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E-Sport
13.06.2020

Vier Porsche vorn beim finalen Zeittraining für das virtuelle Le Mans-Rennen

Das Porsche Esports Team startet morgen von der Pole-Position der GTE-Klasse in das virtuelle 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nach dem 20-minütigen Qualifying heute belegten vier 911 RSR die ersten vier Plätze, insgesamt sechs platzierten sich unter den besten Zehn.

Die Bestzeit auf dem 13,626 Kilometer langen Circuit des 24 Heures setzte Joshua Rogers in 3:46,550 Minuten. Der Australier fuhr in allen drei Sektoren Bestzeit, wenn auch nicht in der selben Runde. Dennoch verwies der 20-Jährige im RSR mit der Startnummer 93 seinen US-amerikanischen Teamkollegen Mitchell deJong um 0,632 Sekunden auf Platz zwei. Die zweite Startreihe teilen sich der Nummer-88-Porsche von Dempsey-Proton Racing mit dem Niederländer Kevin van Dooren am Steuer und der Franzose Jeremy Bouteloup im dritten 911 RSR des Werksteams. David Williams im Auto mit der Nummer 94 rundete das Ergebnis für Porsche mit Rang sechs ab.

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Die virtuellen 24 Stunden von Le Mans beginnen am morgigen Samstag um 15:00 Uhr. In allen vier 911 RSR des Porsche Esports Team wechseln sich jeweils zwei professionelle Simracer mit zwei Werksfahrern ab, darunter mit Neel Jani (CH), André Lotterer (D) und Nick Tandy (GB) gleich drei Gesamtsieger des realen Langstrecken-Klassikers.

Motorsport-Fans können das Rennen im Livestream auf motorsports.porsche.com verfolgen, ergänzt durch Hintergrundberichte über das Porsche Esports Team. Auch die Porsche-Kanäle auf YouTube, Instagram und Twitch liefern exklusive Einblicke in das Fahrerlager der Porsche-Werksabordnung.

Darüber hinaus zeigen die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) sowie die 24 Stunden von Le Mans das digitale Rennen auf YouTube, die 24 Stunden von Le Mans zusätzlich auch via Facebook und Twitch. Live und kostenfrei überträgt Eurosport 1 das größte virtuelle Langstreckenrennen der Welt im Fernsehen. Sendungen stehen am Samstag von 14:30 bis 17:00 Uhr sowie von 19:30 bis 22:00 Uhr auf dem Programm. Am Sonntag schaltet sich Eurosport 1 von 12:30 Uhr bis zum Zieleinlauf um 15:00 Uhr zu. Im kostenpflichtigen Eurosport Player ist das gesamte Rennen zu sehen.

Marco Ujhasi (Manager Esports bei Porsche Motorsport): „Was für ein Auftakt für das junge Porsche Esports Team. Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet und in perfektem Teamwork die Erfahrungen aus der realen und virtuellen Rennwelt voll umsetzen können. Die deutlich höheren Gripverhältnisse haben uns nicht überrascht und dieses phantastische Ergebnis im heutigen Qualifying ermöglicht. Jetzt werden wir kurz virtuell zusammen Abendessen und dann konzentrieren wir uns voll auf die Rennvorbereitung.“

Joshua Rogers (Porsche 911 RSR #93): „Wahnsinn – ich glaube, das war eine meiner besten Runden, die ich je gefahren bin. Ich habe mir nur wenige kleine Fehler geleistet, in der letzten Schikane zum Beispiel. Aber jetzt stehen wir auf der Pole Position und das auch noch neben meinem Teamkollegen Mitchell. Mehr konnte ich im Qualifying wirklich nicht erwarten. Das war insgesamt eine ganz starke Teamleistung. Jetzt freuen wir uns auf das Rennen morgen. Von Platz eins zu starten macht das Ganze ein bisschen einfacher, aber es ist nicht das Wichtigste in einem 24-Stunden-Rennen.“

Mitchell deJong (Porsche 911 RSR #91): „Ich bin sehr glücklich, dass ich unseren 911 RSR auf den zweiten Startplatz gestellt und damit die komplette erste GTE-Startreihe für Porsche reserviert habe. Jetzt bin ich auf das Rennen gespannt, Neel Jani fährt den Start. Wir sind in einer großartigen Ausgangsposition für ein fantastisches Ergebnis.“

Jeremy Bouteloup (Porsche 911 RSR #92): „Mit unserem Nummer-92-Porsche Esports 911 RSR lief alles glatt. Aber ich bin mit meiner Qualifying-Runde nicht ganz zufrieden, obwohl meine beiden Anläufe recht anständig und gut genug für Startplatz vier waren. Damit haben wir aber erst einen kleinen Teil des Jobs erledigt, die größte Aufgabe wartet morgen im Rennen auf uns.“

David Williams (Porsche 911 RSR #94): „Alle vier Werks-Porsche unter den ersten Sechs, das ist ein unglaubliches Resultat für das ganze Team. Ich bin meine erste Zeitrunde ein wenig zu konservativ und die zweite etwas zu angriffslustig angegangen, freue mich aber trotzdem über Startplatz sechs.