Montag, 2. August 2021
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FIA Formel E
11.07.2021

THE AMERICAN DREAM: Die Formel E in New York City

Mit Killer-Instinkt und jeder Menge Köpfchen: Maximilian Günther (GER) hat im packenden zehnten Saisonlauf der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft in New York City (USA) einen umjubelten Sieg gefeiert. Die Plätz zwei und drei gingen an die Formel-E-Veteranen Jean-Éric Vergne (FRA, DS Techeetah) und Lucas Di Grassi (BRA, Audi). Der BMW-Youngster war nicht nur Mann des Tages, er setzte auch den „Move“ des Tages: Zunächst teilte sich Günther die zur Verfügung stehende Energie clever ein, investierte seinen so gewonnen Vorteil zur rechten Zeit und war obendrein zur Stelle, als sich eine einmalige Gelegenheit bot. Während eines Zweikampfes zwischen Polesitter Nick Cassidy (NZL, Envision Virgin Racing) und Vergne tat sich die Lücke auf, die Günther clever nutzte.  
 
Für Günther war es der erste Sieg in Season Seven, der dritte Formel-E-Sieg insgesamt. Für sein Team BMW i Andretti Motorsport bildete der ABB New York City E-Prix zudem ein Heimspiel, dem auch Michael Andretti persönlich beiwohnte. Zum ersten Mal in dieser Saison wurde zu Ehren des siegreichen Fahrers die deutsche Hymne gespielt. Günther war der neunte Sieger im zehnten Rennen dieser Saison.  
 

Aufholjagden, Kampf um die Tabellenführung, Podium: Audi sorgt für Unterhaltung

Das Werksteam Audi Sport Abt Schaeffler und das Kundenteam Envision Virgin Racing spielten in Brooklyn ebenfalls Hauptrollen. Lucas Di Grassi (BRA) lieferte eine kleine Aufholjagd, verbesserte sich von der siebten Position auf die dritte Position. Den Titel „Aufholjäger des Tages“ sicherte sich aber Audi-Teamkollege René Rast (GER). Der Mindener ging nach einem verkorkstem Qualifying von Platz 22 ins Rennen und erkämpfte sich mit cleverem Einsatz von Attack Mode und zur Verfügung stehender Energie als Zehnter einen WM-Punkt. Das Kundenteam Envision Virgin sicherte sich in Person von Nick Cassidy (NZL) die Pole-Position – die zweite für den Rookie. Cassidy beendete das Rennen auf Platz vier vor Stallgefährte Robin Frijns (NED). Letzter zog damit in Sachen WM-Punkte mit Tabellenführer Edoardo Mortara (SUI, ROKiT Venturi) gleich, der von der 24. Startposition nur auf Rang 14 vorkam.
 

Gemischte Gefühle für Stuttgarter Marken

André Lotterer (GER) erwischte für seinen TAG Heuer Porsche Formel-E-Team einen soliden Tag, den er als Siebter beendete. Ansonsten ging Stuttgart im Samstagsrennen leer aus. Porsche-Teamkollege Pascal Wehrlein gab nach guter Fahrt im Spitzenfeld, aber nach einer selbst verursachten Berührung mit einem Gegner frühzeitig auf. Nyck de Vries (NED) und Stoffel Vandoorne (BEL), die für Mercedes-EQ and den Start gehen, mussten nach einem ernüchternden Qualifying als 13. und mit einem Ausfall auf Zählbares verzichten. Mercedes-EQ rutschte so in der Teamwertung hinter Audi Sport Abt Schaeffler auf den vierten Platz zurück.