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Sonstiges
07.09.2021

Kelvin und Sheldon van der Linde im „AvD Motor & Sport Magazin“

Am Sonntagabend (5. September 2021) war im „AvD Motor & Sport Magazin“ auf SPORT1 das DTM-Brüderpaar Kelvin und Sheldon van der Linde zu Gast. Live im Studio diskutierte der DTM-Spitzenreiter Kelvin und sein Bruder Sheldon gemeinsam mit Moderatorin Ruth Hofmann und SPORT1 Experte Christian Danner über das Formel-1-Rennen in Zandvoort und den Titelkampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen. Dabei waren auch Sebastian Vettel sowie der andauernde Streit zwischen den beiden Haas-Piloten Mick Schumacher und Nikita Mazepin Thema. Besonders Kelvin van der Linde warnt vor einer weiteren Eskalation im Konflikt der beiden Youngster. Außerdem ging es um die Zukunftsaussichten der beiden südafrikanischen DTM-Brüder. Die wichtigsten Aussagen im Folgenden.


Kelvin van der Linde über …

… den Titelkampf zwischen Mercedes und Red Bull in der Formel 1: „Ich finde es gigantisch, dass wir nur drei Punkte Unterschied nach so vielen Rennen haben. Mercedes hat einen strategischen Vorteil. Sie nutzen auch Valtteri Bottas für die Strategiespiele.“

… die andauernden Konflikte zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin: „Das passiert immer in Teams, wo zwei Fahrer auf einem Niveau sind. Das könnte nächstes Jahr auch bei Mercedes passieren. Es kann teuer werden, wenn sie sich gegenseitig schaden. Das ist nicht optimal. Günther (Günther Steiner; Anm. d. Red.) muss mit beiden reden, so kann es nicht weitergehen.“

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… die Situation von Sebastian Vettel: „Für einen Weltmeister wie Vettel macht es keinen Spaß. Er muss alles von vorne aufbauen. Das wird nicht von heute auf morgen passieren. Man sieht auch, wie lange es bei McLaren gebraucht hat.“

... mögliche Wechsel aus der DTM in die Formel 1: „Alex (Alex Albon; Anm. d. Red.) ist im Spiel, weil er mal in der Formel 1 war. Ich bin aber der Meinung, dass er schon seine Chance hatte. Nyck de Vries z. B. ist ein besserer Kandidat. Ich denke nicht, dass Alex eine Chance hat. Die Formel 1 ist für mich kein Thema, war es noch nie. Das politische Spiel geht wieder los. Da kommen Namen wie meiner oder Marco Wittmann nicht vor. Man muss in diesem politischen Spiel mitspielen, sonst ist da keine Chance.“

... das DTM-Rennwochenende in Spielberg: „Ich habe keine Punkte liegen lassen. Wir wussten, dass Spielberg schwierig wird. Wirt haben die Schadensbegrenzung gut gemanagt. Das ist die Philosophie ‚Balance of Performance': Es gibt Strecken, auf denen man gut und Strecken, auf denen man weniger gut ist. In Spielberg profitieren die Turbomotoren. Wir hatten es da schwer, haben es aber gut gemacht.“

... den DTM-Titelkampf: „Ich bleibe cool. Man muss jedes Rennen einzeln nehmen. Auf schlechten Strecken die Punkte mitzunehmen, kann die Meisterschaft entscheiden. Der Titel ist noch ein Stück weg. Ich wollte mich mit den Besten der Welt vergleichen. Ich bin froh, wenn ich Marco Wittmann oder Mike Rockenfeller schlagen kann. Es geht nicht nur darum, schnell zu fahren, sondern auch darum zu lernen. Ich muss mich als Rennfahrer entwickeln.“

... seinen Bruder Sheldon: „Ich habe ihn natürlich immer supportet. Es war aber komisch, dass er zuerst in der DTM gefahren ist. Jetzt habe ich es geschafft, mit Audi in die DTM reinzukommen. Ich habe das Vertrauen gebraucht.“


Sheldon van der Linde über …

… den Sieg von Max Verstappen in Zandvoort: „Das Heimrennen zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Natürlich ist das Auto auch sehr gut dieses Jahr. Es ist schön zu wissen, dass jemand aus den Niederlanden gewinnen kann.“

… die Situation von Sebastian Vettel: „Das passiert aktuell bei mir genauso wie bei Vettel. Viel Pech, man muss fokussiert sein, um sich wieder zur reseten. Wenn einer gute Ergebnisse herausfährt, zieht das ganze Team mit. Seine Performance gegenüber Lance Stroll war gut. Ich glaube, Sebastian macht einen wirklich guten Job. Man braucht einen Fahrer wie Sebastian, der alles entwickelt.“

… die andauernden Konflikte zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin: „Wir hatten dasselbe Problem auch im Qualifying. Dass jeder in seiner Position bleiben soll. Das muss jeder respektieren. Wir (Kevin van der Linde und er selbst; Anm. d. Red.) waren noch keine Teamkollegen, aber ich glaube, wir würden uns auch fetzen.“

... mögliche Wechsel aus der DTM in die Formel 1: „Mein Ziel war es nie, in der Formel 1 zu fahren, Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich nicht nein sagen. Aber ich bin jetzt schon 22, das ist wahrscheinlich zu spät.“

… den Vergleich mit seinem Bruder Kelvin: „Wenn er gewinnt, ist es auch gut für mich. Unsere Namen stehen immer in Verbindung. Wenn in der Presse unser Name steht, weiß keiner, wer wer ist. Wir pushen uns gegenseitig.“


SPORT Experte Christian Danner über …

… den Dreher von Sebastian Vettel in Zandvoort und Vettels Form: „Das war nicht sehr gut. Das hätte man sich sparen können. Es kann immer was schief gehen, aber das war nicht gut. […] Er spinnt im Moment ein bisschen herum mit Bienenhotel und dem Quatsch. Mir würde er besser gefallen, wenn er sich auf die Formel 1 konzentriert. Das ist der Job, den er zu erledigen hat. Davon lebt er. Das ist seine Sportart.“