Donnerstag, 22. Oktober 2020
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Automobilsport
16.10.2020

Ford in Goodwood mit Modell-Ankündigung

Ford will die Fans von Performance-Fahrzeugen in aller Welt bei der Goodwood SpeedWeek (Großbritannien) vom 16. bis 18. Oktober mit Auftritten der sportlichsten Prototypen und Serienmodelle der Marke begeistern. Zu den Highlights der Veranstaltung, die per Live-Stream übertragen wird, zählen die ersten Action-Bilder des kompromisslosen Elektro-Supersportlers Mustang Mach-E 14001) und des dynamischen Ford Puma ST. Mit einer angepeilten Spitzenleistung von über 1.400 PS verkörpert der Mustang Mach-E 1400 eine besonders spektakuläre Ausprägung eines Elektroautos. Auf dem Goodwood Motor Circuit nahe der südenglischen Stadt Chichester wird Vaughn Gittin jr. – Gründer von RTR Vehicles, Motorsport-Champion und professioneller Drift-König – den Mustang Mach-E 1400 erstmals in Europa nach allen Regeln der Kunst „ausreiten“.

Zudem feiert der neue Puma ST auf dem Traditionskurs in Goodwood sein Rennstrecken-Debüt. Das erste europäische Performance Crossover-SUV von Ford ist mit ausgefeilten Technologien wie dem in diesem Segment erstmals erhältlichen mechanischen Sperrdifferenzial (mLSD), den patentierten Force Vectoring-Federn und wählbaren Fahrmodi von „Eco“ bis „Track“ für diese Aufgabe bestens aufgestellt.


Performance-Produkt-Ankündigung am morgigen Freitag

Darüber hinaus plant Ford im Rahmen der Goodwood SpeedWeek eine Produkt-Ankündigung für den morgigen Freitag (16. Oktober), die alle Fans von Ford Performance-Fahrzeugen begeistern dürfte.


Wahrhaft elektrisierende Fahrleistungen

Beim Mustang Mach-E 1400 handelt es sich dabei um den „One-Of-A-Kind“-Prototyp eines voll-elektrischen Rennfahrzeugs. Erst kürzlich hatte Ford den ebenfalls elektrisch angetriebenen Mustang Cobra Jet 1400 präsentiert, der für Dragster-Rennen entwickelt wurde. Der Mustang Mach-E 1400 soll dagegen vor allem bei US-Motorsport-Veranstaltungen (NASCAR) und bei den populären Gymkhana-Drift-Events antreten. Der Mustang Mach-E 1400 wurde von Ford Performance in Zusammenarbeit mit RTR Vehicles entwickelt. Insgesamt 10.000 Arbeitsstunden haben die Teams in die Entwicklung dieses Elektrofahrzeugs investiert, das die Lücke schließen soll zwischen dem realen Potenzial eines batterie-elektrischen Fahrzeugs und der Kundenmeinung über die vermeintliche Leistungsfähigkeit eines E-Autos.

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Die Power von sieben Elektromotoren summiert sich im Mustang Mach-E 1400 zu einer voraussichtlichen Systemleistung von 1.419 PS. Eine gemeinsame Antriebswelle verteilt diese Kraft an die Differenziale. Durch dieses Layout lässt sich das Fahrzeug für eine große Bandbreite von Fahrzuständen abstimmen – vom ausgeprägten Driften bis zur Jagd auf ultraschnelle Rundenzeiten. Dazu stehen wahlweise Heck-, Front- und Allradantrieb zur Verfügung. Die Motorleistung kann zu gleichen Anteilen auf die beiden Achsen oder vollständig an eine verteilt werden. Zudem erzielt der Mustang Mach-E 1400 bei 257 km/h einen aerodynamischen Abtrieb von 1.000 Kilogramm.

Nach dem Auftritt bei der Goodwood SpeedWeek dürfte sich jeder Zweifel am Potenzial der Elektromobilität in Luft auflösen – oder vielmehr in Reifenqualm. Denn RTR-Gründer Vaughn Gittin jr. jagt den Mustang Mach-E 1400 bei einem Driftwettbewerb spektakulär über die 3,8 Kilometer lange Strecke.

