Sonntag, 29. November 2020
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29.10.2020

Porsche will ersten Sieg in Laguna Seca

Das Porsche GT Team tritt beim vorletzten Lauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2020 mit einem großen Ziel an. Das nordamerikanische Werksteam will beim Rennen über 2:40 Stunden auf dem Laguna Seca Raceway mit dem Porsche 911 RSR auf der kalifornischen Traditionsstrecke erstmals siegen.

Die berühmte Anlage nahe des Pazifischen Ozeans beinhaltet den einzigen nordamerikanischen Rundkurs, auf dem Porsche seit 2014 nicht triumphieren konnte. Das Porsche GT Team schickt zwei rund 515 PS starke 911 RSR in der hart umkämpften GTLM-Kategorie an den Start. Am Steuer sitzen mit Nick Tandy (Großbritannien), Earl Bamber (Neuseeland) sowie Laurens Vanthoor (Belgien) nicht nur die Sieger des Petit Le Mans sondern auch die frisch gebackenen Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Spa-Francorchamps, Belgien. In der GTD-Klasse setzt das Kundenteam Wright Motorsport einen Porsche 911 GT3 R ein.

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„Wir haben mit der Strecke in Laguna Seca seit vielen Jahren eine Rechnung offen, die wir nun endlich begleichen möchten. Unser neuestes Modell des Porsche 911 RSR sollte besser zu den Besonderheiten des Kurses passen als die Vorgängergeneration. Wir gehen nach unserem Erfolg auf der Road Atlanta mit hohen Erwartungen und größter Motivation in das Rennwochenende in Kalifornien“, sagt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter Werksmotorsport. Der Laguna Seca Raceway in den Dünen nahe der Küstenstadt Monterey ist 3,601 Kilometer lang und umfasst elf Kurven. Die berühmteste Passage ist die „Corkscrew“. Die enge, spektakuläre und kaum einsehbare Kurvenkombination nach einer Kuppe war in der Geschichte der Rennstrecke schon oft Schauplatz sehenswerter Manöver.

Pro Umlauf ist in Laguna Seca ein Höhenunterschied von 55 Metern zu bewältigen. Die Rennen auf der 1957 gebauten Strecke waren in der Vergangenheit meist von den Faktoren Reifenverschleiß und Strategie bestimmt. „In Laguna Seca muss die Fahrzeugbalance exakt passen“, erklärt Steffen Höllwarth, Einsatzleiter IMSA-Championship. „Wenn das Untersteuern auch nur ein wenig zu stark ausfällt, geht pro Runde enorm viel Zeit verloren. Wir gehen davon aus, dass der Kurs zu Beginn des Rennwochenendes schmutzig und rutschig sein wird. In den ersten Sessions liegt dort immer viel Sand auf dem Asphalt. Die Gripverhältnisse verändern sich bis zum Start des Rennens erheblich. Das müssen wir bei der Abstimmung beachten.“

Den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich die Petit-Le-Mans-Sieger Nick Tandy und Frédéric Makowiecki aus Frankreich. Das Duo hatte den vergangenen Lauf auf der Road Atlanta gemeinsam mit dem jungen australischen Werksfahrer Matt Campbell gewonnen. Am Steuer des Schwesterautos mit der Nummer 912 wechseln sich die beiden amtierenden GTLM-Fahrerchampions Earl Bamber und Laurens Vanthoor ab. In der Herstellerwertung liegt Porsche nach neun von elf Saisonläufen auf Platz drei.

In der GTD-Klasse setzt das Team Wright Motorsports den über 500 PS starken Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 16 ein. Werksfahrer Patrick Long teilt sich das Cockpit des GT3-Fahrzeuges aus Weissach mit seinem amerikanischen Landsmann Ryan Hardwick. Wright Motorsports liegt in der GTD-Wertung auf Platz zwei und hat bei nur zwei Zählern Rückstand auf die Spitze noch gute Chancen im Titelkampf.

Der zehnte Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auf dem Laguna Seca Raceway startet am Sonntag, 1. November um 13:05 Uhr Ortszeit (22:05 Uhr MEZ). Das Rennen über 2:40 Stunden wird außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com übertragen.