war für uns leider Endstation. Es war ein sehr seltener Defekt, wirklich unglücklich. Die Punkte hätten Simon und ich gut gebrauchen können – aber wir lassen uns davon sicher nicht unterkriegen, beim nächsten Rennen werden wir wieder alles herausholen“, so Christopher Haase abschließend, der am kommenden Wochenende beim ADAC GT Masters am Red Bull Ring in Österreich für Land-Motorsport antreten wird.
 
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