„Sich hinter das Steuer dieses Autos zu setzen, hat meine Sichtweise darüber, was Leistung und Drehmoment bedeuten kann, nachhaltig beeinflusst“, sagte Vaughn Gittin Jr. „Im Mustang Mach-E 1400 unterwegs zu sein ist etwas völlig Neues, vergleichbar mit meiner ersten Fahrt als Kind auf einer Achterbahn“.


Erster Rennstrecken-Ritt des Ford Puma ST

Das erste europäische Performance Crossover-SUV von Ford fühlt sich auf der Rennstrecke ebenso wohl wie beim Familienausflug oder dem Wocheneinkauf. Der neue Puma ST ist in puncto Fahrdynamik das neue Maß und stellt zugleich einen praktisch konkurrenzlos großen Laderaum zur Verfügung.

Der 1,5 Liter große EcoBoost-Benziner mobilisiert 147 kW (200 PS)*, die dem Puma ST zu einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden verhelfen. Das auf sportliche Fahrleistungen ausgelegte Fahrwerk besitzt unter anderem eine Verbundlenkerachse hinten, die im Vergleich mit dem Basis-Puma eine um 50 Prozent höhere Verwindungssteifigkeit aufweist. Die Lenkung reagiert um 25 Prozent direkter und die Durchmesser der Bremsscheiben hat Ford um bis zu 17 Prozent vergrößert. Der Fahrspaß, den dieses Layout ermöglicht, wird zusätzlich durch speziell entwickelte Reifen des Typs Michelin Pilot Sport 4S unterstützt. In der Summe bietet der Puma ST ein überaus agiles Fahrerlebnis.

Stefan Münzinger, Leiter Ford Performance Europa, sagt: „Unsere oberste Priorität lautete, dass sich der Puma ST so überzeugend und begeisternd fahren sollte wie jedes andere unserer ST-Modelle, ohne dass wir auch nur ein Stück von der Praktikabilität des Puma opfern wollten“. Münzinger weiter: „Wir erleben mit Ford Performance gerade sehr spannende Zeiten. Mit Spaßprojekten wie dem Mustang Mach-E 1400 loten wir aus, welches Leistungsniveau die Elektromobilität möglich macht. Gleichzeitig bieten wir Europas Autofahrern mit dem Puma ST ein erschwingliches, alltagstaugliches Sportfahrzeug an – genau das ist unsere zentrale Aufgabe“.


Das moderne Gesicht des Motorsports: STARD Ford Fiesta ERX

Ein Beispiel für die Anwendung rein elektrischer Antriebsstränge im Motorsport liefert der STARD Ford Fiesta ERX, der bei seinem Goodwood-Debüt am Driftwettbewerb teilnimmt. Beim Fiesta ERX handelt es sich um ein rein elektrisch angetriebenes Rallyecross-Fahrzeug. Es wurde auf Basis des Fiesta ST von den Rallye- und Rennsport-Spezialisten STARD entwickelt und entspricht dem Technischen Reglement der FIA Rallyecross-Weltmeisterschaft.

Drei Elektro-Aggregate produzieren zusammen mehr als 600 PS und über 1.000 Nm Drehmoment. Über Zweigang-Getriebe an beiden Achsen treiben sie alle vier Räder an und beschleunigen den Fiesta ERX in nur 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 240 km/h erreicht. Rennteams können den einsatzbereiten Fiesta ERX in der Konfiguration für die Rallyecross-WM käuflich erwerben.


Liebling der Fans: der Ford GT

Mit dem Supersportwagen Ford GT kehrt ein ausgesprochener Publikumsliebling nach Goodwood zurück. Im Michelin Supercar Run wird er von Richard Westbrook pilotiert, der mit der Rennversion mehrfach im Werksteam von Ford an den 24 Stunden von Le Mans teilgenommen hat. Die straßenzugelassene Ausführung des Ford GT weist ein Leichtbau-Chassis aus Kohlefaser und Aluminium sowie eine aktive Aerodynamik auf. Die Karosserie besteht aus Karbonfaser-Werkstoffen. Der EcoBoost-V6 mit Doppelturbolader mobilisiert 483 kW (655 PS)* und ein maximales Drehmoment von 750 Nm – genug für Topspeeds bis 347 km/h.

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