Dienstag, 27. September 2022
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17.02.2022

Gelungener eSports-Auftakt: Doppelsieg für Christopher Högfeldt

Christopher Högfeldt (Virtualdrivers by TX3) war klar der Mann der ersten Runde der ADAC GT Masters eSports Championship powered by EnBW mobility+ im virtuellen Brands Hatch. Auf dem britischen Kurs gewann der Schwede das Sprint- und das Hauptrennen zum Auftakt der vierten Saison der mit einem Preisgeldtopf von 70.000 Euro dotierten SimRacing-Serie und sicherte sich damit die Höchstpunktzahl von 80 Zählern.

Högfeldt zeigte bei allen Sessions, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist. Er startete von der Pole-Position ins 15-minütige Sprintrennen und fuhr einen klaren Start-Ziel-Sieg mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf Nikodem Wisniewski (Williams Esports) ein. Erhan Jajovski (R8G eSports) wurde Dritter.

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Auch im zweiten Zeittraining platzierte sich Högfeldt ganz vorne. Zum Rennstart des 40-minütigen Hauptrennens verteidigte er souverän seine Position und setzte sich klar in Führung liegend ab. Zum Rennende hin versuchte der am Ende zweitplatzierte Isaac Price den Schweden noch mal etwas unter Druck zu setzen, doch dieser fuhr aber sicher den zweiten Saisonsieg und damit die Maximalpunktzahl von 80 Punkten nach Hause. Als Dritter kam Marc Gassner von MRS eSports ins Ziel. Mit der schnellsten Rennrunde und einer Zeit von 1:22,647 sicherte sich Price den motorsport.com Fastest Lap Award und damit 250 Euro.

„Dieses Ergebnis ist unglaublich – damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich Högfeldt nach den Rennen. „Isaac Price war im zweiten Rennen schnell unterwegs und ich hatte schon Angst, ob ich es schaffe vorne zu bleiben. Doch ich konnte meine Position halten. Es wird hart dieses Niveau in den kommenden Rennen zu halten, aber ich gebe mein bestes.“

Direkte Verfolger von Högfeldt in der Gesamtwertung sind Bence Bánki (Dörr Esports), Erhan Jajovski und Nikodem Wisniewski (Williams Esports), die alle mit 54 Punkten auf dem Plätzen zwei bis vier liegen. „Ich hatte in den Qualifyings kein Glück und bin dementsprechend aggressiv gestartet“, berichtet Bánki. „Das war meine einzige Chance noch Plätze gutzumachen, da man in Brands Hatch nur schwer überholen kann. Ich weiß, dass ich nicht der schnellste im Feld bin, aber ich fahre sehr konstant und darauf setzte ich in dieser Saison.“

Einen Saisonstart zum Vergessen erlebte Titelverteidiger Moritz Löhner (Dörr Esports). Im ersten Rennen sah er keine Zielflagge, im zweiten Lauf gab es nach einem Dreher in der Boxeneinfahrt am Ende nur zwei Punkte.

In knapp zwei Wochen, am 1. März 2022, bestreiten die SimRacer die zweite Runde in der ADAC GT Masters eSports Championship powered by EnBW mobility+ auf der US-amerikanischen Rennstrecke Watkins Glen.
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