Freitag, 3. Dezember 2021
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Memorial
07.11.2021

Gelungenes Comeback des Graf Berghe von Trips Memorial

Nach der Corona-bedingten Absage im vergangenen Jahr gab das Graf Berghe von Trips Memorial am 6. und 7. November 2021 sein Comeback. Das prestigeträchtige Rennen, das in Gedenken des gleichnamigen, 1961 verstorbenen Formel-1-Rennfahrers ausgetragen wird, lockte rund 140 Fahrerinnen und Fahrer auf den Erftlandring nach Kerpen.
 
Die 2021er Auflage bot ein breites Angebot verschiedenster Klassen: In insgesamt 15 Kategorien kämpften junge Nachwuchspiloten ebenso um Siege wie Profi-Racer und Routiniers. Für besonderes Flair sorgten zwei Gastserien, die auch schon in den letzten Jahren das Programm bereicherten: Die Klassik-Karts führten ihre Oldtimer-Gefährte im Gleichmäßigkeitswettbewerb aus und die GKC 100 sorgte mit ihren ICA- und Formel Youngtimern für nostalgische Kart-Action der 90er und Nullerjahre. Für Abwechslung sorgte zudem das Wetter. Fand der Samstag noch bei viel Sonnenschein statt, sollte der Sonntag ein paar Regentropfen mit sich bringen, was allerdings nur den Vormittag trübte.
 
Abseits des Renngeschehens hatte der Kartclub Kerpen ein paar Überraschungen für das Traditionsevent aufgefahren. Eine große Fahrerlager-Party sorgte für gute Laune am Samstagabend und im großen Festzelt wurde die Jahressiegerehrung des TalentsCup 2021 gebührend gefeiert.

Viel Action in den Nachwuchsklassen 

Im Feld der Nachwuchspiloten gingen sowohl Rotax Micros als auch Rok Minis in einer Gruppe auf die Reise. Bei den Rotax-Youngstern hatte Lenn Abbas (Maranello) die Konkurrenz im Griff. Mit einem Doppelsieg gewann er unangefochten vor Max Moor (Praga) und Lenox Litzinger (Tony Kart).
 
Enger ging es bei den Rok-Minis zur Sache, wo sich Moritz Mohr (KR) und Raphael Thomas (Tony Kart) die Siege teilten. Am Abend lagen die beiden punktgleich an der Spitze, sodass das Ergebnis des Zeittrainings letztlich die Entscheidung zu Gunsten von Mohr gab.

Di Salvo gewinnt TalentsCup-Finale, Wickop den Titel

Tom Wickop (CRG Holland) war der schnellste Pilot im Zeittraining des TalentsCup. Doch in den Rennen ließ der Youngster es im Hinblick auf den Meisterschaftsausgang ruhig angehen, überließ Marlon Di Salvo (C4 Racing) in beiden Läufen den Sieg und auch den Gewinn der Tageswertung. In der Meisterschaft des TalentsCup setzte sich Tom Wickop am Ende als Champion gegen Marlon Di Salvo und Maxim Becker (C4 Racing) durch und durfte ein Preisgeld von 10.000,- Euro in Empfang nehmen.

Klassenvielfalt bei den Junioren

Bei den Junioren gingen gleich vier verschiedene Klassen an den Start. Den größten Teil machten die Rok Junioren aus, wo sich Rocco Curcio (Tony Kart) und Julian Konrad (Gitti Tires Motorsport by WS Racing) die Laufsiege teilten. In der Tageswertung hatte allerdings Moritz Haupenthal (Gitti Tires Motorsport by WS Racing) die Nase vorn. Ihm genügten zwei zweite Plätze, um sich die meisten Punkte zu sichern.
 
Die OK Junioren lagen fest in der Hand von Philipp Salzmann (Tony Kart / Vortex). Mit einem Doppelsieg bugsierte er sich auf Platz eins in der Tageswertung und verdrängte Jason Markshausen (Exprit / TM) und Matthieu Vandebroek (Tony Kart / Vortex) auf die Ehrenplätze.
 
