Dienstag, 25. Januar 2022
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
DTC
04.12.2021

Deutsche Tourenwagen Challenge mit weiteren Details

Wie schon in Motorsport XL berichtet, soll es 2022 ein Comeback der Deutschen Tourenwagen Challenge (DTC) geben. Anlässlich der Essen Motor Show gab es weitere Antworten zur Serie und die Fertigstellung der Internetseite.
 
Schon bei einem Präsentationstag im Oktober auf dem Salzburgring wurden neue Details zur DTC bekannt und Ende November die Internetpräsenz unter dtc-sport.de eröffnet. Bekannt war schon vorher, dass die wiederbelebte DTC im Rahmenprogramm des ADAC Racing Weekend an den Start geben. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Deutschen Tourenwagen Challenge unsere Heimat bei den ADAC Racing Weekends gefunden haben“, so Bert Brandenburg von der Motor Presse Stuttgart, die die Serie ausrichten wird.
 
Für Bert Brandenburg bietet die Plattform den perfekten Rahmen für die Breitensportserie, „weil hier bezahlbarer Motorsport im Mittelpunkt steht.“ Und weiter: "In nur einer Saison hat sich das ADAC Racing Weekend mit ihrem bodenständigen Konzept, einer spannenden Zusammenstellung der Serien, wie beispielsweise GTC Race oder nun den Tourenwagen-Legenden und dem Livestream etabliert."
 
Der Saisonstart und komplette Kalender steht ebenfalls schon fest. Man beginnt vom 17. bis 19. Juni 2022 auf dem Salzburgring und richtet das Finale vom 14. bis 16. Oktober 2022 auf dem Nürburgring aus. 
 
„Wir haben momentan rund 40 Rennteams auf der Liste der Interessenten“, erklärt Serienleiter Normann Broy auf der eigenen Internetseite. „Offensichtlich hat die Wiederbelebung der DTC also einen Nerv in der Motorsportszene getroffen.“

Insgesamt möchte man sechs Rennwochenenden ausrichten. Durch den späten Saisonstart haben die Teams bis Mitte Juni noch Zeit für die Vorbereitung.
 
In der DTC können Großserienfahrzeuge mit mindestens vier Sitzplätzen, maximal 250 PS und 350 Nm bei einem Leistungsgewicht von mindestens 5 kg/PS starten. Verlangt wird eine große Seriennähe – sowohl technisch als auch optisch. Fahrzeuge wie etwa der Ford Fiesta ST oder Hyundai i20 N, die in der Serie rund 200 PS leisten, können weitgehend mit Serientechnik fahren, zum Beispiel beim Turbolader, Motorsteuerung und Getriebe. Die Serienleitung rechnet damit, dass ein komplett neu aufgebautes Fahrzeug (mit Sicherheitstank, Feuerlöschanlage und Käfig) schon für unter 50.000 Euro zu realisieren wäre. Bestehende Fahrzeuge könnten mit überschaubarem Aufwand adaptiert werden

Anzeige
Wer kein serienmäßig passendes Fahrzeug hat oder einfach mehr Renntechnik verbauen möchte, kann beispielsweise auch ein Renngetriebe mit vorgegebener Übersetzung oder einen von der DTC festgelegten Upgrade-Turbolader verwenden. Über spezielle Vorgaben zum Motor-Mapping sollen die entstehenden Performance-Unterschiede ausgeglichen werden.
 
In Sachen Fahrwerkstechnik ist ebenfalls ein sehr enges Korsett vorgegeben. Die grundlegenden Aufhängungsteile müssen der Serie entsprechen, es sind nur Zwei-Wege-Dämpfer erlaubt, es gibt eine Beschränkung für die Sturzwerte sowie eine minimale Bodenfreiheit. Dadurch soll sich trotz verschiedener Stärken und Schwächen der Fahrzeuge ein homogenes Feld ergeben. Motorseitig dürfen auch Triebwerke der selben Marke und des selben Konzerns verwendet werden, sofern sie dem Motorenregelement entsprechen. Als Serienreifen kommt Hankook zum Einsatz. Das vorläufige Technische Reglement wurde beim DMSB eingereicht und man erwartet eine zeitnahe Rückmeldung.

Neben Ford Fiesta ST oder Hyundai i20 N werden auch Peugeot 208, Renault Clio IV oder Toyota GR Yaris auf der neuen Internetseite als Beispiele angegeben.

Die „Early Bird“-Einschreibung für 9.900 Euro gilt noch bis 31. Januar 2022, die allgemeine Frist wurde bis zum 30. April 2022 verlängert. Anfragen können über die E-Mail-Adresse gestellt werden: dtc@motorpresse.de.
 
Weitere Infos unter: www.dtc-sport.de

Termine DTC 2022 beim ADAC Racing Weekend
08. bis 10. Juli Lausitzring
29. bis 31. Juli Nürburgring (Sprintkurs)
26. bis 28. August Assen
30. September bis 2. Oktober Hockenheim 
14. bis 16. Oktober Nürburgring (GP-Kurs)