Samstag, 13. August 2022
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Drexler-Automotive Formel Cup
13.12.2021

So hoch sind im Cup die Kosten für Formelsport

Der Ausstieg von Mücke Motorsport nach 22 Jahren aus dem Formelsport hat auch Reaktionen vom Drexler-Automotive Formel Cup hervorgerufen. Doch sie haben preisliche Alternativen für interessierte Piloten genannt.

„Peter Mücke hat den Finger in die Wunde gelegt“, so die erste Aussage der Serienbetreiber. Das Ende von Mücke Motorsport hat für den GT4 wieder eine Aufwertung erhalten. Wohin sollen junge Piloten in der Zukunft wechseln?

Noch 2015 oder 2016 gab es volle Starterfelder beim ADAC Formel 4. Wer erinnert sich noch daran, dass es Quali-Gruppen gab und Felder von 35 oder 37 Fahrzeugen? Die Nachwuchstalente strömten in den Formelsport. Doch die FIA hatte andere Pläne mit dem Formelsport und auf einmal gab es keine nationalen Formel 3-Meisterschaften mehr. Und damit fiel nach und nach auch die Möglichkeit weg von der Formel 4 kostengünstig vernünftig aufzusteigen.

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Springt man in das Jahr 2021, so hatte die ADAC Formel 4 (Saisonbudget: bis zu 350.000 Euro) nur noch 15 Starter und die Frage ist berechtigt, was man nach seinem Einsatz in der Formel 4 macht? Der nächste Schritt wäre z.B. die FIA Formel 3. Wenn man denn mindestens 1 Mio Euro dafür zahlen kann. 

Nun gibt es jedoch zwei "Aber"! Zum einen ist ein Formel 4-Start auch bei einem späteren Einstieg in die GT4 oder gar GT3 nicht schlecht. Zum anderen gibt es noch Formelserien, die bezahlbar sind. 

So wie z.B. der schon oben angesprochene Drexler-Automotive Formel Cup. Hier entschloss man sich die Formelszene mit Formel 3, Formel Renault und Formel 4 als Motorsportbühne zu erhalten, die gemeinsam im Feld starten.

Ab 2022 gab es nun die Vorankündigung, dass es eine neue Formel 4-Meisterschaft für Mittel- und Osteuropa geben soll (Motorsport XL berichtete). Wenn es genügend Starter gibt, dann als eigenständige Serie mit eigenem Feld. Ansonsten im Grid mit dem Drexler-Automotive Formel Cup.

Die Serienverantwortlichen haben für die einzelnen Kategorien nun auch Budgetzahlen veröffentlicht.

Bei der neuen Formel 4 rechnet man bei acht Veranstaltungen mit einem Saisonbudget von 115.000 Euro.  Etwas günstiger werden die Fahrzeuge bis Baujahr 2021 veranschlagt. Hier kostet eine Saison rund 80.000 Euro.

Für die Formel Renault spricht man von einem fast identischen Kostenpaket.

Bei einem Formel 3-Dallara bis Baujahr 2019 sollte man mit 150.000 Euro für die gesamte Saison planen.

„Diese Budgets über eine Saison sind nicht aus der Luft gegriffen. Eine überschaubare Kostenstruktur zeigt hier den Weg, wie sich das Paket zusammensetzt. Es beinhaltet die technischen und organisatorischen Voraussetzungen im Formelsport wie das Nenngeld, Transport, Betreuung, Verwendung der Reifen und Benzin, sowie die Datenanalyse und die Versicherungsleistung“, so Rolf Schindler, Sprecher des Drexler-Automotive Formel Cup. Darin inbegriffen ist ein gesamter Renneinsatz am Wochenende mit zwei freien Trainings (á 25 Minuten), ein Qualifying (á 25 Minuten) und je zwei Rennen über die 25 Minuten Distanz. 

Medial sind Fernsehübertragungen und Livestream im Paket verankert. 

Wer mehr wissen möchte, der besucht die Internetseiten: www.afr-pokale.com

Kalender Drexler-Automotive Formel Cup 2022
10.04.2022 Hungaroring (HUN)
24.04.2022 Monza (ITA)
08.05.2022  Imola (ITA)
05.06. 2022 Red Bull Ring (AUT)
26.06.2022 Spa (BEL)
31.07.2022  Hockenheim (GER)
11.09.2022 Brünn (CZE)
23.10.2022  Mugello (ITA)
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