Bei den Rotax Junioren gingen die Laufsiege an Tom Muhler (OTK) und Leon Vacula (Sodi), wobei Muhler am Ende zwei Zähler mehr auf dem Konto hatte und damit die Tageswertung für sich entschied. Als Dritter komplettierte Luka Koullen (Velox) das Podium.
 
Klare Verhältnisse herrschten bei den X30 Junioren, denen Alex Mohr (KR) den Stempel aufdrückte und vor Mattis Klasen (Tony Kart) und Lutz Ohsenbrink (KR) gewann.

Senioren: Siege für Ohsenbrink, Rau, Kröning und Lantinga 

Insgesamt 24 Fahrer*innen gingen auf vier Klassen verteilt bei den Senioren auf die Reise. In der teilnehmerstärksten Kategorie, die X30 Senioren, führte kein Weg an Max Ohsenbrink (KR) vorbei. Mit dem Punktemaximum holte er sich den Tagessieg vor Niklas Kalus (Falcon) und Cedric Fuchs (OTK).
 
Bei den Rotax Senioren schien alles für Maddox Wirtz (KR) zu laufen. Nachdem er den ersten Lauf gewinnen konnten, hatte er im zweiten Rennen alle Trümpfe in der Hand. Ein technischer Defekt zwang ihn aber noch in der Einführungsrunde an die Box. Damit war der Weg frei für Leon Rau (KR), der sich den Sieg im zweiten Durchgang sicherte und damit die Tageswertung vor Marc Fischer (Tony Kart) und Jan Krischer (Tony Kart) gewann.
 
In der Klasse der Rok Senioren behauptete sich Carina Kröning (Tony Kart) mit einem Sieg und einem zweiten Platz an der Spitze der Tageswertung vor John Voggenreiter (Topkart). Die OK-Wertung ging an Kevin Lantinga, der als Solist an den Start rollte.

Heimsieg für Leo Stein bei den Schaltkarts

Kris Haanen (Tony Kart) diktierte das Tempo bei den Schaltkarts der KZ2. Er fuhr die Trainingsbestzeit und gewann auch den ersten Wertungslauf. Im zweiten Rennen verkorkste er allerdings den Start und fiel ans Ende des Feldes zurück. Damit musste er alle Hoffnungen auf den Tagessieg begraben, den sich am Ende Lokalmatador Leo Stein (BirelART / TM) sichern konnte. Zweiter wurde der ehemalige KZ2-Europameister Leon Köhler (Falcon / TM) vor Lukas Gridjan (BirelART / TM) auf Rang drei.
 
In der Wertung der Gentlemen-Piloten lagen am Ende Michael Schneider (Maranello / TM) und Michael Schmitt (MSR Racing Team) punktgleich an der Spitze der Tageswertung. Da Schneider allerdings die Trainingsbestzeit gefahren hatte, wurde er zu guter Letzt als Sieger gekürt. Als Dritter komplettierte Igor Hueting (CKR / Modena) das Podium.

Ralph Sonntag gewinnt bei den Klassik Karts

In den Gleichmäßigkeitsprüfungen der Klassik-Karts nahmen 15 Piloten teil, die am Abend Ralph Sonntag (Kali / Petry) als Tagessieger feierten. Platz zwei ging an Cedric van Havre (Tecno / Rotax) vor Thomas Franz (Mach1 / KZH).

GKC 100 stellt größtes Feld beim Trips-Memorial

Mit 28 Fahrern stellte die Gentlemen Kart Challenge 100 das größte Feld im Rahmen des Trips-Memorials und nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in die Zeit der 100ccm-Ära. Allen voran war Maurice Kleer (CRG / Maxter) der schnellste Pilot im Zeittraining. Doch im ersten Rennen musste er sich hinter Mark Risse (Kosmic / TM) mit Rang zwei begnügen. Im zweiten Durchgang schlug Kleer dann zurück. Mit einer kampfstarken Leistung katapultierte er sich zum Lauf- und Tagessieg. Pech hatte Mark Risse, der den zweiten Platz im Rennen nach Hause brachte, dann aber wegen Untergewichts disqualifiziert wurde. Somit kamen Patrick Eder (Parolin / TM) und Martin Terheiden (Mach 1 / TM) in den Genuss auf das Podium steigen zu dürfen.