Montag, 29. November 2021
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FIA WEC
09.11.2021

Erfolgreicher Rookie-Test für Toyota Gazoo Racing

Mit einem erfolgreichen Rookie-Test hat Toyota Gazoo Racing seine rekordverdächtige Saison in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) abgeschlossen. Auf dem Bahrain International Circuit – Austragungsort der letzten beiden Rennen – drehten der siebenfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier und der frisch gekürte LMP2-Meister Charles Milesi ihre ersten Runden im Toyota Hypercar.

Langstreckenbolide statt Rallyewagen: Vor dem finalen Lauf in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im italienischen Monza (19 bis 21. November 2021), der über den WM-Titel entscheidet, setzte sich Ogier ans Steuer des Toyota GR010 Hybrid. Insgesamt 84 Runden absolvierte der schnelle Franzose im Hypercar, das wie sein Yaris WRC auf Allradantrieb setzt. Damit hören die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Toyota Rennwagen aber auch schon auf: Der 700 PS starke Hybridbolide wurde speziell für Rundstreckenrennen entwickelt und erzeugt einen hohen Abtrieb.

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In einer zweistündigen Vormittagssitzung drehte Ogier zunächst 32 Runden, nachmittags folgten weitere 52 Runden – darunter auch ein längerer Stint über 20 Umläufe. Dabei registrierten Team und Fahrer kontinuierliche Fortschritte, Sébastien Buemi, der am Samstag das WEC-Finale an der Seite von Kazuki Nakajima und Brendon Hartley gewonnen hatte, stand seinem Namensvetter dabei mit Rat und Tat zur Seite.

„Es war sehr aufregend, den GR010 Hybrid zu fahren. Ich habe die Zeit im Auto sehr genossen und mich nicht unter Druck gesetzt, was die Ergebnisse angeht“, erklärte Sébastien Ogier im Nachgang. „Ich musste mich an die Kurvengeschwindigkeit, das Bremsen und das Hybridsystem gewöhnen, das etwas Besonderes ist. Es ist eine andere Denkweise als bei einer Rallye, wo jede Kurve einzigartig ist: Man fährt eine Runde und versucht, es in der nächsten Runde besser zu machen. Vielen Dank an Toyota Gazoo Racing für diese besondere Gelegenheit, den Langstreckensport zu entdecken.“

Der zweite Rookie-Tester Charles Milesi kennt sich auf der Langstrecke bereits aus: Am Samstag sicherte er sich den LMP2-Titel in der WEC. Die Belohnung waren Testfahrten über 31 Runden im zweiten Toyota GR010 Hybrid. Nachmittags übernahm Mike Conway, der am Samstag an der Seite von Kamui Kobayashi und José María López neuer und alter Fahrer-Weltmeister wurde.

„Zum ersten Mal hinter dem Steuer des GR010 Hybrid zu sitzen, war etwas ganz Besonderes. Jeder Langstreckenfahrer träumt davon, ein solches Auto zu fahren“, schwärmte Charles Milesi. „Am Anfang musste ich mich an das Bremsen gewöhnen, das anders ist als bei meinem LMP2-Auto, aber das Team hat mir geholfen, mich zu verbessern. Der Grip in Hochgeschwindigkeitskurven und die Leistung des Autos waren für mich neu und sehr beeindruckend. Ich habe mich recht schnell daran gewöhnt und bin mit meiner Leistung zufrieden.“