Montag, 1. Juni 2020
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X30 Euro Series
28.07.2019

Drei Doppelsieger und ein vorzeitiger Champion

Für rund 130 Fahrerinnen und Fahrer ging es vom 26. bis 28. Juli 2019 zur vorletzten Saisonrunde der IAME Euro Series. Dafür gastierte die offizielle Europameisterschaft der X30-Piloten im Prokart Raceland von Wackersdorf, wo am Ende nicht nur drei Doppelsieger, sondern auch der erste Champion der Saison 2019 gefeiert wurden.
 
Bei den Minis bestimmte Sebastian NG (Team Driver Racing Kart) aus Panama das Tempo in der Qualifikationsphase. Sowohl im Zeittraining als auch in den Heats lag der KR-Fahrer an der Spitze der 31 Nachwuchspiloten. Doch in den Finals schlug Tabellenführer Freddie Slater (Fusion Motorsport) zurück. Der Brite ließ nichts anbrennen und gewann das Prefinale und das anschließende Finale. Damit sammelte er bereits ein Rennen vor Schluss genügend Punkte, um sich vorzeitig die Meisterkrone aufsetzen zu dürfen. Sebastian NG und der Brite Edu Robinson (Fusion Motorsport) komplettierten die Top-Drei des Finales und gelten nun als heißeste Anwärter auf den Vizetitel.
 
Bei den Junioren setzte der Spanier Maximus Mayer (Fusion Motorsport) das erste Ausrufezeichen, indem er die schnellste Runde im Zeittraining markierte. In den Vorläufen drehte allerdings Oliver Gray (Dan Holland Racing) aus Großbritannien auf. Der FA-Pilot eroberte die Führung im Zwischenklassement und damit die Pole-Position für den Finaltag. Und auch hier hatte er am Ende in beiden Rennen die Oberhand. Trotz beachtlicher Gegenwehr seiner Kontrahenten sammelte Gray die maximale Punktzahl und gewann vor seinem Landsmann Samuel Haw (Premium Karting) und dem Niederländer Kris Haanen (Coles Racing). In der Meisterschaft liegt derweil weiterhin Oliver Bearman (Junior) in Führung, der mit einem zweiten und einem achten Platz wichtige Zähler einfahren konnte. Dennoch hat Oliver Gray mächtig Boden gutmachen können und beim Saisonfinale hat er zudem die besseren Streichergebnisse auf seiner Seite.
 
Bei den Senioren diktierten der Franzose Romain Leroux (Strawberry Racing) und der Brite Callum Bradshaw (Fusion Motorsport) das Tempo zum Beginn des Wochenendes. Im Qualifying und den Vorläufen wechselten sich die beiden an der Spitze ab. Zu diesem Zeitpunkt verharrte Mark Kimber (Strawberry Racing) bereits in Lauerstellung, bevor er am Finaltag zuschlug. In zwei hart umkämpften Finals behauptete sich der Brite zweimal knapp als Sieger und übernahm damit auch die Gesamtführung in der Meisterschaft. Hinter dem Sieger holte sich dessen schwedische Teamkollegin Mathilda Olsson (Strawberry Racing) den zweiten Platz, während auch Rang drei mit Jordan Brown-Nutley an einen Pilot aus dem Rennstall des britischen Tony-Kart-Importeurs ging.
 
Insgesamt waren auch zehn deutsche Teilnehmer in  der Oberpfalz am Start. Allerdings hatten die Lokalmatadore bei ihrem Heimspiel vergleichsweise wenig Glück. Eine gute Leistung lieferte Maximilian Schleimer (Valier Motorsport) bei den Minis ab. Er etablierte sich als Zwölfter und 15. der Finals im Mittelfeld. Klassenkamerad Alessio Ivan Ladan (Parolin Deutschland) belegte die Plätz 21 und 29. Gut unterwegs war zunächst auch der einzige deutsche Junior, Herolind Nerodini (Evolution). Er holte sich den 15. Platz im Prefinale, musste im Hauptrennen allerdings kurz vor Schluss vorzeitig die Segel streichen und die Aussicht auf ein ähnliches Ergebnis begraben.

Eine regelrechtes Waterloo erlebten die deutschen Senioren: Während Patrick Degenbeck (DG Performance), Louis Kulke, Claudia Henning, Ferdinand Winter (alle CV Performance Group), Sam Bollacke (Team Hemkemeyer) und Colin Sandner (Team NKS) allesamt den Finaleinzug verpassten, gelang lediglich Linus Jansen (alle CV Performance Group) der Sprung in die Hauptrennen. Hier konnte der Hoffnungsträger im Prefinale einen starken neunten Platz herausfahren, bevor er im Finale mit einer Spoilerstrafe auf Rang 26 zurückfiel.
 
Das Saisonfinale der IAME Euro Series findet vom 29. August bis 1. September 2019 in Salbris (FR) statt. Ob dort auch wieder die Shifter-Klasse am Start stehen wird, die in Wackersdorf aufgrund mangelnder Teilnehmerresonanz nicht ausgeschrieben wurde, bleibt abzuwarten.