Montag, 17. Februar 2020
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24h Daytona
27.01.2020

Höhen und Tiefen für Mercedes-AMG Motorsport beim IMSA-Auftakt

Der traditionelle Auftakt in die nordamerikanische IMSA WeatherTech SportsCar Championship fand an diesem Wochenende einmal mehr auf dem Daytona International Speedway statt. Insgesamt 38 Fahrzeuge, darunter der neue Mercedes-AMG GT3 #74 von Riley Motorsports, nahmen das 24-Stunden-Rennen von Daytona bei optimalen äußeren Bedingungen am Samstagnachmittag in Angriff.

Das neu zusammengestellte Fahrerquartett um Lawson Aschenbach, Ben Keating, Gar Robinson (alle US) und Felipe Fraga (BR) pilotierte den neuen Mercedes-AMG GT3 #74 bei seinem Debüt in der prestigeträchtigen nordamerikanischen Rennserie. Die #74 war von Platz 15 ins Rennen gegangen. Mit einer konstant starken Leistung und einer geschickt gewählten Strategie konnte Riley Motorsports die Startnummer 74 in den ersten 18 Stunden des Langstreckenklassikers zwischenzeitlich bis auf den fünften Platz vorfahren und damit das Potenzial des neuen Mercedes-AMG GT3 aufzeigen. Die Aufholjagd fand jedoch durch einen lapidaren elektronischen Defekt ein jähes Ende: Nach einer kurzen Reparaturphase konnte die #74 das Rennen wieder aufnehmen, fiel im Klassement allerdings weit zurück. Nach 24 Stunden überquerte Riley Motorsports (#74) die Ziellinie schließlich auf dem elften Platz in der GTD-Klasse.


Dreifachsieg für den Mercedes-AMG GT4 in der IMSA Michelin Pilot Challenge

Bereits am Freitag waren insgesamt sieben Mercedes-AMG GT4 beim ersten 4-Stunden-Rennen der IMSA Michelin Pilot Challenge 2020 in die Saison gestartet. Jim Cox (US) nahm das Rennen mit der #35 von Riley Motorsports von Platz 15 aus in Angriff und konnte bereits in der Anfangsphase wertvolle Platzierungen gutmachen. Nachdem Jeroen Bleekemolen (NL) das Steuer der #35 auf Platz zehn liegend übernommen hatte, startete er eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr bis auf den ersten Platz vor. Dylan Murray (US) knüpfte an die guten Leistungen seiner Teamkollegen an und hielt den Mercedes-AMG GT4 #35 an der Spitze. Allerdings hatte mit Winward Racing (#57) ein weiteres Mercedes-AMG Customer Racing-Team um das Fahrer-Duo Bryce Ward (US) und Philip Ellis (DE) den Sieg noch lange nicht abgeschrieben: Der von Position 18 gestartete Mercedes-AMG GT4 #57 hatte sich im Verlaufe des Rennens bis auf den zweiten Rang vorgekämpft. Schlussfahrer Ellis machte Druck auf den führenden Mercedes-AMG GT4 und konnte zwischenzeitlich sogar die Spitze übernehmen. Nach dem letzten Boxenstopp musste er den Riley Motorsports Mercedes-AMG GT4 #35 jedoch wieder vorbeiziehen lassen. Zu einem Schlussangriff kam es nicht mehr, da das Renntempo nach einer Caution-Phase kurz vor Ablauf der vier Stunden nicht mehr aufgenommen werden konnte. Riley Motorsports (#35) fuhr den Sieg somit sicher nach Hause, gefolgt von Winward Racing (#57) auf Platz zwei.

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Ein weiterer Mercedes-AMG GT4 von Winward Racing machte das komplette Podium für Mercedes-AMG Motorsport perfekt: Russell Ward (US) und Indy Dontje (NL), die von Platz drei ins Rennen gegangen waren und sich konstant im vorderen Feld behaupteten, überquerten die Ziellinie mit der #4 von Winward Racing auf dem dritten Platz. Komplettiert wurde das starke Ergebnis von einer weiteren Top-Ten-Platzierung: Eric Foss (US) und Jeff Mosing (US) sicherten sich mit dem Mercedes-AMG GT4 #56 von Murillo Racing den achten Platz.

Mit dem Dreifachsieg für den Mercedes-AMG GT4 läutete Mercedes-AMG Motorsport die Mission Titelverteidigung in der Herstellerwertung der Serie erfolgreich ein. Zum ersten Mal überhaupt belegte der Mercedes-AMG GT4 bei einem Rennen in Nordamerika alle drei Plätze auf dem Podium.