Sonntag, 5. Dezember 2021
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ADAC Racing Weekend
19.10.2021

Gelungenes Saisonfinale des ADAC Racing Weekend in der Eifel

Titelentscheidungen, mehr als 500 Rennfahrzeuge in 11 Rennserien bei größtenteils sonnigem Wetter: Das Finale des ADAC Racing Weekend fand am Wochenende auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings einen würdigen Rahmen. „Wir sind froh, dass wir nach zwei absolut verständlichen Absagen unserer Veranstaltungen wegen Corona und wegen der Flutkatastrophe endlich wieder ein Rennwochenende durchziehen konnten. Dafür geht ein großes Dankeschön an alle Beteiligten“ zog Organisationsleiter Jürgen Hieke vom MSC Bork ein zufriedenes Fazit. Die Rennen der neuen Breitensportplattform des ADAC brachten in einigen der Rennserien bereits die Titelentscheidungen.

Uwe Alzen war wieder einmal das Maß der Dinge beim Finale der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), der Routinier gewann beide Läufe und ist damit alter und neuer Champion der STT. In Durchgang eins siegte er in seinem Audi R8 LMS Evo klar vor seinem Bruder Jürgen Alzen (Ford GT Turbo) und Ulrich Becker (Porsche 911 GT3 R). Becker hielt den Kampf um den zweiten Platz lange offen, musste sich schließlich aber dem Ford-Mann geschlagen geben. Auch Rennen zwei wurde einen Tag später zur Beute von Uwe Alzen, der sich wieder früh vom Feld absetzte und am Ende einen Vorsprung von über einer Minute auf den zweitplatzierten Jürgen Bender (Corvette C7 GT3-R) aufweisen konnte. Rang drei eroberte Stefan Wieninger (Audi R8 LMS Evo).

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Groß war der Jubel am Samstag auch bei Tim Rölleke, der sein erstes Rennen im Tourenwagen Junior Cup gewinnen konnte. Dabei musste er sich in der Nachwuchsserie, in der alle Teilnehmer einen VW up! GTI Cup bewegen, gegen starke Rivalen wehren. Doch sowohl Florian Vietze als auch Daniel Gregor und Nick Hancke fanden letztendlich keinen Weg vorbei am Schützling von Konrad Motorsport, so dass er die Ziellinie als Erster vor Hancke und Gregor kreuzte. Einen Tag später führte Rölleke lange souverän, wurde kurz vor Schluss aber noch von Gregor eingeholt. Zu einem Positionswechsel kam es jedoch nicht mehr, so dass Rölleke seinen zweiten Triumph bejubeln durfte. Platz drei holte sich Vietze.

In der Porsche Club Historic Challenge (PCHC) gewann Mario Meister den ersten Lauf vor Tim Hendrikx (beide Porsche 911 (991) GT3 Cup) und Christian Voigtländer (Porsche 997 GT3 Cup), nachdem sich Heinz-Bert Wolters (Porsche 911 (997) GT3 R) in der Anfangsphase auf feuchtem Asphalt gedreht hatte. Seine Aufholjagd führte ihn zwar wieder in die Top Fünf, doch eine 35-Sekunden-Strafe wegen Überholens hinter dem Safety Car warf ihn letztendlich auf Platz 15 zurück. Das zweite Rennen des Wochenendes lief für Favorit Wolters besser, er siegte vor Meister und Hendrikx.

Historischen Rennwagen im Belcar Historic Cup am Start. Auf dem Nürburgring war niemand schneller als Erik Qvick in seinem BMW M3, der beide Durchgänge für sich entschied. Im Feld der historischen Formel-Boliden des AvD Historic Race Cup wurden Daniel Hornung (Ralt RT3/83 Toyota Novamotor) und Marvin Brandl (Opel Lotus Mk II) je einmal als Erster abgewinkt.

Mark Schnyder im Alfa Romeo 75 2.0 TB und Nick Hancke im BMW M3 GT E36 heißen die Sieger im DMV Classic Masters. In der DMV BMW Challenge war der Niederländer Eric v.d. Munckhof mit seinem BMW Z4 GTR in beiden Läufen nicht zu bezwingen. Und im abschließenden gemeinsamen 3-Stunden-Rennen der DMV NES 500 und des DMV BMW 318ti Cup bejubelten Florian Wolf / Arne Hoffmeister (BMW M4 GT4) einen knappen Sieg vor Michael und Matthias Tischner (Porsche 911 (991.2) Cup) in der NES 500, während Theo Oeverhaus deutlich vor Sebastian Vollak die Wertung des BMW 318ti Cup gewann.

Das Tourenwagen Revival glänzte ebenso wie die insgesamt drei Gleichmäßigkeitsprüfungen der VFV GLPpro mit attraktiven Fahrzeugen. In der GLPpro gingen die größten Pokale in den drei Prüfungen an Georgios Katsikis im Opel Kadett C, Stephan Schaade im Ford Escort RS 2000 und René Häberlin, der einen Royale RP33M pilotierte, während dem Duo Diethelm Horbach / Yvonne Horbach (Porsche 911 Carrera 2.8 RSR) beim Tourenwagen Revival in beiden Prüfungen die gleichmäßigsten Rundenzeiten gelangen.