Montag, 1. Juni 2020
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18.05.2020

Meistertitel für Larry ten Voorde nach Doppelsieg

Die Titelentscheidung im Porsche Mobil 1 Supercup Virtual Edition ist gefallen: Beim Finale auf dem Autodromo Nazionale Monza auf der Simulationsplattform iRacing entschied Larry ten Voorde (Team GP Elite) im 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup beide Rennen für sich und krönte sich zum Champion. Damit setzte sich der Niederländer im Titelkampf gegen Porsche-Junior Ayhancan Güven (TR/Martinet by Alméras) und Dylan Pereira (L/BWT Lechner Racing) durch. Auch in den anderen Wertungsklassen der digitalen Serie des Porsche Mobil 1 Supercup wurden die Sieger ermittelt. Leon Köhler (D/Lechner Racing Middle East) sicherte sich Platz eins in der Rookie-Kategorie, Marc Cini (AUS/Team Australia) gewann das ProAm-Klassement. In der Team-Wertung feierte das niederländische Team GP Elite Rang eins.

„Das Saisonfinale des Porsche Mobil 1 Supercup Virtual Edition war der beste Beweis dafür, dass eine digitale Saison unserer Serie die richtige Entscheidung war. Beide Rennen waren bis zur letzten Kurve von Spannung geprägt. Es ist toll, dass sich die Fahrer und Teams mit so großer Motivation auf einen virtuellen Wettbewerb eingelassen haben. Jetzt freuen wir uns auf den Start in unsere reale Saison“, sagte Oliver Schwab, der Projektleiter des Porsche Mobil 1 Supercup.

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In den beiden 25-minütigen Rennen nutzten die 29 Fahrer auf den langen Geraden des virtuellen Monza-Kurses regelmäßig den Windschatten für Überholmanöver und sorgten somit für actionreichen Motorsport. Nach dem Start des siebten Saisonlaufs zog Pole-Sitter Güven sofort auf die Innenbahn und verteidigte sich gegen ten Voorde. In der vierten Runde übernahm der GP-Elite-Pilot die Führung, nachdem Güven von der Fahrbahn rutschte und auf Rang vier zurückfiel. Im weiteren Verlauf kämpfte sich Güven zurück direkt hinter ten Voorde. Turbulent ging es in der letzten Runde zu: In der Kurve Seconda Variante fuhr Güven zu hart über den Curb und verlor dadurch zwei Positionen. Ten Voorde gewann vor Pereira und Rookie Köhler. Hinter dem Trio beendeten die beiden Porsche-Junioren Güven sowie Jaxon Evans (NZ/Momo Megatron Lechner Racing) das erste Rennen des Tages auf den Plätzen vier und fünf. In der ProAm-Klasse gewann Roar Lindland (N/Pierre Martinet by Alméras). 

Im finalen Rennen des Porsche Mobil 1 Supercup Virtual Edition gelang ten Voorde ein souveräner Start-Ziel-Sieg, der ihm den Titel sicherte. „Ich habe mich gemeinsam mit meinem Team intensiv auf diese beiden Rennen vorbereitet. Ayhancan Güven und ich haben uns eine große Show geliefert. Ich konnte beide Rennen gut kontrollieren und bin super glücklich über den Titel“, sagte ten Voorde.

Verfolger Pereira kam in der zweiten Runde von der Strecke ab und fiel auf den fünften Platz zurück. Somit bildeten Evans, Köhler und Güven das Trio hinter ten Voorde. Die Entscheidung über den zweiten Platz fiel in der sechsten Runde: Güven nutzte das umkämpfte Duell seiner Vordermänner, um erst an Köhler und kurz darauf an seinem Junior-Kollegen Evans vorbeizuziehen. Die Reihenfolge im Ziel lautete Güven vor Köhler und Evans. Die besten Fünf komplettierte Pereira.

„Das war eine actionreiche Debütsaison des virtuellen Supercups. Leider wurde ich nur Zweiter, aber es war eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, dass wir uns alle zeitnah auf einer realen Strecke miteinander messen können“, sagte Güven. Leon Köhler gewann dank seiner beiden Podiumsplätze die Rookie-Wertung. „Ich habe mich über die Saison hinweg Rennen für Rennen verbessert. Zweimal Platz drei und Rookie-Sieger sind ein super Ergebnis. Im zweiten Lauf wollte Jaxon Evans unbedingt noch vorbei, aber ich konnte mich erfolgreich verteidigen“, fasste Köhler zusammen.

In der ProAm-Kategorie sicherte sich im achten Rennen Marc Cini die entscheidenden Punkte und holte sich damit den Gesamtsieg in seiner Wertungsklasse. Sein digitales Supercup-Debüt feierte David Fumanelli. Der Italiener ging auf dem Hochgeschwindigkeitskurs als Lokalmatador für den Porsche Carrera Cup Italia den Start. Im ersten Lauf belegte der 28-Jährige den 14. Platz, das zweite Rennen des Tages musste er vorzeitig beenden.